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Pinakothek der Moderne

Die Sammlung van de Loo

Pinakothek der Moderne

Mit Sammlung+ präsentiert die Sammlung Moderne Kunst in der Pinakothek der Moderne seit 2019 Präsentationen mit Werken aus ihrem Bestand. Neuerwerbungen, Entdeckungen und nicht zuletzt thematische Schwerpunkte zeigen die Vielfalt der Bestände im Zusammenspiel mit Partnern und Stiftungen.

Eine Präsentation ehrt Otto van de Loo (1924–2015) anlässlich seines 100. Geburtstags. In seiner 1957 eröffneten Galerie engagierte er sich für Künstler:innen, deren Bildsprache für ein spielerisches Moment stand und deren provokative Herangehensweise gegen eine Ästhetik der Glätte gerichtet war. Künstlerische Zusammenarbeit spielte dabei eine besondere Rolle. 1970 gründeten einige Maler:innen das Kinderforum van de Loo, das bis heute Kreativität fördert. Auf diesen Aspekt des kreativen Potentials ist ein besonderer Fokus des Projekts gerichtet, so lädt eine Zeltkonstruktion zum Mitmachen ein ebenso wie zum Eintauchen in Archivmaterialien.

Der intensive Kontakt zwischen den Künstler:innen der Galerie, der bis hin zu echter künstlerischer Zusammenarbeit reichte, spielte eine besondere Rolle. So ist die Künstlergruppe SPUR fest mit der Galerie van de Loo verbunden, ebenso wie Asger Jorn, der nicht nur selbst mehrere Gruppen gründete, sondern auch weit darüber hinaus an Kontakten interessiert war und europäische und internationale Verbindungen herstellte.

Der Austausch bedeutete Auseinandersetzung und eine gemeinsame Positionierung gegen das Kunstverständnis und den Kunstbetrieb im Nachkriegsdeutschland. Über die Malerei hinaus rückten Aktionen und Gemeinschaftsarbeiten in das Blickfeld der Künstler:innen. Gleichzeitig sahen sie aus dem Umfeld der Galerie in der Zusammenarbeit mit Kindern die Möglichkeit für eine offene und freie Gesellschaft. 1970 wurde das Kinderforum van de Loo gegründet, das bis heute mit einem umfangreichen Programm freie Kreativität fördert.

Otto van de Loos „Leidenschaft für die Kunst“ widmete die Pinakothek der Moderne bereits 2005 eine von Carla Schulz-Hoffmann kuratierte Präsentation mit einem umfangreichen Katalog, der die Galerietätigkeit aufarbeitete. Die jetzige Präsentation ehrt Otto van de Loo zu seinem 100. Geburtstag und legt seinen Ansatz dar, Kunst zu fördern, die das Wesenhafte des menschlichen Daseins und damit die Freiheit der Kunst ins Blickfeld rückt. Dieser Ansatz wurde von Marie-José van de Loo in ihrem Programm fortgeführt und wird heute durch die Stiftung van de Loo vertreten. Dabei gilt der Förderung des kreativen Potentials von Kindern und Jugendlichen ein besonderer Fokus, der auch in der Ausstellung erfahrbar wird.

Mit (Auswahl): Asger Jorn, Miriam Cahn, Jean Dubuffet, Lothar Fischer, E.R. Nele, Heimrad Prem, Judit Reigl, Antoni Tàpies, Antonio Saura, HP Zimmer

Zur Ausstellung erscheint eine Publikation

Kuratorin: Dr. Verena Hein in Zusammenarbeit mit Dr. Selima Niggl (Stiftung van de Loo)








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  • Asger Jorn, Papiernase, 1956 Stiftung van de Loo © VG Bild-Kunst, Bonn 2024 Foto: Stiftung van de Loo
    Asger Jorn, Papiernase, 1956 Stiftung van de Loo © VG Bild-Kunst, Bonn 2024 Foto: Stiftung van de Loo
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