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Unsere Sonderp

Unsere Sonderpräsentation im Wiener Künstlerhaus vom 11. - 19. März 2006

  • Ausstellung
    11.03.2006 - 19.03.2006
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Unsere Sonderp

Sein größter und aufwendigster Auftrag in den Jahren 1961 und 1962 beschließt seine biblisch-mystische Phase. Er beteiligt sich erfolgreich an einer internationalen Ausschreibung zur Neugestaltung des großen Kreuzigungs-Panoramas im Wallfahrtsort Einsiedeln in der Schweiz. Die Betriebsgesellschaft des 1960 während Restaurationsarbeiten völlig abgebrannten Panoramas wandte sich an das Berner Kunstmuseum, für die Neugestaltung einen fähigen Künstler zu suchen. Auf Vorschlag des Konservators des Kunstmuseums, Prof. Dr. Max Huggler wurden von fünf in Frage kommenden Künstlern aus der Schweiz, Frankreich, England und Italien Probearbeiten geschaffen. "Unter diesen befand sich", wie die Presse schreibt, "eine von allerbester Qualität, nämlich jene des Wiener Malers Prof. Hans Wulz".

In einer schwer vorstellbaren Arbeitsleistung schufen Wulz und sein Kollege Josef Fastl innerhalb eines einzigen Jahres ein monumentales Ölrundgemälde im Ausmaß von 100 Metern Umfang und 10 Metern Höhe. Während Hans Wulz über 500, meist lebensgroßen Figuren geschaffen hat, befasste sich Josef Fastl überwiegend mit dem landschaftlich-architektonischen Teil des Riesengemäldes. Im Frühjahr 1962 war das Werk pünktlich zur 600-Jahr-Feier des Wallfahrtsortes Einsiedeln fertig gestellt und wurde der Öffentlichkeit vorgestellt. "Den beiden Malern Hans Wulz und Josef Fastl ist diese Arbeit vollauf geglückt: Ein bestmögliches, kaum je erwartetes Ergebnis", schreibt die Presse.


Hans Wulz als figuraler Maler

Wie kann man also Hans Wulz zusammenfassend als Maler charakterisieren? Er ist ein Mann, der in seiner Malerei einen eigenen Weg gegangen ist. Er hatte versucht, die bleibenden Werte des Impressionismus und des Expressionismus in seiner Malerei zu nutzen. Er hat gesagt: "Mich interessieren die Moden nicht, mich interessieren Strömungen nicht. Ich will einer Kunst dienen und das, was mich betrifft, darstellen". "Ich lasse mich treiben von meiner Empfindung, und ich habe die Farbe, mit der ich mich ausdrücke". Dies war sein künstlerisches Credo.

Seine figuralen Kompositionen waren nie Gegenstand der Auftragsmalerei. Zum Broterwerb dienten ihm vor allem große öffentliche Aufträge. Neben der bereits oben erwähnten großen Arbeit im Kreuzigungspanorama in der Schweiz, in dem er 1961-62 ein monumentales, 1000 qm großes Öl-Rundgemälde schuf, fertigte er nach eigenen Entwürfen zahlreiche Wandbilder, Sgraffiti und Mosaiken an öffentlichen Gebäuden, Wohnhäusern und Schulen an.

Besonders hervorzuheben sind die Fresken in der Artilleriehalle des Heeresgeschichtlichen Museum der Stadt Wien und die beiden Altarfresken in der Judas-Thaddäus-Kirche in Wien-Döbling und in der Kriegergedenk-Kirche in Mold in Niederösterreich.

Als begehrter Portraitmaler hat Hans Wulz außerdem eine ganze Galerie prominenter Persönlichkeiten aus der Politik, aus der Wirtschaft und aus der Kunst verewigt. Er galt bis zu seinem Tode als einer der großen Könner des Portraitbildes seiner Zeit.

Leute, die mit Hans Wulz zu tun hatten, erinnern sich gerne an ihn. Hans Wulz war ein Mensch, mit dem es ein Vergnügen war, zusammen zu sein, der von einer tiefen Menschlichkeit durchdrungen war. Gerade diese Eigenschaft zeigt sich in seinem gesamten Werk. Hans Wulz war ein rastloser, geradezu besessener Künstler. In fast jedem Moment seines Lebens widmete er sich seiner Kunst. Selbst in besonderen Situationen, während Besuchen, bei gesellschaftlichen Anlässen und auch selbst während der Mahlzeiten hatte er stets einen Bleistift zur Hand und hielt das momentane Geschehen auf einem Stück Papier fest.

Seine sehr bescheidene und nie nach Publizität strebende Wesensart ist vielleicht der Grund dafür, dass vor allem seine figurale Malerei zu seinen Lebzeiten wohl unterbewertet war.

Würde man versuchen, das vielfältige Gesamtwerk von Hans Wulz mit einem einzigen Wort zu charakterisieren, so wäre der Begriff "Menschenmaler" wohl der treffendste (Zitat aus: "Barbara Konzert- Valentini, Diplomarbeit "Hans Wulz", Universität Innsbruck, 1992").

Heute befinden sich eine stattliche Zahl seiner figuralen Gemälde und Portraits in österreichischen Museen, wie im Österreichischen Bundesministerium für Unterricht, im Kulturamt der Stadt Wien, im Historischen Museum der Stadt Wien, im Heeresgeschichtlichen Museum der Stadt Wien, im Museum für Angewandte Kunst, Wien, in der Niederösterreichischen Landesregierung, Niederösterreichischen Landesmuseum, St. Pölten, im Salzburger Museum Carolino Augusteum, Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, Marktgemeinde Perchtoldsdorf. Eine große süddeutsche Tageszeitung anerkennt: "Er hat sich seinen Platz in der vorderen Reihe der Kunstschaffenden Österreichs mühsam erkämpft und behauptet. Er gehört zweifellos zu den wichtigsten Künstlern seines Heimatlandes nach 1945".


Der Katalog "Hans Wulz - Menschen und Landschaften", erschienen anlässlich der Ausstellung im Salzburger Museum Carolino Augusteum, kann bei uns erworben werden. Weitere Informationen finden sich im Internet unter: [url]http://www.wulz-art.net

[/url]
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