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Römische Bäder: Ausstellung Unglaublich ist sein Genie fürs Zeichnen

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Als Hommage zum 150. Todestag Friedrich Wilhelms IV. zeigt die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) vom 7. Mai bis 31. Juli 2011 in der Ausstellung "Unglaublich ist sein Genie fürs Zeichnen" zahlreiche Skizzen und Zeichnungen aus der Hand des preußischen Königs (1795-1861). Kurator der Ausstellung in den Römischen Bädern im Park Sanssouci ist Dr. Jörg Meiner.

Bereits als Kronprinz war Friedrich Wilhelm ein produktiver, geistreicher und reflektierender Zeichner, der seinen Architekten mit einer Fülle von Darstellungen seine innovativen Bauideen vermittelte. Sein richtungweisender Einfluss auf die Architektur seiner Zeit in Preußen ist oft gewürdigt worden.

Das Zeichnen bedeutete Friedrich Wilhelm IV. aber noch mehr: In seinen Skizzen und Zeichnungen fand er Gelegenheit, seine Erfahrungen und Gedanken zu verarbeiten, auf Gesehenes, Erlebtes, Gelesenes oder Besprochenes zu reagieren. Seine Werke verbildlichen, wie sensibel und empfindlich getroffen Friedrich Wilhelm IV. seiner Zeit gegenüberstand, die für ihn und sein Weltbild nicht immer günstige Umstände bereithielt. So illustriert die Ausstellung, wie Friedrich Wilhelm IV. als Privatperson und Amtsträger mit dem Bleistift oder der Tuschefeder auf die ihn umgebende Wirklichkeit reagierte.

Die Graphische Sammlung der SPSG besitzt den fast vollständig erhalten gebliebenen zeichnerischen Nachlass Friedrich Wilhelms IV. und hat Teile dieses Bestands bereits in mehreren Ausstellungen präsentiert. Die aktuelle Schau stellt die figürlichen und ornamentalen Entwürfe sowie landschaftliche Zeichnungen des Königs in den Mittelpunkt. Das weit reichende Spektrum seiner Werke wird den Besuchern gruppiert in fünf Kapiteln präsentiert: Seine "Hoffnungen & Sehnsüchte", "Ängste & Bedrohungen" und seine Bindung an "Glaube & Liebe" lassen sich aus seinen Zeichnungen ablesen. Deutlich erkennbar werden die "Pflichten & Visionen", die aus seinem Selbstverständnis als Thronfolger und König resultierten. Das Kapitel "Seine Majestät, Dicky & Butt" ist dem Selbstbild des Königs und verschiedenen Porträts gewidmet, die professionelle Künstler anfertigten. Neben Porträts des Königs und Ansichten von privaten Wohn- und Arbeitsräumen wird ein seit 1940 nie gezeigter Tisch aus dem Besitz der Schwester des Königs, Charlotte von Preußen, enthüllt, dessen runde Holzplatte der Kronprinz vollständig mit Zeichnungen bedeckt hatte.

Der gesamte von der SPSG bewahrte Sammlungsbestand, der mehrere Tausend Blätter umfasst, wird in den kommenden Jahren für einen wissenschaftlichen Bestandskatalog erschlossen werden. Als erster Bestandskatalog der SPSG erscheint dieser online. Die Ausstellung vermittelt einen Vorgeschmack auf diesen Katalog und gibt einen Einblick in die laufende wissenschaftliche Arbeit: An einem Computerarbeitsplatz können die Besucher der Ausstellung in der Testversion des Kataloges recherchieren und sich Blätter und Texteinträge anzeigen lassen.

Zur Ausstellung erscheint ein reich bebilderter Begleitband:

"Unglaublich ist sein Genie fürs Zeichnen"
Friedrich Wilhelm IV. von Preußen (1795-1861) zum 150. Todestag herausgegeben im Auftrag der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg von Jörg Meiner Potsdam 2011
139 Seiten, 118 überwiegend farbige Abbildungen
19,90 Euro
ISBN: 3-91006824-3

erhältlich im Buchhandel, in unseren Museumsshops und unter www.museumsshop-im-schloss.de








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  • Selbstkarikatur als dicker Mann mit Zylinder  und Grundrissentwürfe für den Umbau der Kirchen am Gensdarmenmarkt in Berlin Friedrich Wilhelm IV., um 1840/1850, Bleistift © SPSG
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    Stiftung Preußische Schlösser und Gärten
  • Zeichnung  Friedrich Wilhelm IV. © SPSG
    Zeichnung Friedrich Wilhelm IV. © SPSG
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