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André Thomkins

"André Thomkins. Eternal Network"

André Thomkins

André Thomkins (*1930 in Luzern, †1985 in Berlin) war einer der innovativsten und vielseitigsten Künstler der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts. Insbesondere in den 1960er-Jahren trat er mit kreativen künstlerischen Experimenten hervor, wobei, die Anfänge dieser Praxis bis in die Mitte der 1950er-Jahre zurückreichen. Ende der 1960er-Jahre setzte die öffentliche Rezeption seines Werkes ein, die sich in ersten Einzelausstellungen in Museen seit Beginn der 1970er-Jahre niederschlug. Der Blick auf sein Werk führte dabei von seinen innovativen und spielerisch experimentellen Werken weg und hin zu Thomkins als Zeichner. Seither wurden die eher traditionellen Aspekte seines zeichnerischen Werkes in den Vordergrund gestellt, geschätzt und wahrgenommen. Thomkins’ experimentelle künstlerische Praxis stand fortan im Hintergrund.

In den vergangenen Jahren erfolgte im Kontext neuer künstlerischer Strategien, insbesondere durch seine Werkgruppe der Lackskins, eine Wiederentdeckung des zweifachen documenta- Teilnehmers (5/1972 und 6/1977).

Alltägliche Materialien wie Gummi, Illustriertenfotos und -papier, Lebensmittel und Fundstücke prägen sein Werk ebenso wie tradierte künstlerische Mittel und Techniken. Aus Experimenten mit diesen unterschiedlichen Materialien entstanden seine humorvoll-fantastischen Werke von gedanklicher Tiefe und spielerisch-assoziativer Qualität – thematisch verschlungen und überraschend.

Das Kunstmuseum Liechtenstein arbeitet seit 2002 den umfassenden Nachlass des Künstlers systematisch auf. Das mit etwa 6700 Werken ausserordentlich umfangreiche Konvolut beinhaltet Arbeiten aus allen Schaffens- und Lebensphasen und erlaubt einen tiefen Einblick in die Arbeitsweise von Thomkins. Diese umfassende Retrospektive stellt sein Werk neu vor.

André Thomkins. Eternal Network zeigt die grosse Bedeutung des Experimentators Thomkins und setzt seine technischen und formalen Neuentwicklungen in ein gleichwertiges Verhältnis zu dem ungleich bekannteren zeichnerischen Werk. Hierzu gehören nicht nur die bildkünstlerischen Werkgruppen, sondern gleichermassen die wortkünstlerischen Arbeiten und seine musikalischen Versuche. Auch werden erstmals zwei wichtige Werke, die in und für Aktionen entstanden sind, zusammengeführt. Darüber hinaus präsentiert die Ausstellung zahlreiche Arbeiten aus dem Nachlass, die bislang kaum oder noch nie zu sehen waren. Erstmals wird es so mit dieser Ausstellung möglich, das Werk von André Thomkins in seiner ganzen Breite und Vielfalt zu erfahren.

Die reich bebilderte Publikation bietet zudem neue Anregungen für die künftige Rezeption des Künstlers. Die Rolle der Beschäftigung mit den Ideen Marcel Duchamps, die Bedeutung, die Thomkins für den Begriff und die Entwicklung des „Labyr“ hat, sowie die Verschränkung von bild- und wortkünstlerischen Verfahren werden hier erstmals ausführlich in den Textbeiträgen diskutiert.

Die Ausstellung ist eine Produktion des Kunstmuseum Liechtenstein, kuratiert von Dagmar Streckel und Friedemann Malsch. Die Werkschau wird anschliessend in der Kunsthalle Düsseldorf und im Bruseum – Neue Galerie Graz zu sehen.

Katalog zur Ausstellung
André Thomkins. Eternal Network Zur Ausstellung erscheint im Kerber Verlag ein Katalog mit Beiträgen von W. Dörstel, E. Gomringer, G. Jansen, S. Kunz, F. Malsch, B. Räderscheidt, D. Streckel sowie mit einem Gespräch zwischen F. Malsch und H. Molderings. 408 Seiten, mit Farbabbildungen aller ausgestellten Werke.

Begleitprogramm
Kunst 60 plus Kunst 60 plus ist ein Angebot für Menschen ab 60 Jahren, die Lust und Muse haben, die aktuellen Ausstellungen und Sammlungspräsentationen im Kunstmuseum kennenzulernen: gemeinsam über Kunst sprechen, Fragen stellen, Antworten suchen, sich austauschen, Wissenswertes erfahren, mit Unbekanntem vertraut werden und Neuland betreten.

Dienstag, 4. Juni 2013, 14–16 Uhr
Dienstag, 3. September 2013, 14–16 Uhr mit Barbara Redmann Ohne Anmeldung. Kosten: Museumseintritt, (CHF 8.– oder Jahreskarte CHF 40.–)

Donnerstag, 6. Juni 2013, 20 Uhr
Filmclub im Kunstmuseum Shadows von John Cassavetes, USA, 1959, 87’, E/d Lelia lebt mit ihren Brüdern Hugh und Ben in einer kleinen Wohnung in New York, Nähe Times Square. Die drei stammen aus einer Mischlingsfamilie: die 20-jährige Lelia und Ben sind weisshäutig, Hugh ist schwarz. Ben träumt von einer Zukunft als Jazztrompeter, Hugh davon, ein grosser Sänger zu werden; einstweilen müssen sie sich jedoch mit schäbigen Engagements abfinden. Eines Tages lernt Lelia bei einer Vernissage Tony kennen. Die beiden verlieben sich ineinander, doch Tony ahnt nichts von ihrer Herkunft. Dann begegnet er Lelias Bruder Hugh. Technisch wie inhaltlich stellte die Produktion eine Revolution der damaligen Filmbranche dar. Schatten leistete sowohl für die Entstehung des Independent- oder Experimentalfilms als auch für die Entwicklung des Blaxploitation-Kinos einen entscheidenden Beitrag. Noch nie zuvor hatte sich ein (weisser) Regisseur derart offen mit den Problemen und dem Alltag der schwarzen Bevölkerung in der modernen amerikanischen Gesellschaft beschäftigt.






  • 24.05.2013 - 15.09.2013
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    Kunstmuseum Liechtenstein »

    Öffentliche Führungen
    Donnerstag, 13. Juni 2013, 18 Uhr
    Donnerstag, 22. August 2013, 18 Uhr
    Donnerstag, 12. September 2013, 18 Uhr
    Take Away Kurzführungen
    Donnerstag, 27. Juni 2013, 12.30 Uhr
    Donnerstag, 29. August 2013, 12.30 Uhr



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  • André Thomkins, Knopfei, 1958/77 © 2013, ProLitteris, Zürich
    André Thomkins, Knopfei, 1958/77 © 2013, ProLitteris, Zürich
    Kunstmuseum Liechtenstein
  • André Thomkins, DOGMA I AM GOD, 1971© 2013, ProLitteris, Zürich
    André Thomkins, DOGMA I AM GOD, 1971© 2013, ProLitteris, Zürich
    Kunstmuseum Liechtenstein
  • André Thomkins, Haus für Bewohner, 1965© 2013, ProLitteris, Zürich
    André Thomkins, Haus für Bewohner, 1965© 2013, ProLitteris, Zürich
    Kunstmuseum Liechtenstein
  • Portrait André Thomkins © 2013, ProLitteris, Zürich
    Portrait André Thomkins © 2013, ProLitteris, Zürich
    Kunstmuseum Liechtenstein
Bilderaktuell von den Ausstellungen
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