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GOLDRAUSCH

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Mystisch, geheimnisvoll und strahlend – seit Jahrtausenden zieht das Gold die Menschen in seinen Bann. Bereits die Herrscher der frühen Hochkulturen verwendeten es zur Demonstration von Macht und Stärke und zur Ausschmückung ihrer kultischen Handlungen.
Kostbare und seltene Waren oder Gegenstände wurden seither mit Gold aufgewogen und auch mit dem edlen Material verglichen. Das „weiße Gold“, das Porzellan, war bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts in Europa lediglich als Importware aus China erhältlich. Erst dem „Goldmacher“ Johann Friedrich Böttger gelang es 1710 auf der Albrechtsburg in Meißen das „Arkanum“, die Zusammensetzung der Porzellanmasse zu entschlüsseln. Erste Formen für die Meissner Porzellangefäße entwickelte der sächsische Hofgoldschmied Johann Jakob Irminger. Eine äußerst beliebte Dekoration dieser Zeit war die Goldmalerei oder auch die vollflächige Übermalung mit Gold.
Das Deutsche Porzellanmuseum zeigt in seiner Ausstellung „Goldrausch“ Figuren, Service und Zierartikel aus seiner Sammlung, allesamt aufwendig und meisterlich mit Goldmalerei oder Golddekoren gestaltet. Es finden sich Service und Vasen der Manufaktur Fürstenberg aus der Zeit Napoleons, aber auch biedermeierliche Sammeltassen und eine Fülle von Historismusporzellanen aus ganz Europa. Ein Bereich ist dem sogenannten Andenkenporzellan gewidmet, mit sinnigen Devisen wie „Sei immer guten Mutes“ oder „Dem Jubelpaar“, insbesondere von böhmischen oder thüringischen Manufakturen gefertigt. Der Jugendstil begeistert erneut Künstler für die Verwendung von Golddekoren. Zahlreiche Kunstabteilungen wie zum Beispiel Lorenz Hutschenreuther oder Philipp Rosenthal, kreieren Figurengruppen, Tafelaufsätze und Service. Auch externe Entwerfer, so Henry van de Velde für die Porzellanmanufaktur Meissen, entscheiden sich für den eleganten Zusammenklang von weißem Porzellan mit goldenem Dekor.
Die „Goldenen Zwanziger“ Jahre finden im Porzellan Widerhall auf den eckigen und stilisierten Formen des Art Deco und auch der Funktionalismus der 30er Jahre verzichtet ungern auf feine Goldlinien und Goldakzente. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren es Designer, wie zum Beispiel der Däne Björn Wijnblad, der mit seinem Dekor „Quatre Couleurs“ den Trend zur neuen Üppigkeit wiederbelebte.
Zu allen Zeiten schätzten insbesondere VIPs Service mit aufwendigen Goldätzdekoren. Heutzutage sind es insbesondere Wüstenprinzen, wie der Sultan von Oman, der ungern auf Speisen von „goldenen“ Tellern verzichtet.
Die Ausstellung „Goldrausch – Porzellan in Weiß-Gold“ ist vom 26.11.2005 bis 26.3.2006 im Deutschen Porzellanmuseum in Hohenberg an der Eger zu sehen


Ausstellung






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