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Sonderausstellung Peter Otto Hilsenbek – Fundstücke bis 13.Juni 2010 im Alamannenmuseum Ellwangen

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    Sonderausstellung Peter Otto Hilsenbek – Fundstücke bis 13.Juni 2010 im Alamannenmuseum Ellwangen
    01.04.2010 - 13.06.2010
Sonderausstell

ELLWANGEN (pm) – Bis 13. Juni zeigt das Ellwanger Alamannenmuseum Skulpturen und Objekte des Kornwestheimer Objektkünstlers Peter Otto Hilsenbek. Der aus Ellwangen stammende Künstler beschäftigt sich häufig mit Materialien, die er in der Natur und im Alltag vorfindet. Aus solchen "Fundstücken" schafft er neue Objekte, die durchaus archäologisch inspiriert sind. Die ausgestellten Stücke sind künstlerische "Verfälschungen". Mit einem Augenzwinkern huldigen sie dem Tatbestand, dass manchmal ein kleines ‚'nöchlein' ein gemauertes Geschichtsbild ins Wanken bringen kann.

Zu den bis 13. Juni in Ellwangen ausgestellten

Den roten Faden der Ausstellung bildet gleichsam das Thema "Die Geschichte muss neu geschrieben werden". Ein Anliegen des Künstlers ist es, das "Ländle" im Allgemeinen und die Höhlen der Schwäbischen Alb im Speziellen als Wiege des kunstschaffenden Menschen ins Gedächtnis zu rufen – gerne fügt er eigene "Findungen" der Historie des kunstschaffenden Homo sapiens bei.

Die in letzter Zeit entstandenen Arbeiten mit dem Überbegriff "Fundstücke" sieht Peter Otto Hilsenbek als konsequente Weiterentwicklung der Schaffensphase seiner "Totems". In der Kunstgeschichte werden entfernt verwandt die Begriffe "Spurensicherung", "Jetztzeitarchäologie" – wobei die Bestandteile eher dem täglichen modernen "Plastikleben" entspringen – sowie "Arte povera" (die arme Kunst) verwendet, die sich aus scheinbar "wertlosen" Materialien konstituiert, für jedermann zugänglich aus der näheren Umgebung wie Asche, Erde, Holz, Steine und ähnliches.

In diesen vom Künstler "geschaffenen", "erfunden" archäologischen, archaischen Formen sind sämtliche entstandenen "Schnittpunkte" – aus Gegenstand, Raum und Zeit – nie real. Sie werden immer ein künstliches Objekt bleiben, entstanden aus den Zutaten "Material" (Fundstücke) sowie "äußerliche Einflüsse" (wie tierische und natürliche Zersetzung).

Die somit in Kooperation mit der Natur entstandene Form wird grob bearbeitet, der Verfallsprozess gestoppt. Das aus Bestandteilen der "Jetztzeit" (Bruchholz von Sturm Lothar oder Verwachsungen) entstandene Objekt, das aber teilweise durch den Zeitfaktor schon verändert wurde, wird weiter verändert durch Bestandteile aus der Gegenwart (Kunststoffe) oder der Geschichte, wie zum Beispiel Nägel, die entweder Jahrhunderte alt sind oder künstlich gealtert wurden, oder aber auch zeitlose Steine.

Aus der Grobform der Natur entstehen durch Bearbeiten mit Stahlbürste, Stechbeitel und anderen Hilfsmitteln und durch Hinzufügung diverserer Bestandteile archaische Formen, also "archäologische Mimikry", das heißt weder das Archaische noch das Archäologische ist wirklich echt.

Jedoch werden sie "gefunden", "erfunden", durch Kombination als fantastische Fundstücke aus dem Jetzt in die Vergangenheit versetzt und zu archaischen oder indianischen Formen wie Totems verarbeitet. Die entstandenen Objekte sollen laut Hilsenbek eingefahrenes Denken aufheben, andererseits aber auch die Kritikfähigkeit und Vorsicht beim Betrachten von "Bildern" und "Abbildern" stärken.

Im Obergeschoss des Museum sind bis 13. Juni insgesamt 51 Arbeiten von Peter Otto Hilsenbek ausgestellt. In einem Begleitprogramm am Sonntag, 2.5.2010, unter dem Titel "Erfundenes – Gefundenes" erläutert Peter Otto Hilsenbek um 15 Uhr die ausgestellten Arbeiten selbst.

27.3.-13.6.2010
Sonderausstellung "Peter Otto Hilsenbek - Fundstücke"

Alamannenmuseum Ellwangen
Haller Straße 9
73479 Ellwangen
Telefon +49 7961 969747
Telefax +49 7961 969749
alamannenmuseum@ellwangen.de
www.alamannenmuseum-ellwangen.de

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag: 10-12.30 und 14-17 Uhr
Samstag und Sonntag: 10-17 Uhr
Montag außer feiertags: geschlossen

Eintritt: 3,00 Euro, ermäßigt 2,00 Euro, Familien 7,00 Euro


Ausstellung






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  • Zu den bis 13. Juni in Ellwangen ausgestellten Fundstücken des Objektkünstlers Peter Otto Hilsenbek zählt die 2005 entstandene Arbeit
Arche aus dem Zyklus der mehr oder weniger christlichen Seefahrt (gefaulte Eiche-Fassdauben aus Heubach, gerostete Drähte) (Foto: Museum).
    Zu den bis 13. Juni in Ellwangen ausgestellten Fundstücken des Objektkünstlers Peter Otto Hilsenbek zählt die 2005 entstandene Arbeit Arche aus dem Zyklus der mehr oder weniger christlichen Seefahrt (gefaulte Eiche-Fassdauben aus Heubach, gerostete Drähte) (Foto: Museum).
  • Pflugschar, doppelt bezahnt ist dieses archaische Objekt (Ahorn-Astbruch aus Tieringen, Schnur, Beize, Lack, gerosteter Draht) betitelt, das Peter Otto Hilsenbek 2003/2004 geschaffen hat (Foto:
Museum).
    Pflugschar, doppelt bezahnt ist dieses archaische Objekt (Ahorn-Astbruch aus Tieringen, Schnur, Beize, Lack, gerosteter Draht) betitelt, das Peter Otto Hilsenbek 2003/2004 geschaffen hat (Foto: Museum).
  • Bereits 2000 entstand das archaische Objekt Schwert + Pflugschar von Peter Otto Hilsenbek (Buche-Astbruch von Sturm Lothar, verrostete Nägel
aus der Barockzeit) (Foto: Museum).
    Bereits 2000 entstand das archaische Objekt Schwert + Pflugschar von Peter Otto Hilsenbek (Buche-Astbruch von Sturm Lothar, verrostete Nägel aus der Barockzeit) (Foto: Museum).
  • Eines der derzeit im Alamannenmuseum in Ellwangen gezeigten Buchobjekte von Peter Otto Hilsenbek ist die 2009 entstandene Arbeit Kreuzigung IV, Schwarz-Rot-Gold (Bücher gewässert, gebrannt und gebürstet) (Foto:
Museum).
    Eines der derzeit im Alamannenmuseum in Ellwangen gezeigten Buchobjekte von Peter Otto Hilsenbek ist die 2009 entstandene Arbeit Kreuzigung IV, Schwarz-Rot-Gold (Bücher gewässert, gebrannt und gebürstet) (Foto: Museum).