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Kunstwerk des Monats Juli 2007

Kunstwerk des

Teekanne aus dem Service für Erich Bohn (Unikat)Entwurf und Ausführung Wolfgang Tümpel, 1927 Silber 900/1000, innen vergoldet, Chrysopras, Gold, Elfenbein

Durch Vermittlung des Bauhaus-Direktors Walter Gropius erhielt der Gold- und Silberschmied Wolfgang Tümpel (1903-1978) im August 1926 den Auftrag, ein exklusives Kaffee- und Teeservice für den Breslauer Rechtsanwalt Dr. Erich Bohn zu entwerfen und auszuführen. Bohn wünschte ausdrücklich eine moderne, funktionsgerechte Formgebung und die Verwendung von ungewöhnlich großen Chrysoprasen aus einer schlesischen Miene.
Bis 1929 entstanden sieben Teile, neben dieser Teekanne eine Kaffee- und eine Mokkakanne, zwei Dosen für Kakao und Tee sowie ein Stieltopf – Sahnekännchen und Zuckerdose sind verschollen. Sämtliche Stücke sind Unikate; eine Erweiterung des Services war geplant, wurde jedoch wegen finanzieller Schwierigkeiten des Auftraggebers nicht ausgeführt.
Tümpel befand sich zum Zeitpunkt der Auftragserteilung am Ende seiner Lehrzeit, bewies aber mit den Entwürfen für das Bohnsche Service, dass er die Formgebung bereits meisterlich beherrschte: So lässt er den Materialien – Silber, Elfenbein und Chrysopras – Raum, um ungebrochen zu wirken, gleichzeitig gibt er jeder Funktion – Aufbewahren, Halten und Gießen – die für sie passende Form. Die Einzelteile sind in Masse und Proportion so ausgewogen, dass sie ein harmonisches Zusammenspiel ergeben, ohne dass zusätzlicher Dekor als verbindendes Element nötig wäre.
1921 hatte Tümpel eine Goldschmiedelehre in Bielefeld begonnnen und ab 1922 seine Ausbildung an den damals fortschrittlichsten Kunstgewerbeschulen in Deutschland fortgesetzt: dem Bauhaus in Weimar und der Burg Giebichenstein in Halle. Zu seinen Lehrern gehörten unter anderem Oskar Schlemmer, Lázló Moholy-Nagy und Karl Müller. Direkt nach seinem Abschluss eröffnete er 1927 in Halle seine erste eigene „Werkstatt für Gefäße, Schmuck, Beleuchtung“, später führte er erfolgreich Werkstätten in Köln und Bielefeld. Von 1951 bis 1968 leitete Tümpel die Metallklasse der Hochschule der Bildenden Künste Hamburg (bis 1955 Landeskunstschule Hamburg).

Wolfgang Tümpel gehört zu den wichtigsten Silber- und Schmuckgestaltern Deutschlands. Zugleich ist er ein Mitglied des Deutschen Werkbundes gewesen und zählt besonders mit seinen Entwürfen für Beleuchtungskörper zu den Pionieren der industriellen Formgebung. Ob Unikat oder Serienwerk – kennzeichnend für seine Arbeiten sind die sparsame Verwendung rein dekorativer Elemente und eine ausgesprochen klare Formensprache – Grundzüge, die bereits beim Entwurf für die Teekanne zum Tragen kommen.

Das Original sehen Sie im Bröhan-Museum.

Hedwig Bollhagen (10.11.1907 – 8.6.2001) gehört zu den bedeutendsten deutschen Keramikerinnen des 20. Jahrhunderts. Aus Anlass ihres 100. Geburtstages zeigt das Bröhan-Museum ab 17. Juli 2007 eine kleine Auswahl seiner Bestände von Bollhagen-Keramiken. Als Kunstwerk des Monats Juni und „Vorbote“ stellen wir Ihnen eine Vase vor, die Hedwig Bollhagen um 1939 gefertigt hat. Es handelt sich um ein Einzelstück. Der aparte Liniendekor ist charakteristisch für Bollhagens Beschäftigung mit Ringel- und geometrischen Mustern. Dabei ging es ihr um eine Verschmelzung von schlichter Form und Dekor:

Hedwig Bollhagens Hauptbetätigungsfeld lag bei der Gestaltung moderner, serieller Gebrauchskera


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