Auktion mit GemÄlden Alter Meister
Koller Auktionen starten Jubiläumsjahr mit wichtigen Altmeistern und Gemälden des 19. Jahrhunderts
Zürich, Februar 2008: Mit Versteigerungen von Altmeistern, Gemälden des 19. Jahrhunderts und Luxusmöbeln startet Koller vom 13.-19. März ins Kunstjahr, in dem das Auktionshaus sein 50-jähriges Gründungsjubiläum feiert.
Alte Gemälde und Möbel sind nicht nur eine Zierde für unsere heutige Wohnumgebung - sie bringen auch Wünsche und Sehnsüchte ihrer Zeit zum Ausdruck. Zwei ganz unterschiedliche Konzepte der Menschheit, einerseits der Glaube an den technischen Fortschritt, auf der andere Seite die Sehnsucht nach unberührter Natur, haben einige nun bei Koller angebotene Objekte stark geprägt.
Auktion für Altmeistergemälde am 18. März
Lot 3073
HACKERT, JAKOB PHILIPP
Blick auf das Volturnotal in Richtung Capua. 1802.
Öl auf Leinwand. 119,4 x 167,3 cm.
Schätzung: CHF 500 000.- / 600 000.-
Lot 3022
ESIAS VAN DE VELDE
Schlittschuhläufer auf zugefrorenem Fluss. 1619.
Öl auf Holz. 1619.Ø 17,7 cm.
Schätzung: CHF 80 000.- / 120 000.-
Die Altmeisterauktion am 18. März 2008 lädt u.a. zu einer visuellen Reise durch zwei ganz unterschiedliche Flusslandschaften ein. Gekonnt führte Jakob Phillip Hackert den Blick des Betrachters „auf das Volturnotal in Richtung Capua" in der süditalienische Region Kampanien bis zur Mündung des Volturno nordwestlich von Neapel, die sich in der Ferne erahnen lässt. Das grossformatige und gleichzeitig malerisch wie topographisch äusserst präzise Ölgemälde bezeugt Hackerts exzellente Ortskenntnis, die er während seiner Zeit als Hofmaler in Neapel auf vielen Wanderungen erworben hatte. Aus dieser Schaffensphase sind mehrere Zeichnungen erhalten, die ihm später als Vorlage für seine Gemälde dienten. Durch sattes Grün und weidende Rinder der menschenleeren Gegend vermittelte Hackert eine tiefe Ruhe seiner Landschaft- ein trügerischer Frieden, bedenkt man doch, dass dieses Spätwerk von 1802 erst während seiner letzten Jahre im florentinischen Exil entstand, nachdem er 1799 aus dem von den französischen Truppen Napoleons besetzten Neapel hatte fliehen müssen (Schätzung: CHF 500 000.- / 600 000.-).
Ausgelassen und unbeschwert geben sich dagegen „Schlittschuhläufer auf einem zugefrorenen
Fluss" dem Freizeitvergnügen hin. Dieses zum Entstehungszeitpunkt 1619 noch recht neuartige Motiv des Genusses der winterlichen Natur gestaltete der niederländische Maler Esias van de Velde (1587-1630) auf einem exquisiten runden Holztäfelchen von gerade 17,7 cm Durchmesser, das mehr als acht Jahrzehnte nicht mehr auf dem Kunstmarkt war. Zuletzt 1926 auf der Versteigerung der Sammlung Prinzessin Charles d'Arenberg in Brüssel angeboten, ist es nun auf CHF 80.000.- 120.000.- taxiert.
Auktion für Gemälde des 19. Jahrhunderts am 18. März
Bei der Auktion mit Gemälden des 19. Jahrhunderts am 18. März wird die Natur dann zur spätromantischen Vision. Der russische Marinemaler Ivan Konstantinovich Aivazovsky lässt ein "Grosses Segelschiff vor Capri" ins gleissende Gegenlicht fahren; Himmel und Meer verschmelzen in der Ferne und lassen das Schiff wie eine Traumerscheinung wirken, ein Eindruck, den Aivazovsky mit dem fast runden Format dieses Ölgemäldes von 1858 noch verstärkte (Schätzung bei CHF 300 000.- / 500 000.-).
Nur wenige Jahre später, nämlich 1867, hat allerdings in Aivazovskys auf CHF 500 000.- / 700 000.- geschätzte „Ansicht auf den Hafen von Odessa mit auslaufenden Schiffen" unaufhaltsam der technische Fortschritt Einzug eingehalten. Mit zwei rauchenden Schornsteinen sticht im Vordergrund ein Dampfschiff kraftvoll ins Meer und lässt zahlreiche im Becken der Hafenmetropole am Schwarzen Meer versammelte Segler hinter sich, die im sanften Abendlicht dümpeln. Auch dieses Gemälde ist marktfrisch: Es wurde kürzlich in einer US-amerikanischen Sammlung wiederentdeckt, wo es sich seit Generationen befand.
Lot 3206
AIVAZOVSKY, IVAN KONSTANTINOVICH
Ansicht auf den Hafen von Odessa mit auslaufenden Schiffen.
1867. Öl auf Leinwand. 50,8 x 76,2 cm.
Schätzung: CHF 500 000.- / 700 000.-
Lot 3210
IVAN KONSTANTINOVICH AIVAZOVSKY
Grosses Segelschiff vor Capri. 1858. Öl auf Leinwand.
Schätzung: CHF 300 000.- / 500 000.-
Auktion für Möbel und Einrichtungsgegenstände am 17. März
Für den „Mechanikpfarrer" Phillip Mathäus Hahn (1739-1790) war der Glaube an die Schöpfung und neueste naturwissenschaftliche Erkenntnisse kein Widerspruch. Der bedeutende württembergische Theologe erlangte mit seinen herausragenden technischen Fähigkeiten und Neuentwicklungen von Rechen- und astronomischen Maschinen Berühmtheit - und blieb doch zeitlebens aus tiefer
Überzeugung Gemeindepfarrer. Mit einer von ihm signierten, um 1785 konstruierten Doppel-Globusuhr bietet die Auktion für Möbel und Einrichtungsgegenstände am 17. März eine besondere Rarität. Auf dieser Uhr mit feinem Korpus aus Mahagoni und zentralem weissem Zifferblatt sind ein Erd- und ein Himmelsglobus montiert, die Auskunft über verschiedene Zeitzonen auf der Welt und Sternkonstellationen geben. Einst in der Sammlung des 1999 geschlossenen Time Museum Rockford im Usamerikanischen Bundesstaat Illinois, soll das für Hahns Werk einzigartige Stück nun CHF 180 000.- / 280 000.- kosten.
Schon in vor-römischer Zeit entwickelt und im 18. Jahrhundert wieder populär wurde die Technik des verre églomisée, der Hinterglasmalerei und -vergoldung, mit dem die Platte eines grazilen, um 1810 in einer Pariser Meisterwerkstatt geschaffenen imperialen Guéridon „aux cygnes" verziert ist. Getragen wird sie von anmutig gewölbten Hälsen der im Empire so beliebten Schwäne aus vergoldeter Bonze (Schätzung: CHF 300 000.- / 500 000.-).
Lot 1346
RUNDES GUERIDON "AUX CYGNES" MIT "VERRE
EGLOMISE", Empire, aus einer Pariser Meisterwerkstatt,
um 1810. D 64 cm, H 77 cm.
Schätzung: CHF 300 000.- / 500 000.-
Lot 1296
DOPPELGLOBUSUHR, Louis XVI, das Zifferblatt bez. und sign.
INVENIT P. HAHN ECHTERDINGEN, um 1785.
Schätzung: CHF 180 000.- / 280 000.-
www.galer iekol ler . ch
Ein königliches Vorbild hatte eine Prunk-Anrichte „aux étagères", spätes Louis XVI, Paris um 1870, die nach einer von sieben in Frankreichs Schlössern erhaltenen Kommoden der Ebenisten Stöckel und Beneman gearbeitet wurde. Für CHF 150.000.- / 250.000.- kann sich ein Bieter mit dieser eleganten, rund zwei Meter lange Anrichte aus Mahagoni, Carrara-Marmor und vergoldeten Bronzebeschlägen fürstlichen Glanz in sein Wohnzimmer holen. Die Anrichte ist eines einer ganzen Reihe von erstklassigen Möbeln aus dem 19. Jahrhundert von bekannten Ebenisten wie Linke, Gasson, Beurdeley etc., die Koller in dieser Auktion im Angebot hat.
Alle in diesem Artikel enthaltenen Bilder können als hochauflösende Fotografien unter
http://www.galeriekoller.ch/de/Service/pressefotos.asp heruntergeladen werden.
Auktionskalender der Koller-Auktionswoche vom 13.-19. März in Zürich
Schmuck und Armbanduhren 13. März 2008
Silber 13. März 2008
Porzellan, Fayence und Glas 14. März 2008
Kunstkammerobjekte 14. März 2008
Asiatica 15. März 2008
Möbel und Einrichtungsgegenstände 17. März 2008
Teppiche 17. März 2008
Gemälde Alter Meister und des 19. Jahrhunderts 18. März 2008
Zeichnungen Alter Meister; Alte Graphik; Bücher
18. März 2008
Buchmalereien des 14. und 15. Jahrhunderts 18. März 2008
Koller West 19. März 2008
Vorbesichtigung: 6.-11. März in Zürich, täglich 10-19 Uhr, am 12. März 10-17 Uhr.
Highlights können am 28./29. Februar in der Münchner Repräsentanz Caspar Tamms, Maximiliansplatz
20, D- 80333 München vorbesichtigt werden.
www.galer iekol ler . ch
Über Koller
Koller, grösstes Schweizer Auktionshaus und unter den Top 10 der weltweitren Auktionshäuser, veranstaltet seit beinahe 50 Jahren erfolgreich Auktionen. Die etwa 60 Versteigerungen pro Jahr verteilen sich auf mehr als 15 Kategorien wie Gemälde Alter Meister und des 19. Jahrhunderts, Moderne und Zeitgenössische Kunst, Graphik und Zeichnungen, Luxusmöbel und Einrichtungsgegenstände, Schmuck und Armbanduhren, Silber, Porzellan, Teppiche, Design, Art Deco und Art Nouveau, Asiatische und Afrikanische Kunst, Bücher und Autographen und Wein. Als einziges grosses Auktionshaus in Familienbesitz steht Koller für professionellen Service, persönlichen Kontakt und herausragende Ergebnisse.
Im Jahr 2007 erzielte Koller einen Umsatz von über CHF 110 Millionen (€ 69 Millionen), was einem Zuwachs von etwa 45% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Mit 8 über die Welt verteilten Repräsentanten und Büros von New York bis Shanghai, der Mitgliedschaft bei den "International Auctioneers", einem Zusammenschluss von acht Auktionshäusern, und seiner Präsenz in wichtigen Publikationen und im Internet vereinigt Koller die Vorteile eines international tätigen Auktionshauses mit Schweizer Effizienz und Verlässlichkeit.
Sandra Sykora
Koller Auktionen Media Relations
Tel. +41/79/820 71 60
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04.12.2010
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01.12.2010
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30.11.2010
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29.11.2010
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13.11.2010 - 14.11.2010
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18.09.2010
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17.09.2010
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17.09.2010
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16.09.2010
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15.09.2010
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