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Militär Auktionen

Frühjahrsauktion der Hermann Historica 2017

Militär Auktionen

Alte Waffen
Ganz ausgezeichnet ist auch in diesem Frühjahr wieder die Angebotsvielfalt an qualitätsvollen mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Blankwaffen. Sehr ansprechend hier, ein rares ritterliches Schwert aus Italien um 1430/40 mit breiter, zweischneidiger Klinge und schwerem, flachen Scheibenknauf. Der Vertreter eines seltenen gotischen Schwerttypus mit einseitigem Fingerbügel kann ab 12.000 Euro ersteigert werden. Von der Garde des Herzogs Julius von Braunschweig und Lüneburg kommt aus einer Gruppe von 150 belegten Exemplaren ein imposanter Bidenhänder zum Aufruf. Datiert und gemarkt, zeigt das Vortrageschwert von 1573 eine kräftige, zweischneidige Klinge mit rhombischem Querschnitt auf deren Fehlschärfe eine Krone über drei Balustern dargestellt ist. Taxiert auf 15.000 Euro, finden sich Vergleichsstücke in den namhaftesten privaten und institutionellen Sammlungen weltweit. Feinste Eisenschnittarbeit, teils gold- und silberunterlegt, prägt die elegante Anmutung eines eindrucksvollen französischen Luxusdegens. Während auf sorgfältig punziertem Goldgrund Reiter die Parierstangenknäufe zieren, ist das Spangengefäß aufwändigst geschnitten und vergoldet und der schwere Kugelknauf mit plastisch geschnittenem Dekor sowie Kartuschen mit Figuren vor antikisierenden Ruinenkulissen versehen. Das überaus repräsentative Stück wird mit 25.000 Euro aufgerufen. Vom Hof der Kurfürsten von Sachsen kommt ein Rapier der Fußtrabanten-Leibgarde für 18.000 Euro zur Auktion. Die lange, sehr schlanke Stechklinge zeigt einen abgeflachten Mittelgrat und am Ansatz eine schmale Kehlung mit Zierdekor. Das mehrspangige Bügelgefäß des 1,2 Meter langen Degens von 1610 begeistert mit hervorragend erhaltener originaler Bläuung und durchbrochen gearbeitetem Stichblatt. Ein nahezu identisches Stück ist für die Sammlung des Metropolitan Museums of Art in New York dokumentiert.

Reicher Besatz aus Messingblech mit getriebenem Buckeldekor ziert die husarische Kürass-Brust aus Polen, die in schwerer Ausführung mit kräftigem Mittelgrad und im unteren Drittel dreifach geschoben im 17. Jahrhundert gefertigt wurde. Die ausgesprochen seltene Brustplatte eines polnischen Flügelhusaren zeigt an Hals- und Armausschnitten, die für die Abwehr von Angriffen so wichtigen, kräftig umgeschlagenen Brechränder und an Schultern und Seiten Schlitze zur Aufnahme des Gurtzeugs. 15.000 Euro wird ein künftiger Besitzer für den auffallenden Kürass mindestens aufbringen müssen. Ab 20.000 Euro kann ein weiteres bedeutendes Objekt der polnischen Geschichte, ein Feldzeichen für Marschälle und Heerführer in Form eines übergroßen Streitkolbens aus der Blütezeit der Republik der polnischen Krone und des Großfürstentums Litauen angeboten werden. Das seltene Würdezeichen trägt einen sechsblättrigen Schlagkopf aus feuervergoldeter Bronze und einen vergoldeten Aufsatz mit reliefiertem, polnischem Adler, auf der Gegenseite der litauische Reiter, darüber die Königskrone. Schutzwaffen, wie ein formschöner deutscher Halbharnisch von 1540/50 im Aufruf für 6.000 Euro oder ein umlaufend mit Figuren der Antike verzierter, geätzter Rundschild aus Frankreich oder Italien um 1600, taxiert auf 4.500 Euro, runden das Angebot ab.

Asien, Orient und Afrika
Überzeugend in Vielfalt und Qualität ist auch in diesem Frühjahr wieder das Angebot an Losen aus Afrika, dem Osmanischen Reich, Indien sowie Japan und China. Ein selten bis nie am Markt angebotenes Rarissimum kann mit einem osmanischen Rossschweif aus dem 17./18. Jahrhundert, der Zeit der Türkenkriege, ab 15.000 Euro offeriert werden. Tugs dieser Art, hier ein mit gefärbtem Rosshaargeflecht überzogener Holzschaft mit vier balusterförmigen Ausbuchtungen, einhängend fünf geflochtene Strähnen und mit einer Tombak-Kugel als Abschluss, wurden als Würdezeichen getragen. Vom Platz in der Hierarchie hing die Anzahl der Rossschweife ab, die ein Würdenträger führen durfte. Beanspruchte ein Sultan sechs, im Kriegsfall bis zu neun für sich, waren einem Großwesir fünf und den Wesiren drei zugestanden. Dass das Augenmerk auf Schutz und Zier nicht nur den menschlichen Kämpfern galt, beweist unter anderem eine seltene Rossstirn aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Der mehrteilig gearbeitete Chamfron mit vollflächig gravierten Front- und Seitenpartien und mit "Tamga" des St. Irenenarsenals in Konstantinopel wurde in Ostanatolien oder im Iran gefertigt. Ein ausgesprochen schönes Stück, das ab 15.000 Euro ersteigert werden kann. Ungebrochen ist das Interesse an kunstvoll gearbeiteten Blankwaffen aus dem Osmanischen Reich und Indien. Sehr schön hier, ein silbermontierter Shamshir von 1780 in hochwertigster Verarbeitung mit Parierstange und Griffbändern aus vergoldetem Silber, erstere mit fein reliefiertem Blütendekor und mit Griffschalen aus elegantem, dunklem Horn, der mit 12.000 Euro zum Aufruf kommt. Ebenfalls sehr ansprechend ein silbermontierter und vergoldeter Kilic aus Griechenland, der Ende des 18. Jahrhunderts gefertigt wurde. Die Klinge des prunkvollen Säbels weist auf der Terzseite eine goldtauschierte Darstellung von Maria mit dem Jesuskind sowie eine lange griechische Inschrift entlang des Rückens auf. Eine floral gravierte und vergoldete Parierstange aus Silber und vernietete Walrossgriffschalen mit vergoldeter Griffschiene runden den exklusiven Eindruck des auf 17.500 Euro geschätzten Kilic ab. Aus China begeistert ein Paar großer Cloisonée-Vasen in Mei-Ping Form, die in ausgewählter Farbigkeit 1850 gefertigt wurden. Mit reichem Päoniendekor in Blau, Gelb, Weiß, Grün, Rot und Rosa auf türkisfarbenem Grund, sind für die 64 Zentimeter hohen, bauchigen Vasen Gebote ab 18.000 Euro gefordert.






  • Wir sind ein Völkerkundemuseum. Wir betrachten alle Kulturen als gleichwertig.Wir übernehmen...
  • 24.04.2017 - 06.05.2017
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    74. Auktion der Hermann Historica oHG, München



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  • Paar goldtauschierte Luxus-Perkussionspistolen, A. De Lezaack, Lüttich um 1860. SP: 28000 Euro
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  • Marmorporträt des Kaisers Hadrian, Reg. 117 - 138 nach Christus. SP: 75000 Euro
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  • Bronzekanne mit außer-gewöhnlichem Tierfries, römisch, 2. - 3. Jhdt. SP: 18000 Euro
    Bronzekanne mit außer-gewöhnlichem Tierfries, römisch, 2. - 3. Jhdt. SP: 18000 Euro
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  • Schwere Husaren Kürass-Brust aus Polen im 17. Jahrhundert gefertigt. SP: 15000 Euro
    Schwere Husaren Kürass-Brust aus Polen im 17. Jahrhundert gefertigt. SP: 15000 Euro
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  • Eisengeschnittener Luxus-Degen aus Frankreich um 1600. SP: 25000 Euro
    Eisengeschnittener Luxus-Degen aus Frankreich um 1600. SP: 25000 Euro
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  • Schaschka M 1909 für Offiziere in sog. doppelter Verleihung, 1913-17. SP: 25000 Euro
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  • Chamfron (Rossstirn), Ostanatolien oder Iran, 1. Hälfte 16. Jhdt. SP: 15000 Euro
    Chamfron (Rossstirn), Ostanatolien oder Iran, 1. Hälfte 16. Jhdt. SP: 15000 Euro
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  • König Georg V. von Hannover – Bruststern zum Georgsorden um 1860. SP: 40000 Euro
    König Georg V. von Hannover – Bruststern zum Georgsorden um 1860. SP: 40000 Euro
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  • Ein Paar große Cloisonée-Vasen in Mei-Ping Form, China um 1850. SP: 18000 Euro
    Ein Paar große Cloisonée-Vasen in Mei-Ping Form, China um 1850. SP: 18000 Euro
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