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Castello del Buonconsiglio


Castello del Buonconsiglio
Bernardo Clesio, 5
it
38122 Trento
Tel.: +39 0461 233770
Fax.: +39 0461 239497
info@buonconsiglio.it

Das Castello del Buonconsiglio, ein Ensemble aus mehreren Bauwerken, die sich an die Stadtmauer aus dem XIII. Jahrhundert anschmiegen, war ab der zweiten Hälfte des XIII. Jahrhunderts bis zum Einzug des napoleonischen Heers in Trient im Jahre 1796 die Residenz der Fürstbischöfe von Trient.

Der älteste Kern, das Castelvecchio, errichtet auf einem Felsrücken rund um den zylindrischen Bergfried – genannt Augustusturm (Torre d’Augusto) – geht auf die erste Hälfte des XIII. Jahrhunderts zurück. Das Gebäude wurde auf Wunsch von Bischof Georg von Liechtenstein (1390-1419) umgebaut, der das ursprüngliche strenge Aussehen in das einer Residenz verwandelte. Er stellte eine Verbindung zwischen dem Schloss und dem Adlerturm (Torre dell’Aquila) her, der an der östlichen Stadtmauer liegt, und dessen Inneres er mit einem Fresko des berühmten Kalenderzyklus (Jahreszyklus) schmücken ließ, ein Meisterwerk der internationalen Gotik. Das jetzige Aussehen Castelvecchios verdankt sich den von Fürstbischof Johannes Hinderbach (1465-1486) in Auftrag gegebenen Umbauten. Er ließ den Innenhof von venezianischen Handwerkern mit übereinander angeordneten Arkaden und die große Fassade mit Mehrbogenfenstern in gotisch-venezianischem Stil gestalten.

Das Museum Castello del Buonconsiglio, Monumenti e collezioni provinciali, verteilt sich innerhalb der Provinz auf vier Standorte: Castello del Buonconsiglio in Trient, Castel Stenico in den Judikarien, Castel Beseno in der Nähe von Rovereto und Castel Thun im Nonstal.

Ein Teil der Sammlungen des Castello del Buonconsiglio wird in zwei der Außenstellen des Museums “Castello del Buonconsiglio. Monumenti e collezioni provinciali”, ausgestellt, d.h. im Castel Beseno und im Castel Stenico

Im Castel Beseno ist die Sammlung der Stichwaffen zu sehen, während man in Stenico die Handfeuerwaffen bewundern kann. Hier ist außerdem seit dem Sommer 2008 nach der Sanierung und Wiedereröffnung zahlreicher Räume, die Sammlung antiker Glocken ausgestellt (XIV.-XVIII. Jh.), sowie schmiedeeiserner Gegenstände, Intarsien und Einrichtungen aus Holz und volkstümliche Möbel, zum Kochen dienende Kupfergefäße, Schlüssel und Schlösser; außerdem Öfen aus dem XVIII. Jh. mit zahlreichen Majolika-Kacheln. In diesem Schloss werden auch Gemälde sowie mit Schnitzwerk und Intarsien geschmückte Aussteuertruhen und kostbare Möbel beherbergt, die alle aus den Depots des Castello del Buonconsiglio stammen.

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