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Venedig an der Elbe – Kulturaustausch zwischen Dresden und Venedig

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Die internationale Konferenz „Venedig an der Elbe“ beschäftigt sich mit dem Kulturaustausch zwischen Venedig und Dresden in der Kunst, in der Musik und im Bereich des Kunstmarktes; die Tagung wird am 9. November 2007 im Kulturrathaus der Stadt Dresden und am 10. November 2007 im Hans-Nadler-Saal des Dresdner Residenzschlosses stattfinden.

Die Konferenz wurde von Frau Prof. Dr. Barbara Marx und dem Projekt E des Sonderforschungsbereichs 537 in Zusammenarbeit mit den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, dem Kulturamt der Stadt Dresden und dem Italienzentrum der TU Dresden organisiert.



Teilnehmende Vortragende der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden sind Prof. Dr. Harald Marx, Direktor der Gemäldegalerie Alte Meister, und Dr. Andreas Henning – sie berichten für die Gemäldegalerie Alte Meister von den Beziehungen zwischen Dresden und Venedig. Prof. Dr. Wolfgang Holler, Direktor des Kupferstich-Kabinetts, spricht über den venezianischen Künstler Giovanni Antonio Pellegrini und Dr. Claudia Schnitzer stellt in einem Vortrag „Das Caroussel comique von 1722“ vor.

Die Stadtansichten des 1722 geborenen Malers Bernardo Bellotto, genannt Canaletto, bestimmen bis heute das Dresden-Bild der Besucher und auch der Einwohner der Stadt. Bellotto hatte die Kunst der Vedutenmalerei in seiner Heimatstadt Venedig erlernt. Bei seinem Umzug brachte er die zuvor erworbene Kunstfertigkeit nach Dresden mit, wo sie den Kurfürsten und seinen Hofstaat begeisterte. Tatsächlich schaute der sächsische Hof schon seit dem späten 17. Jahrhundert voller Bewunderung auf die Lagunenrepublik, die ihre besonders zur Karnevalszeit zahlreichen Besucher mit ihren ausschweifenden Festen beeindruckte.

Schon Moritz, der als erster Albertiner die Kurwürde trug, besuchte Mitte des 16. Jahrhunderts Venedig. Seinem Beispiel folgten viele seiner Nachfolger, so z. B. Johann Georg I., Johann Georg III. und schließlich Friedrich August I., besser bekannt als August der Starke. Die sächsischen Kurfürsten waren fasziniert von den ausgeklügelten Staatsritualen der Inselrepublik, ihrer hoch entwickelten Fest- und Musikkultur. Der deutsche Musiker und Komponist Heinrich Schütz lernte bei einem mehrjährigen Studienaufenthalt in Venedig zu Anfang des 17. Jahrhunderts die Form der Oper kennen. In Dresden komponierte Schütz die erste Oper der deutschen Musikgeschichte, die unter dem Titel „Daphne“ 1627 im Torgauer Schloss aufgeführt wurde.

Von Venedig inspiriert waren auch die Gondeln, für die unterhalb der Brühlschen Terrasse, im Park des Japanischen Palais‘ und in Pillnitz eigene Häfen angelegt wurden.

Tatsächlich unterschieden sich die geographischen, politischen und kulturellen Bedingungen Dresdens beträchtlich von denen Venedigs, sodass das Vorbild nicht einfach übernommen, sondern in immer neuen Anläufen den eigenen Gegebenheiten angepasst werden musste.

Um den sächsisch-venezianischen Kulturaustausch auch sinnlich erfahrbar zu machen, findet am 9. November 2007 um 20.00 Uhr im Kulturrathaus zudem ein außergewöhnliches Kammerkonzert mit dem Titel „Abends bei Weiß – Kammermusik im Umkreis der Dresdner Hofkapelle“ statt, das durch die Unterstützung der Gesellschaft der Freunde und Förderer der TU Dresden e. V. ermöglicht wurde.

Gegeben werden Stücke von Antonio Vivaldi, Sylvius Leopold Weiß, Johann Georg Pisendel, Franz Brenda und Johann Sebastian Bach.


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