Meisterwerke im Fokus: Max Oppenheimer
Seit 2009 präsentiert das Belvedere die Ausstellungsserie Meisterwerke im Fokus: Jeweils im Frühjahr und Herbst demonstrieren Sonderpräsentationen ausgewählter Werke der Sammlung die hohe Qualität der Bestände - etwa der internationalen Klassischen Moderne, der deutschen Romantik oder des französischen Impressionismus. Gezeigt werden sowohl Retrospektiven einzelner Künstler als auch Schlüsselwerke wichtiger stilistischer Entwicklungen von der Gotik bis in die Gegenwart.
Den 150. Geburtstag Gustav Mahlers nimmt das Belvedere zum Anlass, in der Reihe Meisterwerke im Fokus Max Oppenheimers Gemälde Die Philharmoniker eine Ausstellung zu widmen. Mahlers Arbeit als Komponist und Musikoperndirektor prägte in entscheidendem Maße die Musikrezeption seiner Zeitgenossen und drückte sich unmittelbar auch in der Malerei und Bildhauerei verschiedener Künstler aus.
Ab 1914 wurde für den leidenschaftlichen Violinisten und Musikkenner Oppenheimer die Welt der Musik zum zentralen Thema seines Schaffens, was allein allerdings noch nicht so außergewöhnlich war. Denn spätestens mit Richard Wagner war die Musik in das Blickfeld vieler bildender Künstler gerückt. Das Werk Die Philharmoniker entstand über den langen Zeitraum von 1926 bis 1952, also größtenteils im New Yorker Exil des jüdischen Künstlers. Unbestritten wirkt es in seiner monumentalen Form wie sein künstlerisches Testament. Die Verbindung von Musik und Malerei sollte für Oppenheimer zu einem überlebenswichtigen Heilmittel in der Fremde werden. So erklärt sich die lange Entstehungszeit dieses Gemäldes als eine Auseinandersetzung mit der eigenen kulturellen Identität, verbunden mit der Hoffnung auf eine universell verständliche Sprache der Kunst.
Neben diesem Monumentalwerk sind weitere Gemälde und Zeichnungen Oppenheimers sowie eine Auswahl an Werken seiner Zeitgenossen zu sehen.
Musikbilder Das Gemälde Die Philharmoniker kommt einer Apotheose Gustav Mahlers gleich, der in diesem Jahr seinen 150. Geburtstag feiert. Das Belvedere besitzt mit den Gemälden Die Philharmoniker und Klingler-Quartett zwei Hauptwerke Max Oppenheimers. Beide zählen zur Gruppe der Musikbilder. In ihnen überträgt Oppenheimer schlüssig das musikalische Erlebnis in die Malerei. Seine Studien belegen eine genaue Fachkenntnis, sichtbar an der Handhaltung der Violinisten, deren Pizzicato hörbar zu werden scheint.
In den Philharmonikern verstärken die Staffelung der Streicher wie auch Haltung und Mimik der Bläser den „Klang“ des Bildes. Die Licht- und Farbführung, die von links nach rechts aufbrausenden warmen rotbraunen bis gelben Farbtöne verleihen dem Gemälde Dynamik. Oppenheimer, der das Bild 1926 in Berlin begonnen hatte, arbeitete an dessen Perfektion noch bis 1952 im New Yorker Exil weiter.
Im Klingler- und im Kolisch-Quartett gestaltet Oppenheimer mit collageartigen Überlagerungen von Händen und Musikinstrumenten einen Bildraum, der dem beobachtenden Blick des Konzertbesuchers entspricht. Gleichzeitig erzeugt die Abfolge der Hände und der Instrumente in der Fläche des Bildovals einen Rhythmus.
Freundschaften – Porträts Oppenheimers Porträts dokumentieren Freundschaften des Künstlers wie auch seine künstlerischen Absichten. Die Pracht aus Klimts Gemälden weicht der Tonigkeit. Körperhaltung und Gestik werden zu zentralen Fragestellungen. Vor allem die Hände als Charakteristika des Porträtierten gewinnen an Bedeutung. Der Bildhintergrund wird zur malerisch belebten Folie. Schiele sucht 1909 den künstlerischen Austausch mit Oppenheimer und teilt mit ihm einige Monate ein Atelier. Beide entwickeln die Psychologisierung durch Gestik weiter, eine Komponente, die auch im Werk Kokoschkas wiederzufinden ist. Im Porträt Ferruccio Busonis treten hierzu Gestaltungselemente, die sich ausbreitende Schallwellen sichtbar machen und das energetisch aufgeladene Spiel des Pianisten veranschaulichen. In den späteren Musikbildern und musikalischen Porträts treten die Hände komplett an die Stelle der Physiognomie. Somit verlagert Oppenheimer die psychologisierende Darstellung auf die Verbildlichung des rein musikalischen Erlebnisses.
Thomas Mann - Symphonie Max Oppenheimer, der „Mopp“ signiert, gibt uns jetzt bei Caspari Gelegenheit, das Schaffen seiner 41 Jahre zu überblicken und zu bemerken, wie sehr er gewachsen ist, seit man ihn in Deutschland aus den Augen verlor. Die Ausstellung bietet an eindringlichen Porträts, originellen Stilleben und größeren Kompositionen, die meistens ein Kult des Musikalischen sind, sehr Merkwürdiges, verrät auf Schritt und Tritt ein geistvolles und phantastisches Könnertum; aber sie wird übergipfelt und beherrscht von einem wandgroßen Bilde, das ihre Hauptattraktion ausmacht und offenbar das Erzeugnis jahrelanger Hingebung ist, einem Werk großen Stils, endlich denn wieder einmal, von dem ich mich sehr erfüllt erkläre. Es soll nach Berlin gehen in den nächsten Tagen, und mir liegt daran, ihm etwas wie eine knappe Anmeldung vorauszuschicken. Es heißt „Das Konzert“ und zeigt ein modernes Orchester in voller Tätigkeit, wohl 70 Mann stark, geführt von einem Dirigenten, dessen brillen- und lippenscharfe Physiognomie in ihrer Willensekstase und religiösen Intelligenz an diejenige Gustav Mahlers erinnert. Sein vor byzantinischem Golde stehendes Profil, sein emporgeworfener Arm befehligen ein brausendes Tutti, das man hört, – wahrhaftig! es drängt mich, von der unglaublichen akustischen Wirkung des Bildes zu zeugen, der suggestiven Macht, mit der es das geistige Ohr des Beschauers halluzinatorisch mit der gesättigten, üppig kolorierten Klangmasse heutiger Instrumentalmusik erfüllt.
erfüllt. Wie geschieht das? Zum Teil sehr einfach kraft musikalisch-technischer Sachkenntnis. Das hat ein Musiker gemalt, ein Amati-Geiger, der sich selig aufs Ohr legt, in Phantasien wandelnd. Es ist richtig. So sitzen Violinisten beim Spiel, so umfaßt die Linke das Griffbrett, so biegt das rechte Handgelenk sich durch, und so ist die Kopfhaltung. Diese Cellisten setzen den geharzten Bogen so an, wie man es tausendmal gesehen hat, mit dem Ergebnis baritonalen Saiten- und Holzgesanges. Solche Münder machen Flötisten, das ist die Grimasse des Klarinettbläsers, Oboisten, Hornisten bei angestrengtem Spiel. Hinzu kommen Individualität und Ausdruck. Die Musiker, jeder einzelne, die Aelteren und die Jungen, sind Menschen, Personen, lebendig, echt; man glaubt, einen jeden gekannt zu haben, wahrscheinlich sind es Porträts – von Leuten wohl manchmal, die nie ein Instrument in der Hand gehabt haben, die aber der Maler hier an Pulte gesetzt und zu Orchesterkünstlern von glaubwürdigster Tüchtigkeit gemacht hat. Selten oder nie ist der Zustand hingegebenen Kunstdienstes, frommer und selbstvergessener Anstrengung in menschlichem Verein zum Zweck großer Darbietung so getroffen, so vielfältig durchgeführt worden. Man sehe diesen jungen, schwarzhaarigen Geiger links vorn, am zweiten Pult, der mit geschlossenen Augen sitzt und spielt, in seinen Part und in das Ganze tief verloren. Es ist klar, daß man ihn persönlich nur darum nicht hört, weil die Stimme seines Instrumentes in der tosenden Polyphonie des Ganzen untergeht, und da dem so ist, – wie sollte man das Ganze nicht hören? Es tragen aber drittens eine Menge rein kompositioneller und schwer kontrollierbarer, irrationaler und suggestiver Mittel bei, den Effekt zu zeitigen, dem ich hier auf die Schliche zu kommen suche: Diese gestreckt, weit ausgezogen, von rechts ins Bild jagenden Posaunen mit den wuchtenden Baßtuben darunter, diese gleichlaufend nach links hinstreichenden Silberflöten, die fliegenden Paukenschlägel, die Vertikalbündel dieser drei Orgeltürme des Hintergrundes, deren Pfeifenfigur sich sonderbarerweise in den gerollten Notenblättern auf den vorderen Pulten wiederholt … Lichterscheinungen zwischen dem kirchlichen Pfeilerwerk, das die Orgelteile verbindet. Große mystische Lichtstrahlung rechts, die aus irgendwelchen Schallmündern zu brechen scheint, von denen man nicht recht weiß, wohin sie gehören. Ein Treppchen mit sich verjüngenden Stufen läuft links zum mittleren Orgelpfeiler hinan, ein gänzlich unbenützbares, rein ideelles und suggestives, ein hochmusikalisches Treppchen, ein Flötenlauf: Tutetütelit … Wer will das aussprechen. Man denke an nichts Impressionistisches! Vielmehr herrscht Vereinfachung, Uebertragung, Konzentration bis zum Symbolhaften. Der Maler hat auf viele Mittel gewagter Kompliziertheit verzichtet, die seiner Produktion sonst eignen, um einen Freskostil zu versuchen, der das Dekorative zugleich mit dem Seelenvollen erreicht. Das ist aber wohl die Bestimmung des großen Stils. Das Bild, scheint mir, wäre als Hauptschmuck des Foyers eines unserer großen Opernoder Konzerthäuser an seinem Platz.
Konzerthäuser an seinem Platz. Denn ich sollte denken, es wäre ein rechtes Stück deutscher Malerei, spirituell und gefühlvoll, ein Stück deutschen Expressionismus’, von 1500 ebensowohl wie von 1926, in seiner Isenheimischen Ausdrucksgewilltheit, die vom Verschlossen-Innigen bis zum Losgelassen-Fratzenhaften reicht. Uebrigens war es gar nicht meine Absicht, zu loben, sondern nur, von einem Eindruck zu zeugen. Zu loben und zu tadeln wird Sache der Experten sein, auf deren Aeußerungen ich neugierig bin. Jedenfalls ist hier jemand auf die Höhe seines Könnens gelangt. Die Grund-Liebeselemente dieses Künstlers: Musik und Geist vereinen sich unter stürmischer Entfaltung von mehrerlei Gold, Hellbraun, Orange, Mattblau und Engelsweiß zu einer Vision von hochgetriebener Realität und Inbrunst.
Aus dem Berliner Tageblatt, 55. Jg., Nr. 19, 12. Jänner 1926
Thomas Mann: „Symphonie". Aus: ders., Große kommentierte Frankfurter Ausgabe, Bd. 15.1.:
Essays II. 1914-1926, Frankfurt a. M. 2002, S. 1073 ff.
Der Text wurde für die erste Fassung, Orchester, geschrieben, besitzt jedoch auch für die spätere
Fassung des ausgestellten Werks Die Philharmoniker Gültigkeit.
Biografie
1885
Max Oppenheimer kommt am 1. Juli als erster Sohn von Ludwig und
Regina Oppenheimer in Wien zur Welt. Friedrich, der einzige Bruder,
wird im darauffolgenden Jahr geboren. Er führt später als Schriftsteller
das Pseudonym Friedrich Heydenau.
1900
Oppenheimer inskribiert als Gastschüler an der Wiener Akademie der
bildenden Künste.
1903
Oppenheimers Vater stirbt. Übersiedlung nach Prag und Studium an der
Prager Kunstschule. Kontakt zur Künstlergruppe OSMA (Die Acht).
1906
Teilnahme an der XVI. Ausstellung der Wiener Secession. Oppenheimer verlässt die Akademie.
1908
Rückkehr nach Wien und Teilnahme an der Kunstschau.
1909
Neuerliche Beteiligung an der Kunstschau.
1910
Mopp entwickelt sich zu Oppenheimers Signatur und Markenzeichen. Ausstellungsvertrag mit der
Galerie Thannhauser in München.
1911
Skandal im Zuge der Einzelausstellung bei Heinrich Thannhauser. Ausstellungen im Kunsthaus
Zürich, in der Kunsthalle Mannheim und im Wallraf-Richartz-Museum in Köln. Oppenheimer wird
Mitglied der Gruppe SEMA in München. Zum Jahreswechsel übersiedelt er nach Berlin.
1912
Ausstellung bei Paul Cassirer in Berlin. Beginn der Tätigkeit für Franz Pfemferts Zeitschrift Die
Aktion.
1913
Ausstellung der neuen „kubistischen" Bilder im Kunstsalon Pisko in Wien und im Anschluss bei
Thannhauser in München.
1915
Übersiedlung in die Schweiz und Ausstellung in der Zürcher Galerie Wolfsberg.
1916
Mit Hugo Ball und Emmy Hennings befreundet, zählt Oppenheimer wie auch Hans Arp, Marcel
Janco, Tristan Tzara und Richard Huelsenbeck zu den Gründern des Cabaret Voltaire in Zürich, in
dem er auch auftritt.
1917
Ausstellungsbeteiligung im Zürcher Kunsthaus und in der Kunsthalle Basel. Umzug nach Genf.
1919
Einzelausstellungen in der Genfer Galerie Moos und der Zürcher Galerie Neupert.
1923
Das Werk Das Orchester erhält auf der Herbstausstellung im Pariser Grand Palais einen
Ehrenplatz.
1924
Ausstellung im Hagenbund und im Prager Künstlerhaus Rudolfinum. Das Belvedere erwirbt das
Klingler-Quartett.
1925
Präsentation des Orchesters bei der III. Biennale in Rom.
1926
Umzug nach Berlin. Ausstellung in der Münchner Galerie Caspari, bei Paul Cassirer in Berlin und in
der Dresdner Galerie Ernst Arnold. Beginn der Arbeit an dem Werk Die Philharmoniker.
1931
Einzelausstellung im Kunsthaus Zürich.
1932
Rückkehr nach Wien.
1938
Oppenheimer flieht aufgrund seiner jüdischen Herkunft in die Schweiz. Eine Ausstellung im
Kunsthaus Zürich bietet die Möglichkeit, Bilder aus Wien herauszuschleusen.
1939
Im Jänner trifft Oppenheimer in New York ein.
1940
Präsentation des Philharmonikerbildes in einer Einzelausstellung in der New Yorker Nierendorf
Gallery, bei der Weltausstellung in San Francisco, im Milwaukee Art Institute, im Arts Club Chicago
sowie 1941 im Seattle Art Museum.
1954
Am 19. Mai stirbt Max Oppenheimer in New York.
Kunstvermittlungsprogramm zur Ausstellung
MEISTERWERKE IM FOKUS: MAX OPPENHEIMER
NACHMITTAGSTREFF IM BELVEDERE Kurzweilige Führungen zu herausragenden Kunstschätzen des Belvedere sind besonders auf die Bedürfnisse älterer Besucher abgestimmt (mit Sitzgelegenheiten). Anschließend besteht bei Kaffee und Mehlspeise die Möglichkeit zum vertiefenden Gespräch. Schöpferisch sein heißt bewegt sein. Max Oppenheimer und Gustav Mahler Dienstag, 16. und 23. November, um 15 Uhr Veranstaltungsbeitrag (inkl. Eintritt, Führung, Heißgetränk und Mehlspeise) Erwachsene (60 plus): € 15, (60 minus): € 18, Mitglieder des Vereins Freunde des Belvedere: € 10 Dauer: 2 Stunden, Anmeldung erforderlich
GESPRÄCHSREIHE: IM VISIER Gustav Mahler im Zentrum des Wiener Kultur- und Musiklebens Vortrag mit musikalischen Beispielen von Hartmut Krones, Universität für Musik und darstellende Kunst. Samstag, 2. Oktober, 15 Uhr Kuratorenführung mit Alexander Klee Samstag, 6. November, 15 Uhr Gustav Mahler und die Wiener Philharmoniker Vortrag von Clemens Hellsberg, Vorstand der Wiener Philharmoniker Bekanntgabe des Termins Anfang Oktober Dauer: 1 Stunde, kostenlos mit gültigem Ticket, Anmeldung erforderlich
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12.07.2012 - 06.01.2013
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04.05.2012
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15.03.2012 - 17.06.2012
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09.03.2012 - 18.03.2012
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01.02.2012 - 26.02.2012
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20.01.2012 - 20.05.2012
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12.12.2011
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15.11.2011 - 08.01.2012
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25.10.2011 - 04.03.2012
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06.10.2011
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05.10.2011
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15.09.2011 - 18.12.2011
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12.07.2011
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22.06.2011 - 25.09.2011
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09.06.2011 - 09.10.2011
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18.04.2011 - 17.07.2011
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17.02.2011 - 13.06.2011
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10.02.2011 - 29.05.2011
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