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Jubiläumsauktion der Hermann Historica mit exzellenten Ergebnissen geschlossen

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    Jubiläumsauktion der Hermann Historica mit exzellenten Ergebnissen geschlossen
    06.12.2017
Nachbericht

In der 75. Auktion des Spezialauktionshauses bestachen Erinnerungsstücke von europäischen Herrscherhöfen, Kunsthandwerk aus aller Welt, einmalige Orden und unvergleichliche antike Schusswaffen.

München, Dezember 2017 – Rund 6.800 Sammlerobjekte aus allen Themengebieten des Hauses – Antiken, Alte Waffen, Kunsthandwerk, Jagdliches, Orden sowie historische und militärgeschichtliche Objekte – kamen in der neuntägigen 75. Auktion der Hermann Historica GmbH zum Aufruf. Unter der großen und qualitätsvollen Offerte an Kostbarkeiten aus vielen Zeiten und Regionen, gleich drei geschlossene Kollektionen. In alle Bereichen konnten beachtliche Zuschläge erzielt werden. Viele der Topobjekte gingen an Museen und öffentliche Sammlungen.

Antiken
Außergewöhnliche Raritäten fanden sich erneut im Angebot der frühen Bronzehelme und archaischen Schwerter. So begeisterte unter den herausragenden Belegen antiker Schmiedekunst ein, wohl durch Reiternomaden adaptierter, chalkidischer Helm aus dem fünften Jahrhundert vor Christus. Den Tragegewohnheiten und dem Geschmack der steppennomadischen Krieger angepasst, waren die charakteristischen Wangenklappen und Ohrenausschnitte entfernt worden. Augenbögen und Nasal mit Zierlinien, die Seiten mit Lochreihen versehen, waren trotz der zeitgenössischen Überarbeitung alle Kanten der Kalotte ohne jeglichen Ausbruch im Originalzustand erhalten. Ein hochinteressanter Helm, Dokument einer frühen Adaption griechischen Kulturgutes, der binnen Minuten von 14.000 Euro auf 22.000 Euro hochgesteigert wurde. Ebenfalls aus Griechenland, hier aus dem vierten bis dritten Jahrhundert von Christus, eine bemalte Terrakotta der Fortuna. Die stehende Göttin, gekleidet mit einem orangefarbenem, schweren Gewand und hellblauem Mantel, war ausgesprochen fein und ausdrucksstark gearbeitet, maß gesamt 48 Zentimeter und trug in den Händen Opferschale und quellendes Füllhorn. Die intakte Terrakotta mit ausgezeichnet erhaltener Farbfassung ziert nun zu ihrem Rufpreis von 7.000 Euro eine neue Sammlung. Sehr eindrucksvoll auch ein ebenso schönes wie bestens erhaltenes Kylia-Idol aus vorgeschichtlicher Zeit, für welches 12.000 Euro gefordert waren, die das Los auch erzielte. Die nur 13 Zentimeter hohe, stark stilisierte weibliche Figur aus Marmor, in der zweiten Hälfte des dritten Jahrtausends vor Christus in Anatolien gefertigt, zeigte die charakteristischen angewinkelten verkürzten Arme sowie den leicht erhobenen Kopf. Eine Gestaltung, die Idolen dieses Typs den Beinamen "Stargazer" oder Sternengucker einbrachte.

Kunsthandwerk
Kostbare und virtuos gearbeitete Wunderkammerobjekte standen auch in diesem Herbst wieder traditionsgemäß im Katalog der Alten Waffen zu Auktion. So die ebenso exquisite, wie mit ihrer Höhe von 43,5 Zentimetern, sehr beachtliche Zierkanne aus Elfenbein, die 1910 in Erbach geschnitzt wurde. Den Fuß zierten Pfeifendekor und Perlstab, den Korpus eine plastisch gestaltete, vielfigurige, antike Szenerie. Das einmalige Stück, laut beiliegendem Gutachten ein Werk des begabten Schnitzers Otto Glenz (1863 - 1948), konnte zu seinem Startpreis von 12.000 Euro versteigert werden. Zu seiner Taxe von 1.500 Euro stieß auch ein zierliches, liebevoll gearbeitetes Kästchen in den Maßen 14 x 17 x 9,5 cm aus gleichem Material auf Interesse. Mit Beschlägen aus feuervergoldetem Messing verschlossen und innen verriegeltem Geheimfach, war das anmutige Kleinod in der spanisch/portugiesischen Kolonialzeit im 17. Jahrhundert gefertigt worden. Schön auch, ein überaus seltener silberner Schraubtaler mit wandelbaren Trachtenbildern in der Art einer Anziehpuppe, Augsburg um 1730/40, geschätzt auf 1.400 Euro, dessen Charme sich die Bieter nicht entziehen konnten und der für 2.700 Euro einen neuen Besitzer fand.

Alte Waffen
Unter den aufwendigst gearbeiteten, gut dokumentierten und sich in bester Erhaltung präsentierenden Raritäten im Katalog der „Alten Waffen“, überzeugte besonders ein früher Offiziers-Fußharnisch. 1540 in einem der deutschen Zentren des Plattnerhandwerks, in Nürnberg, gefertigt, zeigte sich ein ausgesprochen homogenes Belegstück mit einteilig geschlagener, spitz zulaufender Sturmhaube vom ungarischen Typus, vollem Armzeug, geschnürlten Brechrändern an Brust, Rücken und Kragen sowie geschobenen Hentzen. Sehr augenfällig, entging er nicht der Aufmerksamkeit des internationalen Fachpublikums und konnte mit einem Startpreis von 22.000 Euro mit beachtlichen 30.000 Euro zugeschlagen werden. Begeisterung unter den Schutzwaffen fand auch ein um 1570 geschmiedeter Mantelhelm in charakteristischer Formgebung. Die Kalotte einteilig geschlagen und mit hohem Kamm, wurde mit einem zweiteiligen, aufschlächtigen Visier geschlossen und lag auf einem gebördelten, geschnürlten Kragen auf. Der schöne Helm in unberührtem Originalzustand war einem Sammler, bei einer Taxe von 12.000 Euro, 17.000 Euro wert.






  • 06.12.2017
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    Nachbericht: 75. Auktion der Hermann Historica



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  • Rares Kylia-Idol, Anatolien, 2. Hälfte 3. Jahrtausend vor Christus. Zuschlag:12000 Euro
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  • Chalkidischer Helm, wohl durch Reiternomaden adaptiert, 5. Jhdt. v. Chr. Zuschlag: 22000 Euro
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  • Polnisch Historisches Museum: Husarischer Kürass, Polen, 17. Jhdt. Zuschlag: 32000 Euro
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  • Prinz Alfons von Bayern - Hausritterorden vom Hl. Hubertus, Kollane. Zuschlag: 69000 Euro
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  • Silberner Schraubtaler mit wandelbaren Trachten­bildern, 1730/40. Zuschlag: 2700 Euro
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    Hermann Historica
  • Kaiserin Elisabeth von Österreich – Ballkleid­garnitur um 1880. Zuschlag: 85000 Euro
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  • Paar vergoldete Luxus-Perkussionspistolen, Le Page Moutier, Paris 1850. Zuschlag: 23000 Euro
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  • Schwere Büchse, kombiniertem Lunten- + Radschloss, dt. 1580. Zuschlag: 27000 Euro
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