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Werkverzeichnisses der Gemälde von Karl Hofer

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Im Sommer 2008 ist endlich das lang erwartete Werkverzeichnis der Gemälde von Karl Hofer erschienen, doch die lange und mühsame Entstehungsgeschichte kennen nur wenige. Ein Interview mit dem Autor des Werkverzeichnisses Karl Bernhard Wohlert deutet das Ausmaß seiner Recherchen an und vermittelt einen Eindruck von den urheberrechtlichen Querelen.

Eisenbeis: „Warum hat es so lange gedauert bis die Gesamtübersicht zu diesem begnadeten Künstler erschienen ist?"

Wohlert: „Vor bereits zehn Jahren hatte ich das Werk in Manuskriptform bereits fertig gestellt. Für die Veröffentlichung fehlte es nun an einem Verlag, der bereit war, das Risiko zu tragen und an den Bildrechten. Dass das letztere ein so grundlegendes Problem werden könnte, ist nahezu unglaublich. Nach dem Tode Hofers wurde dessen Nachlass, insgesamt knapp 800 Werke, zweigeteilt. Die eine Hälfte ging an Elisabeth Hofer, Hofers zweite Frau, und die andere Hälfte an Hofers Sohn Hansrudi, bzw. Hofers Schwiegertochter, die sich Karl Hofer sehr verbunden fühlte und sich zeitlebens mit dessen Werk beschäftigte. Die 383 Werke der Ehefrau unterlagen dem Nachlassverwalter Gerd Köhrmann, der die Bildrechte nicht frei gab und eine Zusammenarbeit mit mir fortwährend torpedierte."

Eisenbeis: „Da drängt sich die Frage auf, was es für einen Grund gegeben haben könnte, sich einem Autor, der sich so verdient um ein Werk macht, in derart eklatanter Art und Weise in den Weg zu stellen? Zumal eine solche Arbeit schließlich immer im Sinne eines jeden künstlerischen Nachlasses ist."

Wohlert: „Das weiß man leider nicht. Denkbar ist, dass Köhrmanns eigenen Interessen eine Rolle spielten."

Eisenbeis: „Wie entwickelte sich Ihr Engagement für diesen Künstler, dass Sie sich letztendlich über 30 Jahre so intensiv mit ihm beschäftigten?"

Wohlert: „Im Jahre 1956 erstand ich einen Farbdruck des Gemäldes „Italienische Landschaft - Agnuzzo" (1936). Dies war meine erste Begegnung mit Hofers Werk und das Bild beeindruckt mich noch heute. In den siebziger Jahren folgte der ausschlaggebende Impuls, ein Werkverzeichnis zu erstellen. Ich hatte die Absicht, Karl Hofers Tessin-Landschaften den Naturlandschaften von heute gegenüber zu stellen, doch das Fehlen eines Überblicks über dessen Oeuvre erwies sich als unüberwindbares Hindernis."

Eisenbeis: „Und wie entwickelten sich Ihre ersten Recherchen? Geben Sie uns einen ganz kleinen Einblick in dieses Mammut-Projekt..."

Wohlert: „Meinen Einstieg fand ich interessanterweise über Ihre Branche. Ich wertete 100te von Auktionskatalogen meines Schwiegervaters aus, die dieser gesammelt hatte. Und so kam eins zum anderen und es gab einige besondere Entdeckungen:
1978 fand die große Hofer-Ausstellung zu dessen 100sten Todestag in Berlin statt. Hier bekam ich die Adresse der überaus engagierten Schwiegertochter Elisabeth Hofer-Richold. Sie besaß ein Hofer-Archiv, dessen Grundstock die Materialien aus dem Nachlass von Hofers erster Frau, Thilde Hofer, waren. Hofer selbst vertraute ihr die Sachen 1947 an. Sie gab mir auch die Schweizer Adresse des Kunstsammlers und Mäzens Dr. Theodor Reinhard. Er hatte eine große Sammlung von Fotografien von Hofers Bildern, die dieser ihm regelmäßig schickte.

Trotz nicht geklärter Bildrechte und einer Verweigerung Köhrmanns, mit mir Kontakt aufzunehmen, konnte ich mir einen Überblick über den Bildbestand der Witwe Hofers machen. Die Galeristin Elfriede Wirnitzer hatte deren Nachlassteil einmal samt Bildbeschreibungen fixiert und so für den Werkkatalog verfügbar gemacht.

Erwähnenswert unter den ganz großen Materialfunden sind noch zwei Sammlungen von Schwarzweiß-Negativen des Berliner Kunstfotografen Ewald Gnilka, der ab Mitte der vierziger Jahre für Hofer gearbeitet hatte, die ich erwerben konnte. Dieses Material von über 700 Aufnahmen war von unschätzbarem Wert für meine Forschung. Viele Bilder wurden auch in unterschiedlichen Malzuständen gezeigt.

Und dann erhielt ich natürlich weltweit Zuschriften von Privatpersonen, die weiteste aus Hawaii. Die Resonanz war überwältigend. Vor allem dies machte es auch so besonders schwer, gegen Herrn Köhrmann so machtlos zu sein. Zum Glück nahm die Geschichte ein gutes Ende..."

Das glückliche Ende der Geschichte:

Vor gut zwei Jahren kam der Stein zur Veröffentlichung endlich ins Rollen - bei VAN HAM. Einer der Erben kam zu VAN HAM, um eine Bewertung vornehmen zu lassen. Markus Eisenbeis ergriff sofort diese einmalige historische Chance. Gerd Köhrmann war seines Amtes enthoben worden und der Weg für die großartige Publikation Karl Wohlerts war frei. Markus Eisenbeis gründete den Verlag VAN HAM Art Publications und konnte nun das von der Fachwelt lange erwartete Werkverzeichnis veröffentlichten.

Herr Wohlert trat mit den Erben in Kontakt, welche ihre Zustimmung für die Bildrechte gaben.

Das Werkverzeichnis, das nun endlich erscheinen konnte, sucht seines Gleichen. Mit über 2.900 Einträgen handelt es sich um eines der umfangreichsten Oeuvres eines Künstlers, die es je gegeben hat.

Karl Hofer Bezug ausschließlich über

Werkverzeichnis der Gemälde VAN HAM Art Publications

3 Bände umfassen ca. 1.000 Seiten Schönhauserstr. 10-16

2.500 sw-Abbildungen, 200 Farbtafeln 50968 Köln

CD mit umfangreichem Bildmaterial Tel 0221 - 92 58 62 - 81


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