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Hundsgugel, Zimier & Chepesch - aussergewöhnliche Objekte in Auktion antiker Waffen

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Sichelschwert/Chepesch, ägyptisch, um 1300 v. Chr.
Sichelförmiges Hiebschwert, dessen Klinge an der Bogenaussenseite geschliffen ist. Geborgen aus dem Mittelmeer vor Tyros, Libanon, aus dem Kontaktbereich der ägyptischen, assyrischen und hethitischen Einflusssphäre. Neues Königreich (XVIII - XX Dynastie), ca. 1300 v. Chr.. Die Innenseite des sichelförmigen Klingenblatts ist stumpf (ca. 1 cm stark). Die im Querschnitt keilförmige Klinge (L 48 cm, Br. 2 cm), einschliesslich des nicht zugeschliffenen Schaftbereichs ("Ricasso") von rechteckigem Querschnitt (L ca. 15 cm), weist als Verzierung zwei parallel laufende Rillen auf, die sich im eckigen Klingenende in Form eines Fusses vereinigen. Der Randleistengriff ist am Ende schnabelförmig nach unten umgebogen. Übergang Griff - Klinge ("Parierstange") in Form eines seitlich hervortretenden Wulsts. Zwischen den Randleisten sind beidseitig die ursprünglichen, im Salzwasser konservierten Holzgriffschalen erhalten. Grünliche bis rötliche Patina.
Schätzung: CHF 18 000/22 000 bzw. EUR 14 800/18 000

Spatha, Benelux/Norddeutschland, 5./6. Jh. n. Chr.
Bedeutender Moor-, oder Flussfund in aussergewöhnlich gutem Erhaltungszustand. Gefässteile aus Bronze kombiniert mit Rinderhorn. Knaufkrone in abgerundeter Pyramidenform mit Kreisaugenzier über der eingezogenen Basislinie. Knaufbalken aus drei ovalen Bronze- und zwei Hornplättchen zusammengenietet. Das mittlere Bronzeplättchen ist wie die identisch aufgebaute Parierstange (L 6,5 cm) mit je 7 Kreisaugen zwischen jeweils zwei senkrechten Strichen verziert. Hilze aus zwei flach-konischen Hornhülsen mit einem zentralen Nodus aus Bronze. Zweischneidiges, ungekehltes Klingenblatt (L 77,2 cm, Br. 5,0 cm, ) mit bis zum gerundeten Ort parallel verlaufenden, scharfen Schneiden mit einigen Ausbrüchen. Separater Eisenwerkstoff der Angel original mit Klingenblatt verschweisst. Der Balancepunkt der hieborientierten Klinge liegt bei ca. 25 cm vor der Parierstange. Flach linsenförmiger Querschnitt, alte und während der Gebrauchsphase reparierte/feuerverschweisste Bruchstelle ca. 20,5 cm vor der Parierstange. Die Verarbeitungstextur ist in Form einer strähnigen Lagentextur (jap. Masame) gut zu erkennen. Tief reichende Magnetitpatina bei minimalem Verlust originaler Oberflächen. Gew.: 685 g.
Schätzung: CHF 18 000/22 000 bzw. EUR 14 800/18 000

Rapier, spanisch, um 1600
Eisengefäss mit hexagonalem Knauf und separatem Nietknäufchen. Die sechs Seitenflächen des Knaufs sind wie der abgesetzte Knaufhals mit silbernen Sternen und goldenen Kreispunkten tauschiert. Auf der Terzseite ist eine Fleur de Lys in Silber tauschiert, auf der Quartseite zwei herzförmige Elemente. Spitz über den Blattansatz ausgezogenes Mitteleisen. Elegant symmetrisch verzweigte Spangen mit aufwändigen Stern- und Punkttauschierungen in Silber und Gold. Die Spangen von rundem Querschnitt mit jeweils einer zentralen Verdickung zwischen zwei Verzweigungen. En suite tauschierte, gerade Parierstange (L 23 cm) mit rundem Querschnitt und leicht verdickten Enden. Vom Griffbügel zweigen zwei Nebenbügel ab, von denen zwei weitere Spangen symmetrisch zu den am Blattende der Fehlschärfe ansetzenden Fingerbügeln und Parierringen verlaufen. Leicht bauchige Hilze mit vier verschiedenen Eisen und Buntmetalldrähten bewickelt, die von Türkenbünden eingefasst sind. Deutlich akzentuierte, schmale Sechskantklinge (L 96,5 cm) mit 5 cm langer, doppelt gekehlter Fehlschärfe, original erhaltenem Schliff und nur leicht angelaufener Politur. Stärke auf 26,5 cm Länge je zweifach schmal gekehlt. In den Kehlungen insgesamt 12 längliche und 16 Kreispunkt-Durchbrechungen. Dazwischen beidseitig die ziselierte Signatur des Toledaner Klingenschmieds "DE HORTUNO DE AGUIRE". Am Abschluss der Hohlkehle je ein gestempelter Halbmond mit Gesichtszügen, der in Toledo auf Juan Martinez den Älteren (tätig um die Wende vom 16. zum 17. Jh.) zurückgeht. Im Anschluss an das Mondgesicht sind je 9 flache Zierschliffe eingebracht. L 110,5 cm. Z: 1-2
Schätzung: CHF 15 000/18 000 bzw. EUR 12 300/14 800

Helmkleinod/Zimier, deutsch, um 1400
Seltener, aufwändig gefertigter, heraldischer Helmschmuck des 14./15. Jh. Aus dem gewölbten, mit 10 Löchern zur Befestigung an einem Stechhelm versehenen Scheitelstück, wachsen zwei geschwungene sog. Büffelhörner mit mundstückartig verbreiterten Wulstenden. Die Hörner sind en suite mit je drei Dreiblättern verziert. Die Scheitelplatte wird eingefasst von einer gotischen Laubkrone aus sechs Dreiblättern. Zwischen den Hörnern befindet sich eine Tülle zur Befestigung von weiterem textilem oder organischem (z.B. gefärbtes Rosshaar, Federn o.ä.) Schmuck. Die Bestandteile sind aus erstklassig verarbeiteter Rohhaut zusammengesetzt. Darauf folgt ein Überzug mit einem Kreidegrund, in den Werg (wohl Hanf- oder Leinenfasern) eingemengt ist. Darüber ist eine rötliche Grundierung aufgetragen worden, die abschliessend flächig mit einer aufgebürsteten Blattvergoldung versehen wurde. Der Erhaltungszustand mit z.T. tieferen Rissen gestattet detaillierte Einblicke in die Herstellungsabläufe des Stücks. G 1349 g. Z: 2. L 27,5 cm B 41 cm H 48,5 cm.
Schätzung: CHF 6 000/8 000 bzw. EUR 5 000/6 500






  • 11.09.2014 - 12.09.2014
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    Vorbesichtigung 1. bis 8. September 2014

    Öffnungszeiten während der Vorbesichtigung:
    Mo-Fr: 10.00 bis 12.30 Uhr und 13.30 bis 18.00 Uhr, Sa: 10.00 bis 18.00 Uhr, So: 13.00 bis 18.00 Uhr

    Experten: Dr. Stefan Mäder, Dr. Rudolf Beglinger



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