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2016 war das Rekord-Jahr für das Universalmuseum Joanneum

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Das vergangene Jahr war rekordverdächtig: Das Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm des Joanneums lockte 2016 rund 610.000 Besucherinnen und Besucher in die 12 Museumsstandorte – 2015 waren es noch 529.571 Besuche. Die Neue Galerie Graz verzeichnete mit der Schenkung aus der Sammlung Suschnigg einen Zuwachs von über 470 Werken und erhielt damit die bisher umfangreichste und kostbarste Schenkung in ihrer Geschichte. ECSITE, die weltweit größte Tagung für Wissenschaftskommunikation, fand 2016 unter aktiver Beteiligung des Universalmuseums Joanneum in Graz statt, und mit EU-Mitteln in der Höhe von 3,8 Millionen Euro hat die Abteilung Archäologie & Münzkabinett die höchste Fördersumme für Forschungsprojekte in der Geschichte des Joanneums erhalten.

Erfreuliche Besuchszahlen
Im letzten Jahr kamen über 610.000 kunst-, kultur- und naturinteressierte Besucherinnen und Besucher in das Universalmuseum Joanneum, was im Vergleich zum Vorjahr einer Steigerung von 14 % entspricht (2015: 529.571 Besuche). Zusätzlich zur erfreulichen Jahresbilanz konnte im Oktober 2016 mit 90.226 Besuchen der bisher höchste Wert in einem Einzelmonat erreicht werden. Im Kunsthaus Graz wurde im Mai außerdem der millionste Besuch seit seiner Eröffnung verzeichnet.

Kostbarer Sammlungszuwachs
2016 erhielt das Universalmuseum Joanneum für die Neue Galerie Graz mehr als 470 Werke aus der Sammlung von Helmut Suschnigg, einem in Wien lebenden Steirer, der sich neben seiner beruflichen Karriere und seinem sozialen Einsatz mit großem Engagement dem Sammeln von Kunst widmet. Diese bisher umfangreichste und kostbarste Schenkung in der Geschichte der Neuen Galerie Graz umfasst Werke der Malerei, Grafik und Plastik mit Schwerpunkten im Bereich der amerikanischen Pop-Art sowie der zeitgenössischen österreichischen Kunst. Darunter befinden sich Werke von Andy Warhol, Alex Katz, Tom Wesselmann, Roy Lichtenstein, Keith Haring und Mel Ramos, Allen Jones, Kiki Kogelnik, Yves Klein, Christian Ludwig Attersee, Peter Kogler, Erwin Wurm, Esther Stocker, Elke Krystufek, Hermann Nitsch und vielen mehr.

Internationales Netzwerk
Nicht weniger als 1.081 Menschen besuchten im vergangenen Juni die steirische Landeshauptstadt, um an der ECSITE, der weltweit größten Konferenz für Wissenschaftskommunikation, teilzunehmen: Die 27. Auflage dieser internationalen Tagung wurde vom Kindermuseum FRida & freD, dem ScienceCenter-Netzwerk und dem Universalmuseum Joanneum gemeinsam organisiert. Unter dem Motto "Colors of Cooperation" diskutierten die Teilnehmer/innen über neueste Trends zu Science Engagement und sprachen über Strategien, mit denen die breite Öffentlichkeit für wissenschaftliche und technische Inhalte begeistert werden soll. Rekordsumme für archäologische Forschung Im Projekt „PalaeoDiversiStyria“ erforscht das Team der Abteilung Archäologie & Münzkabinett gemeinsam mit weiteren Partnerinstitutionen das archäologische Erbe und die landwirtschaftliche Tradition in der Südsteiermark und im nordöstlichen Slowenien. Ursprüngliche Pflanzenarten werden dabei in archäologischen Kontexten identifiziert und deren Anbau bzw. Wiedernutzung – etwa zur Entwicklung von Produkten für das touristische Angebot – in die Wege geleitet. Die EU unterstützt dieses Projekt mit rund 1,3 Millionen Euro.

Als Lead-Partner in einem weiteren Forschungsprojekt – „Iron-Age-Danube“ – sind die Fachleute des Joanneums wesentlich daran beteiligt, das archäologische Erbe der Frühen Eisenzeit (Hallstattzeit) zu untersuchen. Auch für dieses Vorhaben stellt die EU eine große Fördersumme in der Höhe 2,5 Millionen Euro zur Verfügung. Die Aktivitäten reichen von der Ausarbeitung einer internationalen Strategie zum überregionalen Schutz und zur nachhaltigen Nutzung von archäologischen Landschaften über archäologische Geländeforschung mit neuesten technischen Geräten im Rahmen von internationalen Forschungscamps bis zu neuen digitalen und analogen Tourismus-Angeboten in ausgewählten Mikroregionen. Mit insgesamt rund 3,8 Millionen Euro stellen die Fördersummen für diese beiden Projekte einen historischen Rekord in Sachen Wissenschaftsförderung am Joanneum dar!

Erfolg als Ansporn für 2017
„Die Besuchszahlen des vergangenen Jahres zeigen, dass das Publikum das spannende Programm des Universalmuseums Joanneum annimmt und die Museen stärker wahrgenommen und besucht werden. Die großzügigen Schenkungen – wie etwa jene von Helmut Suschnigg – beweisen das große Vertrauen in das Joanneum. Es freut mich, dass die Neue Galerie Graz heuer mit dem studio und dem Kunstraum Steiermark auch wieder ein Ort für die junge steirische Kunstszene sein wird“, resümiert Kulturlandesrat Christian Buchmann.

„2016 war ein hervorragendes Jahr für das Universalmuseum Joanneum! An diesen Erfolg möchten wir heuer anknüpfen: Mit mehr als 30 neuen Ausstellungen an 9 Standorten bieten wir wieder ein umfassendes Angebot für Menschen mit unterschiedlichsten Interessen an, und vielseitige Vermittlungsformate ermöglichen die vertiefte Auseinandersetzung mit den Ausstellungsthemen. Zum Jahresjubiläum ,500 Jahre Reformation‘ präsentieren wir einen besonderen Schwerpunkt zum Thema ,Glaube‘, die Neupositionierung des Museums im Palais und des Standortes Flavia Solva sowie der Umbau des Kunsthaus-Foyers bilden weitere Eckpunkte des Jahres 2017“, betont Direktor Wolfgang Muchitsch.








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  • Foto: Universalmuseum Joanneum, J.J. Kucek
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    Universalmuseum Joanneum
  • v.l.n.r.: Peter Peer (Leiter der Neuen Galerie Graz), Helmut Suschnigg, Christian Buchmann (Kulturlandesrat) und Wolfgang Muchitsch (Direktor des Joanneums), Foto: Universalmuseum Joanneum/J.J. Kucek
    v.l.n.r.: Peter Peer (Leiter der Neuen Galerie Graz), Helmut Suschnigg, Christian Buchmann (Kulturlandesrat) und Wolfgang Muchitsch (Direktor des Joanneums), Foto: Universalmuseum Joanneum/J.J. Kucek
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