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Nachbericht Auktion Alte Kunst am 19. Mai 2017

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Mit einem Gesamtergebnis von rund 2 Mio. Euro war dies die beste Frühjahrsauktion der "Alten Kunst" seit Jahren. Das erstklassige Angebot erfuhr eine belebte Gebotslage - insbesondere wollten zahlreiche Bieter die einzigartige Gelegenheit nutzen, das seltene Aquarell des Dichterfürsten Johann Wolfgang von Goethe zu ersteigern. Die insgesamt fünf 6-stelligen Zuschläge zeigen, dass die Strategie einer selektiven Auswahl herausragender Werke großer Namen und spannenden Motiven in überzeugender Qualität vollends aufgegangen ist.

Das zarte Aquarell einer Tiberlandschaft von Johann Wolfgang von Goethe galt schon im Vorfeld der Auktion als herausragendes Highlight im Bereich des 19. Jahrhunderts und als außergewöhnliche Seltenheit auf dem Kunstmarkt. In einem spannenden Bietgefecht zwischen einem privaten Sammler und einem Museum wurde der Schätzpreis um ein Vielfaches überstiegen, bis sich Erster bei dem stolzen Ergebnis von 204.800 Euro endlich durchsetzen konnte. Nicht zuletzt die prominente Provenienz - denn das Werk gehört wohl einst Alexander von Humboldt - hob den Preis in den 6-stelligen Bereich und erreichte damit den neuen internationalen Auktionsrekord für diesen Künstler.

Zu den Top-Künstlern in der Offerte zählte ebenfalls kein Geringerer als der indonesische Prinz und Dresdener Hofmaler Raden Saleh, für den Van Ham seit Jahren den internationalen Auktionsrekord mit 1.95 Mio. Euro hält. Die Bieter für die angebotene kleine, jedoch fulminante Löwenjagd - das beliebteste Thema des Künstlers - ließen den moderaten Schätzpreis schnell hinter sich, so dass die Arbeit nun für 153.600 Euro in eine indonesische Sammlung wechselt.

Das imposante Gemälde der "Schlacht bei Polozk" von Franz Roubaud zog viele Blicke aus Russland auf sich. Die über zwei Meter breite Leinwand mit einer Szene aus Napoleons Russlandfeldzug erreichte ein Ergebnis von 172.800 Euro und wird demnächst die Wand eines russischen Sammlers schmücken. Mit diesem Preis landet das Werk in den Top 5 der höchsten Ergebnisse für Roubaud. Zudem nimmt die Werkverzeichnisverfasserin die Arbeit in das digitale Addendum des bei Van Ham Art Publications erschienenen Werkkataloges auf.

Das bunte Frühlings-Feuerwerk "Primavera Fiorentina" des Künstlers Plinio Nomellini sorgte für eine Überraschung. Er ist jener Künstler, der die Moderne in Italien in Schwung brachte und solch farbenfrohe Schöpfungen auf die Leinwand brachte. Zahlreiche italienische Bieter überboten sich an den Telefonen und hoben so den Preis auf 160.000 Euro. Damit stellt Van Ham nun den internationalen Auktionsrekord für diesen Künstler.

Im Altmeisterbereich glänzte die Darstellung der Mutter Gottes mit Johannes, dem Evangelisten Nikodemus und zwei Engeln, die eindeutig dem Florentiner Meister Lorenzo Di Niccolo zuzuordnen ist. Das gut erhaltene Altarbild galt als Rarität auf dem Auktionsmarkt und wurde dementsprechend mit großer Begeisterung von Sammlern und Kunstfreunden angenommen. Es lockte ein internationales Publikum an die Telefone - ein britischer Händler sicherte sich das herausragende Werk für 236.800 Euro. Es ist das zweithöchste Ergebnis, das je für diesen Künstler erzielt wurde und der beste Preis für Di Niccolo der letzten fünf Jahre. Die Galleria di Belle Arti in Florenz hat bereits eine Ausstellungsanfrage für dieses exzeptionelle Werk gestellt.

Roelant Saverys Gemälde "Orpheus und die thrakischen Weiber" erfreute sich ebenfalls starkem Interesse. Einem deutschen Sammler war dieses unverwechselbare Meisterwerk des frühen 17. Jahrhunderts stolze 102.400 Euro wert.






  • 28.05.2017
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    Nachbericht:  "Alte Kunst" am 19. Mai 2017
     



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