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Dachkonstruktion

Das ehemalige Damenstift Schloss Edelstetten

Dachkonstruktion

Schäden an der Dachkonstruktion haben sich durch Umbauten an den Ökonomiegebäuden von Schloss Edelstetten eingeschlichen, die die Standsicherheit einzelner Gebäude gefährden, weil sie über Jahrzehnte schlicht den Regen nicht abgehalten haben. Um Abhilfe zu schaffen, überbringt Dr. Bernt von Hagen, Ortskurator Augsburg der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), am Dienstag, den 4. Oktober 2011 um 14.00 Uhr im Beisein von Beatrix Numberger von Lotto Bayern vor Ort einen Fördervertrag in Höhe von 40.000 Euro für den ersten Bauabschnitt an Seine Durchlaucht Paul-Anton Prinz Esterházy de Galantha von der Fürstlich Esterházy’schen Domänenverwaltung. Neben der DSD unterstützen auch Kommune, Landkreis und Regierungsbezirk, vor allem aber die Bayerische Landesstiftung und das Land mit dem Entschädigungsfonds die Maßnahmen.

Auf einer Anhöhe im Nebental des Flusses Kammel wurde im 12. Jahrhundert ein adeliges Damenstift gegründet. An der Stelle des Vorgängerbauwerks aus dem 14. Jahrhundert entstand unter der Leitung von Michael Thumb von 1682 bis 1705 die heutige imposante, dreiflügelige Stiftsanlage, deren drei Geschosse sich auf einem Sockelgeschoss erheben. Im Süden schließt sich die ehemalige Stiftskirche an, die heute als Pfarrkirche genutzt wird. 1806 kamen die Stiftsgebäude im Zuge der durchgeführten Säkularisierung an die Fürsten Esterházy de Galantha.

Typisch für Michael Thumb und die Vorarlberger Bauschule sind reich profilierte, "geohrte" Putzfaschen der Fenster, deren Giebeldächer abwechselnd als Segment- oder Dreiecksgiebel ausgebildet sind. Bestimmend für die Dachlandschaft sind die hohen, mit Voluten versehenen Ziergiebel des Nordflügels und die prachtvoll gegliederte Westwand der Stiftskirche. Der Dachstuhl erweist sich als herausragendes Zeugnis der barocken Zimmermannskunst. Von der reichen Ausstattung des Schlosses zeugen heute noch die Stuckdecken in den Raumfluchten und im Betraum des zweiten Obergeschosses des Nordflügels. Das Schloss verfügt wegen seiner Hanglage über ein weit verzweigtes Kellersystem.

Sichelförmig legt sich um die Schlossanlage in nordwestlicher Richtung die einen Hof bildende Ökonomie von 1663. Sie besteht aus sechs zusammengezogenen Gebäuden. Den beiden westlichen Stadeln folgen die Pfisterei mit darüber liegenden Wohnräumen, weiterhin der Kuhstall, der Pferdestall und schließlich der sogenannte Hintere Torbau, der an den Nordflügel des Schlosses stößt. Das gesamte Dachwerk ist bauzeitlich mit Ausnahme des 1764 erneuerten Dachwerks des Kuhstalls.

In den vergangenen Jahren wurden mit großem Aufwand und finanzieller Unterstützung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz der West- und Ostflügel, sowie die Innenhofseite des Nordflügels instandgesetzt. Schloss Edelstetten ist eines von über 180 Projekten, die die 1985 in Bonn gegründete Denkmalschutz Stiftung allein in Bayern dank privater Spenden und Mitteln der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, fördern konnte. Dazu gehören das Rathaus in Kulmbach, das Wasserschloss Rammersdorf in Leutershausen und die St. Mangkirche in Kempten.

Bonn, den 30. September 2011/Schi








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    Deutsche Stiftung Denkmalschutz