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Saalbau von Sc

Saalbau von Schloss Harburg im Bestand gefährdet

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Ortskurator der Deutschen Stiftung Denkmalschutz überbringt Fördervertrag in Harburg

Einen Fördervertrag über 50.000 Euro für die Restaurierung des zukünftig öffentlich genutzten Saalbaus von Schloss Harburg im Landkreis Donau-Ries überbringt Dr. Bernt von Hagen, Ortskurator Augsburg der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), am Montag, den 19. Juli 2010 um 11.00 Uhr im Beisein von Beatrix Numberger von Lotto Bayern vor Ort an Moritz Fürst zu Oettingen-Wallerstein. Gegenstand des Fördervertrages ist insbesondere die Reparatur der eichenen Deckenbalkenköpfe im ersten und zweiten Obergeschoss. Die Arbeiten am Saalbau werden auch aus dem Entschädigungsfonds des Landes gefördert.

Die eindrucksvolle orts- und landschaftsprägende Anlage von Schloss Harburg besitzt eine vielhundertjährige Geschichte. Die differenzierte Burganlage mit mächtiger Wehrmauer, Türmen, Palas und zahlreichen Wirtschaftsgebäuden, ruht auf einem Felsen hoch über der Stadt gleichen Namens. Von dort aus ließ sich der Eingang zum Ries überwachen. Der Sitz war in geschichtlicher wie künstlerischer Hinsicht ein zentraler Orientierungspunkt für ganz Nordschwaben. Schloss Harburg, das zu den ältesten und besterhaltenen Baukomplexen dieser Art in Deutschland gehört, befand sich 1150 im Besitz der Staufer, wurde aber 1299 an die Grafen von Oettingen verpfändet, denen es von 1493 bis 1549 als Residenz diente. Nach dem Zweiten Weltkrieg machten die seit 1731 Oettingen-Wallerstein genannten Grafen Schloss Harburg zum Sitz der fürstlichen Kunstsammlungen.

Von den zahlreichen Gebäuden der Burganlage ist der Saalbau statisch akut gefährdet. Ursprünglich als Unterkunft für die Burgmannschaft und ab 1496 als Dürnitz, also beheizbarer Raum, genutzt, ließ ihn Fürst Ernst Albrecht zwischen 1717 und 1721 aufstocken und durch einen großen, repräsentativen Saal ergänzen. Wie der Bandelwerk-Deckenstuck in den Wohnräumen des ersten Obergeschosses stammen auch die umfangreichen Stuckaturen im Großen Saal wohl von Johann Bühler. Erreichbar ist das Gebäude über den angrenzenden Faulturm, der nunmehr als Treppenhaus dient. Die Deckengemälde stammen aus dem abgebrochenen Schloss Tiergarten bei Schrattenhofen und zeigen antike Gottheiten.

Insbesondere an den Traufen sind die Dachstuhlbereiche des Saalbaus massiv zerstört. Die Giebelsysteme des Walmdachstuhls und die Decken weisen konstruktive Mängel auf. Darüber hinaus ist Schwamm und Insektenbefall festzustellen. Die westliche Außenmauer ist an der Traufe stark ausgebaucht, weil der Dachstuhl sich über die Außenwand schiebt. Im gesamten Gebäude bindet der Mauermörtel kaum mehr, und die schwachen Saalwände sind nur unzureichend ausgesteift. Der Handlungsbedarf ist also dringend.

Schloss Harburg ist eines von über 140 Projekten, die die private Bonner Denkmalschutz-Stiftung dank privater Spenden und Mitteln der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Bayern fördern konnte, darunter im Landkreis Donau-Ries St. Georg in Nördlingen, die ehemalige Synagoge in Hainsfarth und das Ziegesar'sche Gartengut in Nördlingen.

Bonn, den 16. Juli 2010








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