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Förderung für

Förderung für Schloss Friedelhausen

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Einen Fördervertrag für die anstehende Dachsanierung an Schloss Friedelhausen in Lollar im Landkreis Gießen überbringt am 5. Oktober 2009 um 11.00 Uhr Elisabeth Maaß, Ortskuratorin Marburg der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), an den Eigentümer Christoph Graf von Schwerin. Neben der DSD beteiligt sich auch das Land mit einem namhaften Beitrag an der Sanierung des weitgehend original erhaltenen Ensembles der englischen Neogotik in Hessen.

In der Nähe der Lahn, am Rand eines Bergrückens und umfangen von einem englischen Park, ließen sich 1852 bis 1856 Adalbert von Nordeck zu Rabenau und seine Frau Clara ein Schloss im Stil der englischen Neogotik errichten. Der englische Architekt John Dobson hatte das Gebäude - in seiner Anlage und Gestalt ganz dem romantischen Zeitgeist verpflichtet - geplant. Das aus Londorfer Lungstein errichtete Schloss erhebt sich über einem längsrechteckigen Grundriss in unverputzter Steinsichtigkeit in zwei Geschossen. Über die Firsthöhe erheben sich vier hohe, schlanke, achteckige Ecktürme, die mit einem Zinnenkranz abschließen. Der Lungstein stammte aus dem Steinbruch im etwa 10 Kilometer entfernten Londorf, wo er nach wie vor gewonnen wird. Im Gegensatz zu den meisten anderen Basalt-Arten lässt er sich gut bearbeiten und kommt daher auch seit Jahren bei der Restaurierung des Kölner Doms zum Einsatz.

Die Fassaden gliedern im Traufbereich ein Spitzbogenfries auf Konsolen, ein stark profiliertes Brüstungsgesims und Spitzbogenfenster, im Erdgeschoss mit rechteckigen und im Obergeschoss mit spitzbogigen Verdachungen. Ein Mittelrisalit mit vorgezogenem Altan betont den Bau, ebenso wie die Maßwerk-Zwillingsfenster und der Treppengiebel mit seinen Rundfenstern. Ein flaches Walmdach mit mehreren Kaminen schließt das Gebäude ab. In den Jahren 1905 und 1906 war Rainer Maria Rilke auf Einladung der Gräfin Luise von Schwerin jeweils für einige Wochen auf Schloss Friedelhausen, zu dem auch ein Gutshof gehört, zu Gast. Das Schloss besitzt zum Teil originale Ausmalungen, die restauriert werden müssen. Das Innere kann derzeit nicht besichtigt werden.

Die bisherige Dachdeckung aus Eternitplatten ist marode. Besonders im Bereich der innen liegenden Dachrinnen hat eindringende Nässe schwere Schäden an der Dachkonstruktion verursacht. Hinzu kommen Hausschwamm, Schädlingsbefall sowie Tragwerksverluste im Auflagerbereich der Traufe. Diese Schäden sollen nun auch mit der Unterstützung der DSD behoben werden.

Schloss Friedelhausen ist damit eines von über 90 Projekten, die die private Bonner Denkmalschutz Stiftung allein in Hessen dank privater Spenden und Mitteln der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, fördern konnte. Dazu gehören in diesem Jahr unter anderem das ehemalige Kloster in Helmarshausen, die evangelische Ringkirche in Wiesbaden und das Ernst May-Haus in Frankfurt am Main. Aus den Erträgnissen der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, werden jährlich bundesweit Projekte aus den Bereichen Wohlfahrt, Sport und Denkmalpflege mit rund 50 Millionen Euro gefördert.

Bonn, den 2. Oktober 2009/Schi


Presse






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