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Museum für Photographie Braunschweig


Museum für Photographie Braunschweig e.V.
Helmstedter Straße 1
de
38102 Braunschweig
Tel.: 0531 / 7 50 00
info[at]photomuseum.de

Das Museum für Photographie Braunschweig wurde 1984 von einer Gruppe engagierter Fotograf:innen, Künstler:innen und Kunstvermittler:innen gegründet. Ziel war es von Anfang an, einen Ort zu schaffen, der sich ausschließlich der künstlerischen Fotografie widmet – ein Novum in der deutschen Museumslandschaft der frühen 1980er-Jahre.

„Die Idee war, einen Raum für die fotografische Kunst zu schaffen, der nicht nur Ausstellungen zeigt, sondern auch Diskurse anstößt und fotografisches Schaffen dokumentiert“, so ein Gründungsmitglied rückblickend.

Das Museum befindet sich in zwei klassizistischen Villen aus der Mitte des 19. Jahrhunderts in der Helmstedter Straße in Braunschweig – unweit der Technischen Universität. Die Architektur dieser Gebäude bildet ein spannungsreiches Pendant zur zeitgenössischen Fotografie, die dort regelmäßig präsentiert wird.

In seiner über 40-jährigen Geschichte hat sich das Museum als eine zentrale Institution für die Präsentation, Vermittlung und Förderung fotografischer Kunst etabliert. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf fotografischen Positionen seit den 1960er-Jahren bis in die Gegenwart. Neben retrospektiven Ausstellungen bedeutender Fotograf:innen widmet sich das Haus regelmäßig jungen, noch wenig bekannten Künstler:innen aus dem In- und Ausland.

Gezeigt wurden unter anderem Werke von Bernd und Hilla Becher, Candida Höfer, Thomas Ruff, Nan Goldin, Cindy Sherman und Wolfgang Tillmans. Auch thematische Gruppenausstellungen, etwa zu sozialdokumentarischer Fotografie, konzeptuellen Bildstrategien oder der digitalen Bildkultur, prägen das Ausstellungsprogramm.

Die stilistische Bandbreite reicht dabei von konzeptueller Fotografie über subjektive Dokumentation bis hin zu multimedialen Installationen, in denen Fotografie mit Video, Ton und Text kombiniert wird. Die behandelten Epochen reichen von der Nachkriegsmoderne über den Fotorealismus der 1970er-Jahre bis zur postmodernen und zeitgenössischen Kunstfotografie.

Heute wird das Museum von Caroline Schlüter geleitet, die seit 2021 die künstlerische Direktion innehat. Unter ihrer Führung verfolgt das Museum weiterhin den Anspruch, aktuelle fotografische Strömungen aufzugreifen und die gesellschaftliche Relevanz des Mediums Fotografie kritisch zu reflektieren.

„Fotografie ist für uns ein Medium, das nicht nur dokumentiert, sondern interveniert, Fragen stellt und Diskurse anstößt“, so Caroline Schlüter über ihre programmatische Ausrichtung.

Das Museum für Photographie Braunschweig ist damit nicht nur ein Ort des Sehens, sondern auch des Denkens und Diskutierens – fest verankert in der deutschen und internationalen Fotokunstszene.

 

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