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Van Ham

Stillleben vom Feinsten

Van Ham

Unter den Alten Meistern bestimmen herausragende Stillleben das Programm. Die Gemälde von Gerrit Dou und Georg Flegel werden für besonderes Interesse sorgen. Beide Werke heben sich durch ihre herausragende Qualität hervor. Unter den Gemälden des 19. Jahrhunderts kann VAN HAM der Öffentlichkeit eine kunsthistorische Wiederentdeckung präsentieren. Bei dem bedeutsamen Gemälde handelt sich um eines der ersten Dokumente aus der Frühzeit der Nazarener, um eine „Inkunabel der nazarenischen Malerei“ (Zitat Prof. Dr. Helmut Börsch-Supan).

Alte Meister Auf der ruhigen und wohl komponierten Tafel des Leidener Feimalers Gerrit Dous wirken auf den Betrachter die Attribute der ‚Arma’, der Kriegskunst (Los 68/ Schätzpreis: € 130.000 – 150.000). Im Oeuvre des Gerrit Dou finden sich häufig auffällige Requisiten wieder, die in variierenden Arrangements aus unterschiedlichen Perspektiven mal als Dekoration dienen, mal aber auch das eigentliche Thema des Gemäldes darstellen. Da die gleichen Requisiten auf einigen Gemälden seines Lehrmeisters Rembrandt ebenso zu finden sind, datieren wir diese Arbeiten in die Jahre um 1628 - 1631, während derer Gerrit Dou in der Werkstatt Rembrandts arbeitete. Der Maler beeindruckt hier durch eine künstlerisch anspruchsvolle Lichtführung und der typischen Tonalität seiner Farbpalette. Ein reines Stillleben stellt im Werke Dous eine Besonderheit dar. Ein Frühstück mit Trauben, Nüssen, Kastanien und Brot zeigt das Stillleben von Georg Flegel, das für 200.000 bis 220.000 Euro zum Aufruf kommt (Los 105).
Die möglichst naturgetreue Darstellung der unterschiedlichen Materialien, Früchte und Objekte stellte in den Jahren um 1600 die größte Herausforderung an die Maler dar. Verbunden mit der geordneten Zurschaustellung kostbarer und seltener Früchte oder Porzellane spiegeln die Gemälde Georg Flegels, des Meisters der 'contrefettischen' Malerei der Zeit, den Repräsentationswillen seiner wohlhabenden Auftraggeber wieder. Die hier vorliegende Tafel Flegels ordnet Dr. Hana Seifertová in ihrem Gutachten in die Gruppe der sog. Ulmer Stillleben ein: geometrisch aufgebaute und in der Tiefe des Raumes gestaffelte Frühstücke oder Imbisse der besseren Gesellschaft, in denen er die Qualität seiner Malkunst unter Beweis stellen konnte. Ebenfalls Höhepunkte: Die „Soldaten beim Kartenspiel“ von Pieter Codde, die in zwei Versionen zum Aufruf kommen (Los 84/ Schätzpreis: € 20.000 – 22.000; Los 83/ Schätzpreis: € 8.000 – 10.000). Pieter Codde benutzte in seinen „cortegaertjes“, Bilder sich vergnügender Soldaten in Wach- oder Wirtsstuben, vornehmlich matte Orange- bis Ockertöne in Verbindung mit Braun, Grau, Schwarz und Weiß. Er gliedert durch die weiche Lichtführung das Interieur in ausgewogene Hell- Dunkel-Zonen. Coddes charakteristische Genrebilder entstanden bis in die frühen 1640er Jahre, Historien und Porträts kennzeichnen dagegen eher das Spätwerk.

Gemälde des 19. Jahrhunderts Das kleine Gemälde von Franz Pforr, das eine „Häusliche Szene“ zeigt, ist die sensationelle kunsthistorische Wiederentdeckung (Los 170/ Schätzpreis: € 130.000 – 150.000). Bislang nur durch Briefe des jungen Pforr bekannt, handelt es sich um eines der ganz raren malerischen Dokumente des engen Freundes von Johann Friedrich von Overbeck, mit dem zusammen er prägend für die Kunstgeschichte des 19. Jh. sein sollte. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Sonderbericht „Die Ursprünge der Nazarener neu entdeckt“.

Die Düsseldorfer Malerschule ist ein lange gepflegtes Thema bei VAN HAM. Ihr wird in der Ausstellung „Weltklasse. Die Düsseldorfer Malerschule von 1819 bis 1918“ im Düsseldorfer Kunstpalast besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Eines der Highlights ist das Gemälde von Rudolf Jordan „In der Osteria, genannt die Schlangenkneipe“ (Los 277/ Schätzpreis: € 90.000 – 100.000). Rudolf Jordan war eigentlich bekannt für seine Genrestücke aus dem Leben an der Nordseeküste. Die angebotene Darstellung zeigt eine belebte Osteria in Rom, in der sich auch andere deutsche Künstler mit Jordan getroffen haben. Hier porträtierte Jordan wahrscheinlich auch die Brüder Achenbach, die sich in gewandten Charakterköpfen in der Schlangenkneipe wiederfinden. Bei dem Gemälde handelt es sich vermutlich um das im Bötticher mit der Nr. 81 erwähnte Gemälde (S. 653).

Von den Brüdern Achenbach, die zu den Hauptvertretern der Düsseldorfer Malerschule zählen, kommen ebenfalls Gemälde zum Aufruf. Eine Arbeit von Oswald Achenbach zeigt die „Prozession an der Santa Maria in Aracoeli in Rom” (Los 279/ Schätzpreis: € 22.000 – 25.000). Die Atmosphäre dieser Arbeit von Oswald Achenbach wird durch das Licht der Abenddämmerung auf dem Hügel, in dem der Dunst des Weihrauchs schwebt und die Kerzen der Prozzesionsteilnehmer leuchten, besonders reizvoll. Das geschäftige Treiben im Vordergrund steht im Gegensatz zu dem andachtsvollen Hinaufschreiten der Ministranten. Die „Anlegende Boote an einem holländischen Hafen“ von Andreas Achenbach kommen für € 23.000 – 25.000 zum Aufruf (Los 246). In den letzten Sonnenstrahlen kehren die Seeleute nach einem Tag auf dem Wasser in ihren Hafen zurück. Hier scheint, anders als bei Achenbachs üblichen Seestücken, die See ruhig geblieben zu sein, und nur noch ein paar Arbeitsschritte, wie das Einholen des Segels, trennen die Schiffer vom Land.








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  • Flegel, Georg 1563 Olmütz - 1638 Frankfurt/Main  Frühstück mit Trauben, Nüssen, Kastanien und Brot. Öl auf Eichenholz. 38,7 x 48,6cm. Rahmen.  Rückseitig: Stempel des Tafelmachers.  Provenienz: Stuttgarter Privatbesitz.  Gutachten von Dr. Hana Seifertová vom 12. November 2004. Gutachten von Dr. Anne-Dore Ketelsen-Volkhardt vom 24. Januar 2011.
    Flegel, Georg 1563 Olmütz - 1638 Frankfurt/Main Frühstück mit Trauben, Nüssen, Kastanien und Brot. Öl auf Eichenholz. 38,7 x 48,6cm. Rahmen. Rückseitig: Stempel des Tafelmachers. Provenienz: Stuttgarter Privatbesitz. Gutachten von Dr. Hana Seifertová vom 12. November 2004. Gutachten von Dr. Anne-Dore Ketelsen-Volkhardt vom 24. Januar 2011.
    VAN HAM Kunstauktionen KG
  • Pforr, Franz 1788 Frankfurt a.M. - 1812 Albano Laziale  Nächtliche Heimkehr. Monogrammiert und datiert unten auf der Tafel: FP 1809. Öl auf Leinwand. 26 x 20cm. Rückseitig auf dem Keilrahmen: Radierung für den Lukasbund von Johann Friedrich Overbeck mit der handschriftlichen Datierung: October 1809.  Provenienz: - Erstmals erwähnt 1881 in Rahmen der Frankfurter Historischen Kunstausstellung: Nr. 212 als Eigentum Dr. E. Roberth. - Auch in Boetticher, Malerwerke des Neunzehnten Jahrhundert, mit gleichem Eigentumsvermerk. - Im Rahmen der Recherche zur Monographie über Pforr von Fritz Lehr 1924 (siehe Lit. 2) konnte der Verbleib der Arbeit nicht festegestellt werden; vermutlich noch im 19.Jh. aus der Sammlung Dr. Roberth verkauft, da weder in seinem Testament noch dem seiner Tochter, die ihren Nachlass dem Städel vermachte, ein Hinweis auf das Gemälde erscheint. - Privatbesitz Nordrhein-Westfalen.  Das Art Loss Register bestätigt am 29. Juli 2011, dass das Gemälde weder als gestohlen noch als vermisst registriert ist. Ebenso wurde kein Eigentumsanspruch auf dieses Werk aus der Zeit zwischen 1933 und 1945 angemeldet.
    Pforr, Franz 1788 Frankfurt a.M. - 1812 Albano Laziale Nächtliche Heimkehr. Monogrammiert und datiert unten auf der Tafel: FP 1809. Öl auf Leinwand. 26 x 20cm. Rückseitig auf dem Keilrahmen: Radierung für den Lukasbund von Johann Friedrich Overbeck mit der handschriftlichen Datierung: October 1809. Provenienz: - Erstmals erwähnt 1881 in Rahmen der Frankfurter Historischen Kunstausstellung: Nr. 212 als Eigentum Dr. E. Roberth. - Auch in Boetticher, Malerwerke des Neunzehnten Jahrhundert, mit gleichem Eigentumsvermerk. - Im Rahmen der Recherche zur Monographie über Pforr von Fritz Lehr 1924 (siehe Lit. 2) konnte der Verbleib der Arbeit nicht festegestellt werden; vermutlich noch im 19.Jh. aus der Sammlung Dr. Roberth verkauft, da weder in seinem Testament noch dem seiner Tochter, die ihren Nachlass dem Städel vermachte, ein Hinweis auf das Gemälde erscheint. - Privatbesitz Nordrhein-Westfalen. Das Art Loss Register bestätigt am 29. Juli 2011, dass das Gemälde weder als gestohlen noch als vermisst registriert ist. Ebenso wurde kein Eigentumsanspruch auf dieses Werk aus der Zeit zwischen 1933 und 1945 angemeldet.
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  • Jordan, Rudolf 1810 Berlin - 1887 Düsseldorf  In der Osteria, genannt die Schlangenkneipe. Monogrammiert und datiert unten rechts: RJ (lig) 1878. Öl auf Leinwand. Doubliert. 108 x 145cm. Rahmen. Provenienz: Privatsammlung NRW.  Literatur: Bötticher, Friedrich von: Malerwerke des neunzehnten Jahrhunderts. Beitrag zur Kunstgeschichte. Erster Band, zweite Hälfte. Frankfurt 1969. S. 651ff.  Vermutlich handelt es sich um das im Bötticher (S. 653, Nr. 81) erwähnte Gemälde, allerdings mit der Nennung einer anderen Jahreszahl.  Rudolf Jordan, eigentlich bekannt für seine Arbeiten aus dem Leben an der Nordseeküste, verbrachte die Monate um 1877/87 in Italien. Ganz wenige Gemälde nehmen das italienische Leben zum Thema. Ähnlich zu seinen norddeutschen vielfigurigen Genrestücken, zeigt die hier vorliegende Arbeit eine stimmungsvolle Szene in der belebten römischen Osterie. Die Gaststätte "La Serpentia" war ein Treffpunkt der in Rom ansässigen deutschen Maler aus dem Umkreis der Düsseldorfer Schule.
    Jordan, Rudolf 1810 Berlin - 1887 Düsseldorf In der Osteria, genannt die Schlangenkneipe. Monogrammiert und datiert unten rechts: RJ (lig) 1878. Öl auf Leinwand. Doubliert. 108 x 145cm. Rahmen. Provenienz: Privatsammlung NRW. Literatur: Bötticher, Friedrich von: Malerwerke des neunzehnten Jahrhunderts. Beitrag zur Kunstgeschichte. Erster Band, zweite Hälfte. Frankfurt 1969. S. 651ff. Vermutlich handelt es sich um das im Bötticher (S. 653, Nr. 81) erwähnte Gemälde, allerdings mit der Nennung einer anderen Jahreszahl. Rudolf Jordan, eigentlich bekannt für seine Arbeiten aus dem Leben an der Nordseeküste, verbrachte die Monate um 1877/87 in Italien. Ganz wenige Gemälde nehmen das italienische Leben zum Thema. Ähnlich zu seinen norddeutschen vielfigurigen Genrestücken, zeigt die hier vorliegende Arbeit eine stimmungsvolle Szene in der belebten römischen Osterie. Die Gaststätte "La Serpentia" war ein Treffpunkt der in Rom ansässigen deutschen Maler aus dem Umkreis der Düsseldorfer Schule.
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