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Architektur

Kaiserin-Friedrich-Haus in Mitte wird DSD-Förderprojekt

Architektur

Für die Restaurierung der Straßenfassade des Kaiserin-Friedrich-Hauses in Berlin-Mitte stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) 35.000 Euro zur Verfügung. Den Fördervertrag überbringt symbolisch am Dienstag, den 10. November 2015 um 16.30 Uhr Dr. Ute Linz vom Ortskuratorium Berlin der DSD an Dr. Gisela Albrecht, Geschäftsführerin der Kaiserin-Friedrich-Stiftung. Das zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts errichtete Haus des späten Historismus repräsentiert nach Anschauung des Landesamtes für Denkmalpflege hervorragend die wilhelminische Architektur.

Am Robert-Koch-Platz in Berlin-Mitte nahe an der Invalidenstraße, dem Bundesverkehrsministerium und dem Hochhaus der Charité wurde zwischen 1903 und 1906 mit Spenden reicher Bürger von Ernst von Ihne (1848-1917), dem Architekten und Hofbaumeister Kaiser Friedrichs III., dieses Gebäude erbaut, dessen Straßenfassade den Robert-Koch-Platz am nördlichen Tor zur Charité-Mitte in ganz besonderer Weise prägt. Es sollte der ärztlichen Fortbildung dienen.

Die Fassade ist palastartig gestaltet und nimmt Formen des klassischen Barock und Traditionen der Berliner Baukunst auf. In ihrer symmetrisch gegliederten Großform und dem von Geschoss zu Geschoss unterschiedlichen Aufbau entfaltet die mit Sandstein verblendete dreigeschossige Front ihre weitreichende städtebauliche Wirkung.

Einen kraftvollen Abschluss erhält die Platzfront durch die über dem Hauptgesims thronende Balustrade, die an den seitlichen Risaliten mit Vasen bekrönt und am Mittelrisalit figürlich geschmückt ist. Das mittige Hauptportal mit reichem Relief-Segmentgiebel schmücken Karyatiden, die den Balkon über dem Eingang tragen. Im Inneren haben sich eine imponierende Treppenanlage und der an ein Amphitheater erinnernde Hörsaal erhalten. Das Bauwerk gehört in die späte Schaffensperiode des Architekten Ihne, der auch den Neuen Marstall, das Kaiser-Friedrich-(heute Bode)-Museum und die Berliner Staatsbibliothek gebaut hat. Bei dieser vergleichsweise kleinen Bauaufgabe lassen sich Ihnes künstlerische Intentionen und Architekturauffassung doch dank des guten Erhaltungszustands bis heute recht nachvollziehbar erkennen.

Das Kaiserin-Friedrich-Haus dient seit 1993 unter diesem Namen wieder der ursprünglichen Zweckbestimmung. Die Kaiserin-Friedrich-Stiftung, Eigentümerin des Hauses, in dem sie ihren Sitz hat, ist eine überregionale und pharmazieunabhängige Stiftung für die ärztliche Fort- und Weiterbildung.

Das Kaiserin-Friedrich-Haus gehört zu den über 160 Projekten, die die Denkmalschutzstiftung dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Berlin fördern konnte.








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