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Hafenmuseum Hamburg

Tage der Industriekultur am Wasser

Hafenmuseum Hamburg

Mit 350 Veranstaltungen in 124 Denkmalen an 60 Orten geht das erfolgreiche Kulturprojekt der Metropolregion Hamburg in die dritte Runde. Hafenanlagen, Schleusen und Schiffe, Leucht- und Wassertürme, Brücken und Mühlen, Fabriken und Kraftwerke geben am 3. und 4. Oktober Einblicke in die Welt der Industriekultur am Wasser.

Die Tage der Industriekultur am Wasser stellen Denkmale der Industriegeschichte in der Metropolregion Hamburg vor. Dabei sind auch eine Vielzahl von Geheimtipps, denn viele der Denkmale sind in der brei- ten Öffentlichkeit kaum bekannt. Die Denkmale eint die Technik: Technik, die Wasser nutzt, Wasser beherrscht und am Wasser liegt.

In dem Veranstaltungsprogramm sind 124 Teilnehmer verzeichnet. Bei 350 Veranstaltungen ist für alle Kultur-, Geschichts- und Technikinteressierten, aber auch für Familien etwas dabei. Jeder Ort besticht durch ein besonderes Programm: Führungen und Vorführungen, Besichtigungen und „Denkmale in Akti- on“ erklären die historische Technik und Arbeitswelt. Das Angebot ist so vielfältig wie die teilnehmen- den Industrieanlagen. Neu mit dabei sind auch wichtige maritime Highlights außerhalb der Metropolre- gion: entlang der Elbe-Müritz Wasserstraße, am Nord-Ostsee-Kanal in Rendsburg, in Kiel und sogar in Rostock.

Zum ersten Mal beteiligt sich in Hamburg: das Museum der Arbeit, das sich mit einem Rundgang über das Museumsgelände mit der „Alten Fabrik“ von 1871, dem Torhaus, der Zinnschmelze, dem Kesselhaus und der „Neuen Fabrik“ von 1908, ganz auf seine eigene Geschichte, als New-York Hamburger Gummi- Waaren Compagnie in Barmbek, bezieht. Im Wasser-Forum erfährt man alles über die Gründung der ersten Wasserversorgung auf dem europäischen Kontinent im Jahr 1848 von William Lindley. Führungen über das Betriebsgelände zu der Entwicklung der Hamburger Wasserwerke in Rothenburgsort werden angeboten. Mehrere Schiffe machen das erste Mal mit: Der Dampf-Eisbrecher „Stettin“ ist das welt- weit größte noch kohlebefeuerte, seegehende Dampfschiff. Als er 1933 in Hamburg in den Dienst ge- stellt wurde, war er der bis dahin größte Eisbrecher unter deutscher Flagge. Die Vereinsmitglieder füh- ren von der Kommandobrücke bis zum Kesselraum und zeigen anschaulich wie auf einem Kohledampfer der 30iger Jahre gearbeitet wurde. Die „Repsold“ lädt zu kleinen Hafenrundfahrten ein. Das Feuer- löschboot, das 1941 in Finkenwerder gebaut wurde, war an zahlreichen Löscheinsätzen im Hamburger Hafen beteiligt, so auch bei der Großen Flut 1962. Der Lotsenschoner No 5 „Elbe“ ist Hamburgs letz- tes erhaltenes Seeschiff aus der Ära des Holzschiffsbaus. 1883 lief er in Steinwerder vom Stapel. Die Fördervereinsmitglieder informieren über den Holzschiffbau im 19. Jahrhundert und erzählen von der wechselvollen und spannenden Geschichte des Schiffes. Im „Salon“ ist es einen Film über die Kap-Horn- Umrundung des Schiffes 1932 zu sehen.

Im Hafen gibt es natürlich noch einige weitere Schiffe zu entdecken. Der Schlepper „Fairplay VIII“ macht „Open Ship“ und es gibt Führungen zu Antrieb, Navigation und Arbeit an Bord. Auf der „Cap San Diego“ ist von Maschine bis Brücke und von Bug bis Hecke alles zu besichtigen. Für den kleinen Hunger bietet das Bordbistro Maritime Snacks. Mitten im Hamburger Hafen lernen Sie im Hafenmuseum Ham- burg den klassischen Stückgutumschlag aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts kennen, mit Schif- fen, Eisenbahn, Schuppen und Kränen. Die Hafensenioren erläutern die Arbeit im Hamburger Hafen gestern und heute. Im Hansahafen wird das historische Tauchen mit Kupferhelm vorgeführt. Die Bar- kasse Frieda Ehlers bietet Fahrvergnügen mit historischem Flair und am Sonntag können alle Kinder zwischen 8 bis 12 Jahren das Hafenpatent ablegen.

Die Bootswerft Hamburg-Cranz ist eine der wenigen erhaltenen Beispiele für die einst knapp 300 klei- nen Bootswerften im Raum Hamburg, die an der Elbe oder ihren Nebenflüssen lagen. Der Eigentümer führt Sie über die Werft, mit ihrer Werkstatt aus dem 18. Jahrhundert, der über 100jährigen Bootshalle und der Slip Anlage. Im Museumshafen Övelgönne stehen die beiden Tage ganz unter dem Motto: Krä- ne in Aktion. Hamburgs ältester Elektrokran von 1898, aus den Kindertagen der Elektrifizierung des Hafens, ist im Betrieb zu erleben. Die Hamburger Firma Kampnagel hatte diesen typischen Hafenkran gebaut. Bis 1989 war er am Rüschkanal in Finkenwerder für Strom- und Hafenbau im Einsatz. Auch der selbstfahrende, dampfbetriebene Schwimmkran „HHLA I“, heute „Karl Friedrich Steen“ war zu seiner Inbetriebnahme 1928 im Hamburger Hafen eine Innovation.

Im Schellfischtunnel werden mehrmals täglich Führungen zur Geschichte und Bedeutung dieses knapp ein Kilometer langen Teils der Altonaer Hafenbahn angeboten. Das Wasserwerk Kaltehofe begrüßt den Herbst mit einem Fest für die ganze Familie. Überall auf dem Gelände finden spannende Mitmach- Aktionen statt. Der beliebte Kultur-Kran Harburg ist natürlich auch wieder dabei und alle Kinder sind eingeladen den Kran zu malen und dürfen einmal Kranführer sein.

Auch an weiteren Orten der Metropolregion gibt es viel zu entdecken. Das Elbschifffahrtsmuseum Lauenburg öffnet seine „Schatzkammer der Schiffsantriebe“, eine deutschlandweit einmalige Samm- lung von Dampfmaschinen und Dieselmotoren unterschiedlichster Bauarten. Die Fahrten und Besichti- gungen der zahlreichen historischen Frachtschiffe und Fähren werden wieder ein Höhepunkt sein. Viele der Publikumsmagneten sind dieses Jahr, am 3. Oktober, beim Gaffeltreffen der historischen Ewer in Glückstadt zu erleben.








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  • Barkasse Frieda Ehlers, Foto SHMH Hafenmuseum Hamburg
    Barkasse Frieda Ehlers, Foto SHMH Hafenmuseum Hamburg
    Historischen Museen Hamburg
  • Aufsetzen des Taucherhelms, Foto SHMH Hafenmuseum Hamburg
    Aufsetzen des Taucherhelms, Foto SHMH Hafenmuseum Hamburg
    Historischen Museen Hamburg
  • Blick aus das Gelände des Museums der Arbeit, Foto SHMH Museum der Arbeit
    Blick aus das Gelände des Museums der Arbeit, Foto SHMH Museum der Arbeit
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