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Neue Chancen für altes Haus

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Einen Fördervertrag über 50.000 Euro für die Innensanierung des denkmalgeschützten Bürgerhauses in der Stiegerstraße 9 in Öhningen im Landkreis Konstanz überbringt Dr. Anita Auer vom Ortskuratorium Villingen-Schwenningen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD). Am Dienstag, den 5. Oktober 2010 um 14.00 Uhr überreicht sie ihn im Beisein von Pressesprecher Klaus Sattler und Gruppenleiterin Katja Lieser von Toto-Lotto Baden-Württemberg vor Ort an den Eigentümer, Bruno Nell.

Öhningen liegt nahe der Schweizer Grenze am äußersten Zipfel des Untersee genannten westlichen Endes des Bodensees als größte Gemeinde auf der Halbinsel Höri. Erstmals urkundlich erwähnt wird die Ortschaft 788 in einer Schenkungsurkunde des Klosters St. Gallen. 965 stiftete Graf Kuno von Öhningen ein Benediktinerkloster, das zu einem Zentrum des geistlichen, künstlerischen, wirtschaftlichen und politischen Lebens jener Region wurde. Zusätzlich siedelten sich 1378 Augustiner-Chorherren in der Propstei Öhningen an und wirkten dort bis zur Aufhebung des Klosters 1805.

Möglicherweise bestand eine Beziehung zwischen diesem Augustiner-Chorherrenstift und dem Gebäude in der Stiegerstraße 9. Jedenfalls handelt es sich bei dem Öhninger Wohnhaus um ein stattliches, ehemals wohl herrschaftliches Gebäude. Dendrochronologischen Untersuchungen zufolge stammt es aus dem Jahr 1476. Über einem hohen, massiven Erdgeschoss, das später zu Wohnzwecken umgebaut wurde, erheben sich die Traufmauern, die massiv und ursprünglich ohne Fenster waren. Die beiden Giebel sind in Fachwerk ausgeführt. Zur reichen Ausstattung zählen zwei beheizbare Bohlenstuben, die sich in Resten erhalten haben.

Das Gebäude war statisch gefährdet und das Innere in einem ausgesprochen schlechten Zustand, als es ein neuer Eigentümer übernahm. Eine Sanierung war unumgänglich. Neue Befunde im Zusammenhang mit den Bohlenstuben haben den engagierten Eigentümer zu einer Änderung der Innenplanungen veranlasst, wobei er nun auch von der DSD unterstützt wird.

Das aufwändig gestaltete spätmittelalterliche Gebäude in der Stiegerstraße 9 in Öhningen ist damit eines von über 140 Förderprojekten, die die Deutsche Stiftung Denkmalschutz dank privater Spenden und aus Mitteln der Lotterie GlücksSpirale bisher allein in Baden-Württemberg fördern konnte. Aus den Erträgnissen der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, werden bundesweit gemeinnützige Projekte aus den Bereichen Wohlfahrt, Sport und Denkmalpflege jährlich mit rund 50 Millionen Euro gefördert.

Bonn, den 1. Oktober 2010


Presse






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