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Fördervertrag

Fördervertrag wird in Bad Sassendorf übergeben

Fördervertrag

Für die Restaurierungsarbeiten an der St. Johanneskirche in Bad Sassendorf-Neuengeseke im Landkreis Soest gibt es einen Fördervertrag der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) und der Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland (KiBa). Den Vertrag über die erste Tranche für die anstehende Dachsanierung in Höhe von 50.000 Euro überbringt am Donnerstag, den 26. August 2010 um 11.30 Uhr Ursula Thomas von der DSD gemeinsam mit Martin Ammon von der Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmale (KiBa) im Beisein von Gerhard Tamminga von WestLotto vor Ort an Dr. Jürgen Buchbinder, den Vorsitzenden des Presbyteriums der evangelischen Kirchengemeinde Neuengeseke.

Die evangelische Dorfkirche Johannes der Täufer wurde um 1220 erbaut und wird 1280 erstmals urkundlich bestätigt. St. Johannes verleugnet nicht die Ähnlichkeit mit der um 1180 entstandenen Soester Hohnekirche, der ersten Hallenkirche Westfalens. Bei beiden Kirchen verwandte man auch den typischen grünlichen Glaukonitstein. Im Westen ist dem steinsichtigen Baukörper des Mittelschiffs ein stattlicher viergeschossiger Turm vorgelagert, der aus der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts wohl von einem Vorgängerbau stammt. Das Mittelschiff der Hallenkirche wird von einem Satteldach gedeckt, das zwei Quersatteldächer durchkreuzen. Der zentrale Bauteil steht auf einem quadratischen Grundriss. Schießscharten und verstärkte Eisentüren sowie ein ausziehbarer Eichenbalken hinter der Haupttür lassen die ehemals vorgesehene Funktion als Fliehkirche erahnen. Die Außenfassade ist bis auf ein ungewöhnliches Spitzbogenfries am vieleckigen Chor schmucklos. An die Apsis, die innen rund gemauert erscheint, schließt sich südlich eine Sakristei an, die um 1400 angebaut wurde. Die untere Fensterreihe der Seitenschiffe entstand 1876 zur zusätzlichen Belichtung. Die Kirche lässt sich durch das Nordportal betreten, anstelle des vermauerten Südportals befindet sich heute ein Fenster. - Das Mittelschiff überspannen Kreuzgratgewölbe auf quadratischen Pfeilern, deren Kapitelle mit Tierornamenten und Linienverschnürungen reich verziert sind. Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurde die Kirche barockisiert. Die Haupt- und Seitenaltäre aus dem 17. Jahrhundert schuf der Arnsberger Maler und Bildhauer Henning Strodtmann. Ein Taufstein stammt aus dem Jahr 1691. Eine bewegliche Taufschale, die von zwei Engeln getragen wird, lässt sich bei Bedarf herunterziehen, der Deckel lässt sich dann nach oben schieben. 1712 erhielt die Kirche eine neue Kanzel mit allegorischen Tugenddarstellungen, die der Soester Tischler Martin Müller anfertigte.

Die Kirche St. Johannes der Täufer, in deren Dachstuhl aufgrund einer undichten Dachdeckung und mangelhafter Wasserableitung die Konstruktion schädigende Nässe eingedrungen ist, ist damit eines von über 250 Projekten, die die vor 25 Jahren gegründete Bonner Denkmalschutz-Stiftung dank privater Spenden und Mitteln der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Nordrhein-Westfalen fördern konnte, darunter die Luisenhütte in Wocklum, der Gewölbekeller des Kolpingforums in Paderborn und die Wiesenkirche in Soest.

Bonn, den 26. August 2010/Schi


Presse






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