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Wuppermündung

Eröffnung der Leverkusener Schiffbrücke über die Wupper

Wuppermündung

Mit einem ganztägigen Fest am Sonntag, den 26. August 2012 feiert der Förderverein Schiffbrücke Wuppermündung e.V. die Neueröffnung des historischen Flussübergangs in Höhe des Rheinstromkilometers 702,5. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des Fördervereins Karl Lange um 10.30 Uhr findet eine ökumenische Andacht statt, die der Posaunenchor der Evangelischen Kirchengemeinde Manfort musikalisch begleitet. Gleich im Anschluss werden ab 11.00 Uhr die Grußworte des Oberbürgermeisters der Stadt Leverkusen, Reinhard Buchhorn, und des Ministers für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, Michael Groschek, gehalten, bevor mit dem Durchschneiden des grünen Bandes die Schiffbrücke eröffnet und unter den Klängen der Leverkusener Stadtmusikanten zu einer ersten Besichtigung freigegeben wird. Im Anschluss spielen von 13.00 Uhr bis 17.00 Uhr Papa Joe’s Jazzmen, während die Brücke in Gruppenstärke begangen werden kann. Erläuterungen erhalten die Besucher auch im Veranstaltungszelt, wo Fotos die Geschichte der Leverkusener Brücke dokumentarisieren und nacherleben lassen.

Seit 1775 ist eine Wege- und Brückenverbindung im Mündungsbereich der Wupper zwischen Rheindorf und Wiesdorf dokumentiert. Von 1920 bis 1928 ergänzte Georg Gless die seit dem 19. Jahrhundert bestehende Fährverbindung durch eine erste Steganlage, die sein Bruder Heinrich 1929 durch eine dauerhafte ersetzte. Für deren Nutzung erhob er Brückenzoll. Ab 1938 entrichtete die Stadt Leverkusen stattdessen einen jährlichen Zuschuss zur Instandhaltung des Übergangs.

1967 wurde die Schiffbrücke, die seit 1956 aus der Tjalk "Freiheit" und dem Klipper "Einigkeit" bestand, um den Aalschocker "Recht" erweitert. Eine Steganlage verband die Schiffe miteinander. Bestand der Steg ursprünglich aus Holz, wurde er später durch eine Kombination aus Eisen, Stahl und Holz ersetzt. Der Fährbetrieb Heinrich Gless nutzte die Brücke auch als Gaststätte.

Die Schiffbrücke ist nicht nur durch die Kombination der für die Rheinfischerei typischen Boote einmalig, sondern ist auch der letzte heute noch begehbare Flussübergang dieser Art. Als wichtigste und kürzeste Wegverbindung zwischen Rheindorf und den ehemaligen Farbenfabriken der heutigen Bayer-AG und für lange Zeit die einzige Verbindung zwischen Rheindorf und Wiesdorf, war die Brücke nach der Abbindung der alten Wupper an die Bayer-Deponie und den damit verbundenen Funktionsverlust extrem gefährdet. Zudem sank 1992 die "Recht" nach einem Brand, zwei Jahre später brannte auch die "Freiheit" aus. Der Verlust der Anlage drohte bereits akut, als es dem Förderverein gelang, die Schiffe zu sichern und die historische Bedeutung der Anlage der Bevölkerung durch Veröffentlichungen, Führungen und Veranstaltungen zu vermitteln. Die "Recht" wurde gehoben. An der Restaurierung der "Freiheit" 1999 sowie an der Wiederherstellung der "Einigkeit" ein Jahr später beteiligte sich die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit insgesamt rund 55.000 Euro. Auch das Land und die NRW-Stiftung steuerten Mittel bei.

Die Schiffbrücke ist somit eines von über 300 Projekten, die die private Denkmalschutz-Stiftung dank individueller Spenden und Mitteln der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Nordrhein-Westfalen fördern konnte.

Bonn, den 23. August 2012/Schi








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    Deutsche Stiftung Denkmalschutz