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Die Villa Henn in Köln

Für die Instandsetzung der Südseite der Villa Henn in Köln-Nippes stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale 90.000 Euro zur Verfügung. Das denkmalgeschützte Haus zählt zu den über 500 Projekten, die die private DSD dank Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel von WestLotto aus der Lotterie GlücksSpirale allein in Nordrhein-Westfalen fördern konnte. Die Villa Henn liegt mitten in einer aufgelockerten Wohnbebauung, die ab 1907 entstand. Der Architekt und Bauunternehmer Hugo Henn hatte in dem schnell wachsenden Stadtteil mehrere Grundstücke erworben, die er nach eigenen Entwürfen mit Mietshäusern bebaute und anschließend verkaufte. Zu Beginn errichtete er sein eigenes Wohnhaus in diesem Viertel, gleich an der Gocher Straße.

Die dreigeschossige Villa erhebt sich auf querrechteckigem Grundriss über einem hohen, bossierten Werksteinsockel. Das Gebäude besteht aus unterschiedlichen abgerundeten und rechteckigen Aus- und Anbauten. Die Fassade schmücken weiße, glasierte Kacheln. Werk- und Sandsteingewände aus Jugendstil und Heimatstil rahmen die in Zweier- und Dreiergruppen zusammengefassten Hochrechteckfenster. Im zweiten und dritten Obergeschoss ragt ein von Konsolen getragener Rechteckerker aus der Fassade hervor. Eine Schiefer imitierende Bleiverdachung bekrönt ein Drillingsfenster im zweiten Obergeschoss. Im Dachgeschoss gibt es jüngere Dachhäuschen. Ein flaches Mansarddach deckt den Bau. Die Rückseite zeigt einen sechsteiligen Altan mit Terrasse und zweiläufiger Treppe sowie Balkons mit Metallgeländern. Die Fassade dominiert ein dreigeschossiger Wintergarten auf halbrundem Grundriss mit hohen hölzernen Hochrechteckfenstern und Oberlicht. Ein Belvedere mit schmiedeeisernem Gitter bekrönt den Wintergarten. Zugang ins Haus gewährt eine von Sandsteingewänden gerahmte Tür mit einem runden Oberlicht. Links von der Villa schließt sich eine neobarocke, zweiflügelige Toranlage mit Seiteneingang an, die in einen parkähnlichen Garten mit altem Baumbestand führt. Im hinteren Bereich liegt ein achteckiger Fachwerkpavillon, zu dem Laubengänge führen.

Das Gebäude besitzt im Inneren die weitgehend originale wandfeste Raumausstattung sowie originale Türen. Auch die Einrichtung des Musik- und des Esszimmers sind ursprünglich. Das repräsentative Vestibül besitzt marmorne Wandverkleidungen, Böden und Treppen. Eine tonnengewölbte Stuckkassettendecke mit Gurten und geometrischem Ornament überspannt den Raum. Ein gusseisernes Treppengeländer schließt mit einer Laterne ab. Zweiteilige, verglaste Pinienholztüren mit Oberlicht und hochovalem Glasfenster führen zu den Wohnungen. Mehrfarbige Wandfliesen, verkleidete historische Heizkörper sowie floral bemalte Decken runden die Ausstattung ab. 








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  • Villa Henn in Köln * Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Gehrmann
    Villa Henn in Köln * Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Gehrmann
    Deutsche Stiftung Denkmalschutz
  • Villa Henn in Köln * Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Schroeder
    Villa Henn in Köln * Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Schroeder
    Deutsche Stiftung Denkmalschutz