Leonardo da Vinci 1452 - 1519
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Bei Leonardo da Vinci kann wohl guten Gewissens von einem Universal - Genie gesprochen werden. Da Vinci war nicht nur in allen künstlerischen Gattung, wie z.B. der Skulptur, der Malerei, der Architektur, zuhause; er beschäftigte sich auch eingehend mit Forschungen in den Naturwissenschaften, der Technik, der Medizin und letztlich stand er natürlich auch der Philosophie nahe.
Leonardo da Vinci lernte in der Werkstatt Verocchios in Florenz, war anschließend in Mailand für die Familie des Herzogs Lodovico Sforza tätig und war schließlich in der Zeit von 1513 - 1516 am französischen Hof von Franz I. Hofmaler.
Leonardo da Vinci großes Verdienst für die Malerei liegt in der Malweise des sogenannten "Sfumato" - begrenzende und abgrenzende Umrisse verschwimmen in diffusen Lichtdarstellungen. Auch wenn die Renaissance - Maler diese Kunst Leonardo da Vinci noch nicht vollständig wertschätzen konnten, so war sein Einfluss auf die venezianischen Künstler des 16.Jh. unübersehbar.
Auch Leonardo da Vinci beschäftigte sich eingehend mit dem menschlichen Körper. Starke muskuläre Konturen waren aber nicht seinem Schönheitsideal entsprechend. Um Anmut und Geschmeidigkeit auszudrücken, gelte es den Muskel, auch wenn er sich in Aktion befindet, möglichst wenig hervorzuheben. Da Leonardo da Vinci hat seine Sichtweise auch seinen Schülern weiter gegeben und Darstellung wie sie Michelangelo liebte, lehnte er ab.
"Mona Lisa", 1503/05, Öl auf Holz, Musée National du Louvre, Paris
Dieses Bildnis, das wohl zu den berühmtesten Werken der Kunstgeschichte zählt, war bis zum Tod des Meisters in seinen Händen. Angeblich hat Leonardo da Vinci dieses Bild auch auf Reisen mitgenommen.
Das berühmte Lächeln hat da Vinci allerdings auch anderen Frauengestalten seiner Bilder verliehen. Dieses Lächeln entsprach dem Schönheitsideal des italienischen Hoflebens und wird sogar in Büchern für die Schönheit einer Frau empfohlen.
Für die Kunst selbst war Leonardos Art und Weise der diffusen Landschaftsdarstellung und sein Umgang mit Licht- und Lufteffekten wahrscheinlich wesentlich bedeutungsvoller. Dieser Stil des sogenannten "Sfumato" war etwas sehr Typisches für Leonardo da Vinci.
"Jungfrau und Kind mit hl. Anna und hl. Johannes", 1495, Kohle auf braunem Karton, National Gallery, London
"Abendmahl", 1495 - 1498, Öltempera auf Stein, Santa Maria delle Grazie, Mailand
Dieses Werk gilt als Wegbereiter der Hochrenaissance. Leonardo da Vinci hat die Perspektive meisterhaft zur Erweiterung des Raumes genützt. Alle Fluchtlinien treffen sich in der Gestalt Jesu'. Die Jünger links und rechts neben ihm, sind in Dreier-Gruppen angeordnet. Auch farblich ist das Bild voll Harmonie. Christus zeigt sich in den Farb Rot und Blau. Auch die Apostel sind in diesen Farben gehalten.
Interessant ist, dass da Leonardo da Vinci die Meinung vertrat, dass der Geist eines Menschen in seiner Bewegung und seiner Haltung malerisch ausdrücken zu sei; nicht in seiner Mimik. Daher sind die Emotionen der Jünger sehr bewegt dargestellt.
"Anbetung der Könige", um 1481, Öl und Bister auf Holz, Galleria degli Uffizi, Florenz,
Wieder findest sich das Dreieck als gestaltende Form; die knienden Könige bilden mit Maria ein Dreieck. Marias Kopf ist die Spitze des Dreiecks und befindet sich in der Mitte des quadratisch angelegten Bildes.
Das Bild blieb unvollendet.
"Ginevra de' Benci", um 1474, Öl auf Holz, National Gallery of Art, Washington
Die porträtierte Dame galt als berühmte Schönheit ihrer Zeit und da Leonardo da Vinci Gemälde entspricht einem "fotografischen Naturalismus"; außerdem scheint er sich sehr eingehend mit dem damaligen Schönheitsideal auseinander gesetzt zu haben.
"Madonna in der Felsgrotte", um 1485, Öl auf Holz, auf Leinwand übertragen, Musée du Louvre, Paris
Das Bildthema entspricht der byzantinischen Tradition, wonach Christus in einer Grotte geboren wurde.
Die Figuren bilden wieder ein Dreieck, wobei Leonardo da Vinci jedoch bewusst darauf achtet, dass Asymmetrien und Raumgestaltung den Eindruck von Geometrie verhindern.
Der Engel weist mit einem anatomisch verlängerten Arm in Richtung des Kindes. In der späteren Version des Bildes malt da Vinci diese Gestik nicht mehr.
"Madonna in der Felsgrotte", um 1506, Öl auf Holz, National Gallery, London
Dieses Gemälde zeigt einerseits die neuen Farbtheorien von da Leonardo da Vinci, andererseits hat sich auch in der Bildkomposition selbst etwas verändert: Der Engel hebt nicht mehr den Arm und die Figuren haben einen Heiligenschein bekommen.
"Die hl. Anna selbdritt", um 1508, Öl auf Holz, Musée National du Louvre, Paris
Die Darstellung der Figuren erinnert an Michelangelo. Die Figuren sind mit sehr unterschiedelichen, teilweise gegenläufigen Bewegungen mit einander verbunden.
















