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Johann Wolfgan

Johann Wolfgang Baumgartner – Zum 307. Geburtstag

Johann Wolfgan

Johann Wolfgang Baumgartner (1702-1761) gehörte bereits zu Lebzeiten zu den anerkanntesten Künstlern Augsburgs. Ausgebildet als Hinterglasmaler zeichnete er in den ersten Jahren nach seiner Niederlassung in Augsburg 1733 vor allem Vorlagen für Druckgraphiken. Erst mit seiner Aufnahme in die Malerzunft im Jahr 1746 war es ihm gestattet Ölbilder und Fresken zu malen. Die frühesten nachweisbaren Ölbilder sind als Vorlagen für die Kupferstiche des 1753-55 gedruckten Erbauungsbuches von Joseph Giulini entstanden.

Amerika ÖL/Lwd, 25 x 38 cm Provenienz: Sammlung Hofrat Sigmund Röhrer, Unterschondorf–Stiftung 1924, Augsburg, Städtische Kunstsammlungen, Inv.-Nr. 6161 Foto: Lipa

Dass nun Ölskizzen und nicht mehr Zeichnungen als Entwürfe für Druckgraphiken dienten, zählt zu den augenfälligsten Entwicklungen innerhalb des Œuvres von Johann Wolfgang Baumgartner. Aber wie kam es dazu und welche Gründe spielten dafür die entscheidende Rolle? Das sind die bisher ungeklärten Fragen, die den Ausgangspunkt der Ausstellung bilden. Eine exemplarische Auswahl dieser Ölskizzen - sie gehören zum Besten, was das Augsburger Rokoko je hervorgebracht hat - veranschaulicht dieses außergewöhnliche Phänomen. Zwar gibt es neben Baumgartner noch andere Künstler, die ebenfalls Ölskizzen als Entwürfe für Druckgraphiken schufen, doch keiner hat eine so große Zahl so grandioser Vorlagen gemalt. Allein für das vierbändige Erbauungsbuch von Joseph Giulini schuf Baumgartner 278 Ölskizzen, von denen heute noch rund 50 bekannt sind. Einige davon können in der Ausstellung gezeigt werden.

Allegorie auf die Musik

Außerdem entstanden verschiedene Folgen mit Themen aus dem Alten Testament, einzelne Darstellungen mit Heiligen sowie einige allegorische Szenen.

Obwohl die Ölskizzen Baumgartners zu den Meisterleistungen des süddeutschen Rokokos zählen, wurden sie noch nie in einer Museumsausstellung gezeigt. Umso erfreulicher ist es, dass nun erstmals dieser Höhepunkt der europäischen Skizzenkunst einem breiten Publikum vorgestellt werden kann.

Ansicht von Venedig mit Schiffen

Warum nun diese Ausstellung im Salzburger Barockmuseum? Das Salzburger Barockmuseum besitzt drei hochkarätige Ölskizzen von Baumgartner. Und nicht zuletzt hat der spätere Augsburger Künstler in Salzburg das Malen von Hinterglasbildern gelernt.

Dementsprechend wird die Auswahl von rund 30 Ölskizzen durch mehrere Hinterglasgemälde ergänzt, die den ungewöhnlichen Beginn und zugleich ersten Höhepunkt von Baumgartners Karriere als einer der bedeutendsten süddeutschen Künstler des 18. Jahrhunderts veranschaulichen.

Öffnungszeiten: Mittwoch - Sonntag: 10 - 17 Uhr
Ostern, Juli, August, Weihnachten: Dienstag - Sonntag: 10 - 17 Uhr


Ausstellung






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  • Johann Wolfgang Baumgartner – Zum 307. Geburtstag
    Salzburger Barockmuseum
  • Maria Immaculata
ÖL/Lwd, 37,6 x 26,4 cm
München, Bayerisches Nationalmuseum, Inv.-Nr. 14/106
    Maria Immaculata ÖL/Lwd, 37,6 x 26,4 cm München, Bayerisches Nationalmuseum, Inv.-Nr. 14/106
    Salzburger Barockmuseum
  • Allegorie auf die Musik
ÖL/Lwd, 27 x 36,6 cm
München, Kunsthandel (Galerie Arnoldi Livie)
    Allegorie auf die Musik ÖL/Lwd, 27 x 36,6 cm München, Kunsthandel (Galerie Arnoldi Livie)
    Salzburger Barockmuseum
  • Hl. Alexius Zeichnung Augsburg, Städtische Kunstsammlungen
Foto: Lipa
    Hl. Alexius Zeichnung Augsburg, Städtische Kunstsammlungen Foto: Lipa
    Salzburger Barockmuseum
  • Ansicht von Venedig mit Schiffen
Hinterglasbild
Privatbesitz
    Ansicht von Venedig mit Schiffen Hinterglasbild Privatbesitz
    Salzburger Barockmuseum