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Vertragsübergabe für die Kirche in Hinte Loppersum

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Für die Restaurierung der Evangelisch-reformierten Kirche in Hinte-Loppersum überbringt Dörte Lossin, Ortskuratorin Oldenburg der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), am 11. September 2012 um 11.00 Uhr gemeinsam mit Ursula und Hubert Rothärmel einen Fördervertrag über 30.000 Euro an Pastor Jürgen Sporre von der Kirchengemeinde Loppersum. Damit stehen 20.000 Euro von der DSD und 10.000 Euro von der treuhänderisch von der DSD verwalteten Ursula und Hubert Rothärmel Stiftung zur Verfügung.

Die Ursula und Hubert Rothärmel Stiftung engagiert sich erstmals für die Loppersumer Kirche. Die Treuhandstiftung wurde 2004 für die Bewahrung von Baudenkmalen in Oldenburg und Ostfriesland gegründet und ist eine von derzeit über 200 DSD-Denkmal-Pflegeversicherungen. Derartige Stiftungen haben sich gerade in Anbetracht knapper öffentlicher Kassen zu einem effektiven Förderinstrument entwickelt und sind aus der deutschen Denkmallandschaft bereits nicht mehr wegzudenken.

Die Ansiedlung Hinte wurde erstmals um 1000 erwähnt und war Sitz zweier Häuptlingsfamilien. Daher waren dort ursprünglich zwei Burgen angesiedelt, wobei die Westerburg 1436 zerstört wurde. Die Osterburg, auch Burg Hinta genannt, bildet mit der unmittelbar benachbarten ehemaligen Probsteikirche St. Martinus, dem Burgpark und der Vorburg ein eindrucksvolles Ensemble.

Der Ort Loppersum, der auf einer Wurt liegt, wird erst 1379 erwähnt, war jedoch schon früher besiedelt und ebenfalls ein Häuptlingssitz. Die heutige neugotische Backsteinkirche Loppersums wurde 1866 über der gotischen Vorgängerkirche errichtet und bildet mit dem 1859 erbauten Schloss ein eindrucksvolles Ensemble.

Der Hallenbau mit einem polygonalen Chorabschluss war ursprünglich schiefergedeckt, erst bei einer Sanierung in den 1960er Jahren brachte man Ziegel auf. Der Westgiebel erhielt einen Schildgiebel, der in der Spitze mit einem kleinen durchbrochenen Dachreiter mit einer Schlagglocke abschließt. Die drei Glocken des freistehenden, breit gelagerten zweigeschossigen Glockenturms aus dem 13. Jahrhundert tragen die Jahreszahlen 1411, 1743 und 1965. Die schlichte Kirchenfassade gliedern Stützpfeiler, Lisenen und Friese. Die breiten spitzbogigen Fenster sind symmetrisch angeordnet, die Gewände aus Formsteinen gebildet. Ein breites Traufgesims, Übergang zum Dachanschluss, ist als Zinnenfries ausgeformt. Das Eingangsportal ist reich ornamentiert. Eine Instandsetzung der gesamten Fassaden war dringend notwendig.

Die Loppersumer Kirche ist eines von über 270 Projekten, die die DSD dank privater Spender und Stifter sowie Mitteln der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, bisher allein in Niedersachsen fördern konnte.

Bonn, den 8. September 2012








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