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Raffael Sanzio 1483 - 1520

Raffael Sanzio 1483 - 1520, "Die Schule von Athen", 1511/12, Fresko, Musei Vaticani, Rom. Bildmaterial: www.weltum.de

Raffael verbringt die erste Lehrzeit bei seinem Vater Giovanni Santi; er erwirbt in dieser Zeit aber in erster Linie handwerkliche Grundlagen. Erst in der Werkstatt bei Perugino lernt Raffel die feinen Techniken als Grundlage für sein weiteres Schaffen kennen: die Darstellung der Landschaft, die Aufteilung der Fläche.

1504 kommt Raffael nach Florenz und nimmt begierig all die neuen Eindrücke auf und vollzieht in kurzer Zeit eine Entwicklung zu künstlerischer Blüte. Von Papst Julius II. erhält er schließlich den Auftrag für die Ausmalung der Privatgemächer des Vatikans, der sogenannten Stanzen. Von einer Räumlichkeit zur nächsten sind Raffaels Entwicklungsschritte zu beobachten. "In der "Stanza della Segnatura" gewinnen Raffaels Kompositionen an Weiträumigkeit, seine Figuren an statuarischer Würde bei gesteigerter Freiheit der Bewegung. Schon in der unmittelbar anschließenden Ausmalung der "Stanza d'Eliodoro" stößt Raffael zu neuen Ufern vor. Die Dramatik der Erzählung wird gesteigert, der Raum auf Kosten der Fläche wird betont, die farbige Modulation der Zeichnung übergeordnet."

Das Bewundernswerte an Raffaels Kunst liegt in seinem Entwicklungsbogen, der sich der Überwindung des 15. Jahrhunderts zur Blüte der Hochrenaissance führt und schließlich in den Manierismus überleitet.

"Die Vermählung der Maria", 1504, Öltempera auf Holz, Pinacoteca di Brera, Mailand

In diesem Werk ist die Schule Peruginos noch deutlich spürbar.

"Die Madonna von Foligno", 1512, Öl auf Holz, auf Leinwand übertragen, Musei Vaticani, Rom

Dieses Werk ist ein Beispiel für die grandiose Raumaufteilung Raffaels. Der himmlische Halbkreis der oberen Hälfte des Bildes wird von den irdischen Figuren zum Kreis ergänzt und gleichzeitig eröffnet die Anordnung der Figuren ein perspektivisches Bild. Die geometrische Form des Kreises wiederholt sich in der Gloriole um Maria und im Regenbogen über der Landschaft.

"Die Madonna im Grünen", 1505/06, Öltempera auf Holz, Kunsthistorisches Museum, Wien

Das Motiv der Madonna mit Christus und Johannes hat Raffel in seiner Zeit in Florenz immer wieder gemalt. Es war ein Experimentieren mit der Anordnung der Figuren im Raum und der Komposition von Bewegung.
Obwohl die Jünglinge hier von der Mitte nach links verschoben sind, ist die Komposition so angelegt, dass sie sich noch im Rahmen eines gleichschenkeligen Dreiecks befinden.

"Verklärung Christi" (Transfiguration), 1517/20, Öl auf Leinwand, Musei Vaticani, Rom

Eltern bringen ihr epileptisches Kind zu den Jüngern. Sie können jedoch nicht helfen. Das Bild, das gleichsam in zwei Hälften geteilt ist - eine irdische und eine himmlische - verweist auf Jesus, der einzig Göttliche, der helfen kann.
Während der irdische Teil mit skulpturenhaften Körpern und starker Farbgebung auf das Hier und Jetzt verweisen, ist die Farbgebung im himmlischen Teil des Bildes viel mehr von hellen Farben bestimmt, die Konturen der Figuren sind weniger stark betont.
Die Verbindung der beiden Hälften gelingt Raffael, indem er die stark gestikulierenden Menschen nach oben weisen lässt und durch die schräg ansteigende Felswand.
Es handelt sich hier um Raffaels letztes Werk. Wobei sich die Verklärung nicht nur auf Christus bezieht, sondern auch auf die Person Raffaels selbst. Schon zu seinen Lebzeiten war das Schaffen Raffaels von einem göttlichen Nimbus umhüllt.

"Die Schule von Athen", 1511/12, Fresko, Musei Vaticani, Rom

Dieses Fresko ist kein historisches Abbild eines Treffens, das genauso stattgefunden hätte. Die Architektur entspricht Bramantes Vorbild und sie ist der Darstellung der Personen gleichwertig. In der Mitte des Raumes sind Aristoteles und Platon, weiters sind Diogenes und Zoroaster (mit dem Himmelsglobus) und Raffael selbst zu erkennen. In grünem Gewand lässt sich Sokrates erkennen und bei der sitzenden, schreibenden Gestalt handelt es sich um Pythagoras



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