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ALEXANDER MAGEDLER - NIGER: LE TEMPS ÉLASTIQUE

Fotografie

„Die Europäer haben die Uhr, die Afrikaner die Zeit.“
Unterschiedlicher können die Einstellungen der beiden Kontinente zu der Zeit nicht sein. Während sich der Mensch in Europa einer beschleunigten Welt lebt und sich der objektiven Zeit unterstellt, sieht der Afrikaner die Zeit als eine lockere, elastische und subjektive Angelegenheit. Die Grundeinstellung der Afrikaner zur Zeitkultur manifestiert sich durch ihre Langsamkeit, Entspanntheit und eben Dehnbarkeit.

Eine fix geplante Veranstaltung ist nicht fixiert, solange sich nicht genügend Menschen zusammen finden, die an der Veranstaltung teilnehmen. Der Bus fährt nicht ab, solange nicht genügend Menschen mitfahren, selbst wenn es mehrere Stunden oder Tage dauert, bis sich der Bus füllt.

Niger: ein Teil dieser elastischen Welt. Eine ehemalige französische Kolonie in Westafrika. Ein Leben in der elastischen Zeit.

Alexander Magedler ist während seines Aufenthaltes in Niger in das Leben der normalen Bevölkerung eingetaucht und hat ihren Alltag fotografisch festgehalten. Seine Serie „Niger: le temps élastique“ zeigt Auszüge aus dem Alltag der Menschen.

In Magedlers Dokumentationen lässt er die Schattenseiten des Lebens im Niger raus, die gekennzeichnet sind von politischen Umbrüchen, Gewalt, Hungersnöten, sowie Verschmutzung und Ausbeutung durch internationale Konzerne. Magedlers Fotografien sind keine mediengerecht inszenierten Bilder, die politische Inhalte transportieren. Statt dessen zeigt er das einfache und entschleunigte Leben mit seinen Kunstfotografien. Dabei spiegelt der ästhetische Charakter seiner Fotografien die Ruhe und die Langsamkeit im Leben der Menschen in Niger wider. Er widmet sich Menschen, die sich mit ihrer Situation abgefunden haben und versuchen ein normales, glückliches Leben zu führen. Und er zeigt die schönen Wüstenlandschaften, die eine besondere Ruhe ausstrahlen; eine Ruhe und Langsamkeit, die sich die Bevölkerung Nigers eigen gemacht hat.

Alexander Magedler, geb. 1970 in Oberpullendorf.

Lebt und arbeitet in Wien.
Seine Serie „Niger: le temps élastique“ ist im Zuge seines Aufenthaltes 2004 entstanden.






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