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Kunsthaus Zürich zeigt «Picasso»

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    Kunsthaus Zürich zeigt «Picasso»
    15.10.2010
Kunsthaus Züri

om 15. Oktober 2010 - 30. Januar 2011 widmet sich das Kunsthaus Zürich der ersten Museumsausstellung von Pablo Picasso. Sie wurde 1932 im Kunsthaus Zürich gezeigt und war für die Geschichte der modernen Kunst ein einschneidendes Ereignis. Picasso bot einen sehr persönlichen Blick auf sein Werk: Von der Rosa und der Blauen Periode über die kubistische und neoklassizistische Phase bis zum surrealistischen Schaffen. Die aktuelle Hommage rekonstruiert das Profil dieses subjektiven Rückblicks. Sie ist mit 100 Werken aus berühmten, internationalen Sammlungen hervorragend bestückt und nur in Zürich zu sehen.

DIE ERSTE RETROSPEKTIVE. VON PICASSO SELBST INSZENIERT
Im Kunsthaus Zürich fand 1932 die weltweit erste Museumsretrospektive von Pablo Picasso (1881-1973) statt. Sie umfasste 225 der wichtigsten Gemälde des spanischen Meisters aus den ersten drei Jahrzehnten seines Schaffens. Nicht der Direktor wählte die Werke aus sondern Picasso selbst. Dies glich einer Revolution im Kunstbetrieb. Jede Phase seines wechselvollen künstlerischen Werdegangs war repräsentiert: Bilder aus der frühen Zeit und aus der Blauen und der Rosa Periode. Der Durchbruch zum Kubismus fand sich prominent vertreten, mehr als die anschliessende mondäne und klassizistische Phase. Ein spezieller Akzent lag vor allem auf dem jüngsten Schaffen mit seiner Annäherung an den Surrealismus, den magistralen grossen Stillleben und den Porträtserien von Picassos junger Geliebten Marie-Thérèse Walter.

HOMMAGE MIT SPITZENWERKEN
Mit der Hommage an die frühe Retrospektive vermittelt das Kunsthaus Zürich deren Entstehungsgeschichte und ihren Einfluss auf die Rezeption des weltberühmten Künstlers. Namhafte Museen wie die Tate, London, das Museum of Modern Art und das Metropolitan Museum, New York, das Centre Georges Pompidou in Paris, und international renommierte Privatsammlungen sind mit Leihgaben vertreten. Zu den selten in Europa gezeigten Arbeiten gehört das damals wie heute grösste Gemälde der Ausstellung «Le peintre et son modèle» - eine Leihgabe aus dem Contemporary Museum of Art in Teheran. Es misst 214 x 200 cm und ist einer der Höhepunkte auf dem von Kurator Tobia Bezzola chronologisch gegliederten Parcours.

DAS FRÜHWERK, BLAUE UND ROSA PERIODE
Am Beginn der Ausstellung steht Picassos Jugendwerk - geprägt von Vorbildern wie Gauguin, van Gogh aber auch alten Meistern. Inspiriert von den Arbeiten Toulouse-Lautrecs und ersten Aufenthalten in Paris waren einige farbenfrohe Darstellungen grossstädtischen Lebens entstanden, aber noch kein eigenständiger Stil. Ab Herbst 1901 begann Picasso in vorwiegend blaugrünen und blauvioletten Farbschattierungen zu malen. Es entstanden Werke, die in ihrem Ausdruck und ihrer Stimmung von Melancholie und Schwermut gekennzeichnet sind. Die Motive dieser Blauen Periode sind die Opfer der Gesellschaft: Kriminelle, syphilitische Mütter mit ihren Kindern, Prostituierte und Bettler. Aus dieser und der sich ab 1905 anschliessenden Rosa Periode hatte Picasso nur wenige Werke in die Ausstellung integriert. Auf das vom heutigen Publikum hochgeschätzte Frühwerk blickte der Künstler beinahe gleichgültig zurück. Ihm galt der Umbruch zum Kubismus als Beginn seines eigentlichen Schaffens.

KUBISMUS, KLASSIZISMUS UND SURREALISMUS
Diese neue Bildsprache entwickelte er gemeinsam mit Georges Braque. Die aktuelle Ausstellung präsentiert diesen Schwerpunkt, indem sie das Schaffen zwischen 1907 und 1920 in drei Phasen unterteilt: in den analytischen, den synthetischen und den spätkubistischen Stil. Immer wieder arbeitete Picasso in mehreren Techniken parallel. Werke des klassizistischen Stils sind um 1917/18 präsent und auch zehn Jahre später. In den 1920er Jahren begann der Maler, Freundschaft mit den surrealistischen Dichtern André Breton, Louis Aragon und Tristan Tzara zu schliessen. Obwohl kein offizielles Mitglied der Surrealisten, nahm er an deren Aktivitäten und Ausstellungen teil. Die surrealistische Periode, in der die Formensprache der spätkubistischen und klassizistischen Motive neuen, fantastischen Kompositionen Platz machte, begann Ende der 20er Jahre und dauerte über die Zürcher Retrospektive hinaus bis 1937.

REAKTIONEN 1932
Der subjektive Blick des Avantgardisten auf sein ausserordentliches Werk wurde von September bis November 1932 im Kunsthaus Zürich gezeigt. Das Publikum begegnete ihm mit grossem Interesse. Auf Schritt und Tritt verfolgte die Presse den Künstler, der mit Frau Olga und Sohn Paulo fünf Tage vor Ausstellungsbeginn in Zürich eintraf. Doch nicht alle vermochten das Genie des Fünfzigjährigen zu erkennen. In der Neuen Zürcher Zeitung beurteilte der weltbekannte Psychologe und Psychotherapeut C.G. Jung den Maler schlicht als schizophren. Für die mehr als zweihundert Arbeiten - sechsundfünfzig davon aus Picassos eigenem Besitz - wurde die gesamte ständige Sammlung aus dem Kunsthaus entfernt. Maler wie Oskar Schlemmer bestaunten das «Rekordunternehmen», welches mit vierzehntägiger Verlängerung binnen neun Wochen 34'000 Besucher anzog, was als Erfolg gewertet wurde. Schon damals war der Aufwand weitaus höher als die Einnahmen. Immerhin konnte sich das Kunsthaus den Erwerb eines zum Verkauf stehenden Gemäldes - «Guitare sur un guéridon» (1915) leisten. Damit wurde der Grundstein gelegt für eine Picasso-Sammlung, die neben anderen Vertretern der Klassischen Moderne, heute in den Sammlungsräumen des Kunsthauses besichtigt werden kann.


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  • Bildlegende:
Man Ray
Pablo Picasso, 1933
© Man Ray Trust/2010 ProLitteris, Zürich
    Bildlegende: Man Ray Pablo Picasso, 1933 © Man Ray Trust/2010 ProLitteris, Zürich
    Kunsthaus Zürich