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Dauerleihgaben

Dauerleihgaben aus der Sammlung Thyssen-Bornemisza - Meisterwerke der Europäischen Klassischen Moderne

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    Dauerleihgaben aus der Sammlung Thyssen-Bornemisza - Meisterwerke der Europäischen Klassischen Moderne
    27.06.2007 - 25.03.2008
    LEOPOLD MUSEUM »
Dauerleihgaben

Das Leopold Museum zeigt ab 27. Juni 2007 eine Auswahl wichtiger Dauerleihgaben aus der Sammlung Thyssen-Bornemisza (Thyssen-Bornemisza Collections). Die Meisterwerke werden dem Museum von Francesca von Habsburg für 4 Jahre zur Verfügung gestellt. Die aktuelle Präsentation erfolgt im dritten. Obergeschoss des Leopold Museums. Prof. Dr. Rudolf Leopold wählte die Werke persönlich aus. Gezeigt werden 16 Meisterwerke der Klassischen Moderne, vom Expressionismus über Kubisten bis zu russischen Konstruktivisten. Unter anderem sind Gemälde der deutschen Expressionisten August Macke, Karl Schmidt-Rottluff, Emil Nolde sowie des Norwegers Edvard Munch oder Arbeiten der Konstruktivisten Ksenia Ender, Gustav Klucis, Frantisek Kupka und Alexander Rodchenko zu sehen. Die Ausstellung beinhaltet zudem Werke kubistischer Strömungen, z.B. von Fernand Léger, André Masson und Gino Severini. Lucian Freuds beeindruckendes Porträt des Baron Heinrich Thyssen-Bornemisza aus dem Jahr 1985 wird dagegen nur bis zum Ende des Sommers gezeigt und danach durch Alexej von Jawlenskys Hauptwerk „Kind mit Puppe“ von 1910 ersetzt. Die Gemälde der Sammlung Thyssen werden in einem eigenen Raum, eingebettet in die ständige Sammlung des Leopold Museums zu sehen sein. Prof. Rudolf Leopold und Dr. Michael Fuhr betonen durch die Präsentation die Bedeutung des internationalen Kontextes für die Sammlung Leopold. Die hochkarätigen Leihgaben werden in unmittelbarer Nähe von wichtigen Werken der österreichischen Kunst des ersten Drittels des 20. Jahrhunderts (Klimt, Schiele, Kokoschka) an äußerst prominenter Stelle präsentiert. Bereits im Jahr 2006 hatte das Leopold Museum dank der Zusammenarbeit mit Francesca von Habsburg eine große, äußerst erfolgreiche Ausstellung zur Kunst des Deutschen Expressionismus mit Werken der Sammlung Thyssen-Bornemisza gezeigt. Die Sammlung Thyssen-Bornemisza „Ich kaufe Gemälde aus Liebe und Leidenschaft, Interesse und Begeisterung“ Baron Hans Heinrich Thyssen – Bornemisza (1921 – 2002) 1947 hatte Baron Hans Heinrich Thyssen-Bornemisza von seinem Vater den wichtigsten Teil einer Kunstsammlung geerbt, die ausschließlich alte Meister umfasste. Baron Hans Heinrich setzte diese Tradition zunächst fort. Erst zu Beginn der 60er Jahre erwarb er sein erstes modernes Werk, das Aquarell „Junges Paar“ von Emil Nolde. Im Laufe von vier Jahrzehnten trug er so eine der bedeutendsten Privatsammlungen der Klassischen Moderne zusammen, deren größter Teil 1992 im Museo Thyssen-Bornemisza in Madrid eine dauerhafte Bleibe fand. Die verbleibende Kunstsammlung wurde noch zu Lebzeiten des Barons Thyssen als Stiftungen der Familie übertragen; dank der Unterstützung seiner Tochter, Francesca von Habsburg, kann nun eine Auswahl von Werken der internationalen klassischen Moderne als Dauerleihgaben im Leopold Museum gezeigt werden. Expressionismus Edvard Munch formulierte um 1890 als erster Urängste und Konflikte in einer reduzierten, ausdrucksstarken Bildsprache. Weitere Vorbilder der deutschen Expressionisten waren neben van Gogh, Cézanne und Gauguin vor allem die französischen „Fauves“ – wie z. B. Maurice de Vlaminck – mit ihrer intensiven Farbpalette. Am 7. Juni 1905 gründen die vier Architekturstudenten Ernst Ludwig Kirchner, Karl Schmidt-Rottluff, Fritz Bleyl und Erich Heckel in Dresden die Künstlervereinigung „Die Brücke“. Ihr Ziel ist es, sich vom Akademiestil und von gesellschaftlichen Zwängen zu lösen, um so Schaffensfreiheit zu erlangen. Kirchner ist die zentrale Figur. 1906 treten Max Pechstein und Emil Nolde der Gruppe bei, 1910 folgt Otto Mueller. Die Brückekünstler streben nach einem reinen Ausdruck von Form und Farbe. Der Akt in freier Natur und die Landschaft werden zu Hauptthemen. Mit der Übersiedlung nach Berlin 1911 ändern sich Thematik und Formensprache, die einzelnen Künstlerpersönlichkeiten entwickeln sich unterschiedlich. 1913 löst sich die Gruppe auf. Die Münchner Künstlergruppe „Der Blaue Reiter“ – darunter neben Wassilij Kandinsky u. a. Alexej von Jawlensky und Franc Marc – wurde ab 1911 zum Wegbereiter für die Kunst des 20. Jahrhunderts: Form und Farbe drücken Empfindung aus, und nicht länger Wirklichkeit. Internationale Klassische Moderne Wichtige Impulse der internationalen Avantgarde kamen zu Beginn des 20. Jahrhunderts aus Frankreich, wo u.a. Pablo Picasso und Georges Braque den Kubismus entwickelten, und aus Russland, wo sich mit der Kunstrichtung des Konstruktivismus die Abstraktion endgültig durchsetzte. Fernand Léger, André Masson und Gino Severini stehen in der Tradition des synthetischen Kubismus. Sie bauen die Gegenstände im Bild nach ihrer „analytischen“ Zerlegung in verschiedene Sichtweisen aus wenigen Farben, klaren Flächen und deutlichen Umrisslinien facettenartig auf. Der Gegenstand kann gleichzeitig aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet und dargestellt werden. Parallelen in der österreichischen Kunst finden sich etwa bei Alfred Wickenburg. Der Begriff Konstruktivismus bezeichnet eine Stilrichtung, in der die Bilder aus einfachen geometrischen Formen mittels mathematischer Regeln zusammengesetzt werden. Als erster Konstruktivist gilt Kasimir Malewitsch, der 1913 mit seinem „Schwarzen Quadrat“ den „programmatischen Nullpunkt“ der Kunst suchte. Die Konstruktivisten sahen sich als „Bildner“ und lehnten jedes naturalistische „Nachbilden“ entschieden ab. Trotzdem konnten, wie bei Xenia Ender, auch organische Formen als Orientierung dienen. Enge künstlerische Beziehungen bestanden zwischen den Konstruktivisten, dem Bauhaus, der Gruppe „De Stijl“ und den Wiener Kinetisten der 1920er und 1930er Jahre.


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