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Himmlisch- Her

Himmlisch- Herrlich- Höfisch

Himmlisch- Her

Peter Paul Rubens, Johann Wilhelm von der Pfalz und Anna Maria Luisa de' Medici

20. September 2008 - 11. Januar 2009

Aus Anlass des 350. Geburtstag des Kurfürsten Johann Wilhelm von der Pfalz (1658-1716), den die Düsseldorfer liebevoll „Jan Wellem" nennen, feiert die Landeshauptstadt NRW das „Jan Wellem Jahr".

Die Hauptausstellung des Jubiläums wird vom museum kunst palast ausgerichtet. Die Kunstschau umfasst etwa 150 Exponate aus internationalen Sammlungen, darunter prachtvolle Gemälde, Graphiken, Skulpturen und Präziosen aus dem Getty Museum, Los Angeles, aus der Alten Pinakothek München oder der Hamburger Kunsthalle. Mehr als ein Dutzend Werke aus den Uffizien, der Galleria Palatina und dem Museo degli Argenti des Palazzo Pitti, die aus der Sammlung des kurfürstlichen Paares stammen, werden erstmals in Düsseldorf gezeigt. Darunter sind Selbstbildnisse der Düsseldorfer Hofmaler und Werke der niederländischen Feinmalerei von Jan Frans van Douven, Adriaen van der Werff oder der Stilllebenmalerin Rachel Ruysch, aber auch weitgehend unbekannte Bildnisse und Kostümbilder des fürstlichen Paares.

 Der Kurfürst Johann Wilhelm

Abgerundet wird die Ausstellung durch eine Präsentation von Skulpturen aus Marmor und Bronze sowie von kunsthandwerklichen Schmuckstücken aus der Sammlung Jan Wellems und Anna Maria Luisa de' Medici.

„Der Lieblingsmaler des Kurfürsten, Peter Paul Rubens, aber auch Anna Maria Luisa de' Medici, die zweite Frau Jan Wellems, sowie dessen Vater Cosimo III. haben viel dafür getan, dass die Sammelleidenschaft des Kurfürsten geweckt wurde, und er in Düsseldorf eine einzigartige Kunstsammlung nach dem Florentiner Vorbild aufgebaut hat. „Noch vor Dresden oder Wien hat der Kurfürst aus der Dynastie der Wittelsbacher eine damals einzigartige Sammlung von Meisterwerken des Barock und der italienischen Renaissance hier in Düsseldorf zusammengeführt", so Dr. Bettina Baumgärtel Leiterin der Gemäldegalerie museum kunst palast und Kuratorin der Ausstellung.

Peter Paul Rubens „Himmelfahrt Mariae

Ausgangspunkt für die vom museum kunst palast anlässlich des Jubiläums präsentierte Ausstellung bilden die Kunstwerke der kurfürstlichen Sammlung, die sich noch im eigenen Bestand in Düsseldorf erhalten haben. Dazu zählen Werke von Peter Paul Rubens sowie von Johann Friedrich Ardin, Antonio Bellucci, Ambrosius Benson, Jan Frans van Douven, Gabriel Grupello, Gian Antonio Pelligrini, Paulus Pontius, Rachel Ruysch, Adriaen van Utrecht oder Antonio Zanetti.

Für Düsseldorf war es seinerzeit ein großer Verlust, als aufgrund der Evakuierung vor französischen Kanonenkugeln sowie im Zuge der Erbfolge 1806 der Großteil von Jan Wellems epochaler Galerie mit rund 760 Gemälden in Münchens Alter Pinakothek Einzug hielt. Doch auch in Düsseldorf sind einige wichtige Kunstwerke verblieben.

 Anna Maria Luisa de’ Medici,

In das Zentrum der Düsseldorfer Jubiläumsschau stellt die Kuratorin Dr. Bettina Baumgärtel das wissenschaftlich neu untersuchte, monumentale Gemälde von Peter Paul Rubens „Die Himmelfahrt Mariae" (Dauerleihgabe der Kunstakademie). Das großformatige Bild wurde im Jahre 1712 von Brüssel auf dem Rhein nach Düsseldorf gebracht und stellt heute die bedeutendste Hinterlassenschaft der legendären Gemäldegalerie in Düsseldorf dar.

„Das Bild hat eine aufregende Geschichte - wie ein Krimi. Es hat Feuer, Bombardements und Über­malungen durch Akademiekünstler überlebt und wäre in den Kriegswirren fast untergegangen."

(Dr. Bettina Baumgärtel).

Das dramatische Schicksal dieser Holztafel, seine Varianten, Kopien und Nachfolgewerke sowie seine bildliche und literarische Rezeption werden in der Ausstellung „Himmlisch - Herrlich - Höfisch" erstmals genauer vorgestellt. Ausgewählte Leihgaben aus internationalen Sammlungen, die im engen Bezug zum Werk stehen, veranschaulichen die Entstehungsgeschichte des Gemäldes und tragen zum Verständnis von Rubens' Bilderwelt im Licht der Katholischen Reform und dem damit verbundenen politischen Kalkül des Kurfürsten bei.

Ein besonderes Erlebnis erwartet die Besucher in der Ausstellung: Die „Himmelfahrt Mariae" wird virtuell wieder in ihren, jüngst von Dr. Baumgärtel wiederentdeckten originalen Prunkrahmen an ihren Ursprungsort zurückversetzt. Eine filmische 3D-Rekonstruktion ermöglicht es, dass sich auch der Besucher in den Kirchenraum in Brüssel versetzt fühlt.

Es ist ein großer Traum der Ausstellungskuratorin und Leiterin der Gemäldegalerie des museum kunst palast, den Brüsseler Originalrahmen oder eine Rekonstruktion, zu dem ein halbrundes, einen thronenden Gottvater zeigendes Marmorrelief gehört, mit dem Originalgemälde wieder zusammen­zuführen. Vorerst ist dies nur auf dem Wege der virtuellen Präsentation möglich.

Generaldirektor: Beat Wismer

Kuratorin: Dr. Bettina Baumgärtel, Leiterin Gemäldegalerie museum kunst palast

Ausstellungsumfang:

Ca. 150 Werke: Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen, Kupferstiche, Seltene Autographien, Kunsthandwerk und Preziosen

Leihgeber

- Uffizien in Florenz

- Szépmüvészeti Múzeum, Budapest

- Musée des Beaux-Arts de Caen

- Galleria Palatina e Appertamenti Reali, Florenz,

- Museo degli Arcenti, Palazzo Pitti, Florenz


Ausstellung






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