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Schmidt Herbstauktion

41. Kunstauktion - 13. September 2014

Schmidt Herbstauktion

Zu Beginn der zweiten Hälfte des Auktionsjahres laden wir zur Herbstauktion mit über 800 ausgesuchten Objekten der bildenden Kunst und des Kunsthandwerks des 16. bis 21. Jahrhunderts.

In den die Auktion eröffnenden Angeboten aus Malerei und Grafik spiegelt sich in qualitätvoller Auswahl das vorrangig der Dresdner Kunst verhaftete Profil des Hauses. Stellvertretend für die zum Aufruf gelangende Malerei der Zeit um 1910 sei auf das poetisch melancholische "Portrait einer Dame mit Perlenkette" aus der Hand Hans Ungers verwiesen. In diesem sehr werktypischen Bildnis verbindet sich der lyrische Klang der symbolistischen Jahrhundertwende auf hohem künstlerischen Niveau mit der gelösten Hand der Malerei nach 1900 (Öl auf Malpappe, Schätzpreis 3.500 €).

Zeigt sich in den materialfreudigen Collagen und der Stoffapplikation "Blumenstilleben vor schwarzem Grund" (Schätzpreis 1.800 €) von Elisabeth Ahnert aus den 1950er und 1960er Jahren eine nahsichtige Liebe zum Detail und unvoreingenommene Wertschätzung kleiner Erscheinungen, so wird in Johannes Beutners "Elbe bei Wehlen" ein großzügigerer Blick über die wohl prominenteste Biegung des sich im Elbsandsteingebirge weitenden Flusses eröffnet (1921, Öl auf Malpappe, Schätzpreis 8.000 €). Die steilen, quaderartigen Felsformationen der Sächsischen Schweiz bilden ebenso in Hanns Oehmes "Echo" von 1940 (Öl auf Leinwand, Schätzpreis 3.000 €) den zentralen Bildgegenstand, hier in einer allegorisch interpretierten Komposition aus Figur und Landschaft. Inniger und persönlicher zeigt sich der Künstler im "Doppelportrait" mit seiner Frau von 1928, das mit 2.300 € im Schätzwert taxiert wird.

Drei sehr eigenständige, unabhängige künstlerische Auffassungen zeigen sich in den Werken Joachim Heuers, Erhard Hippolds und Albert Wigands, von denen jeweils eine malerische Arbeit aus den 1950er Jahren zum Aufruf gelangen wird. Während Wigand in seinen "Hagebutten" (Wohl um 1953, Öl auf Malpappe, Schätzpreis 11.000 €) eine ähnliche Nahsichtigkeit und einen vergleichbaren spielerischen Umgang mit Formen und Farben an den Tag legt wie Elisabeth Ahnert in ihren Collagen, hat sich in der "Sitzenden Figur im Raum" Joachim Heuers (Öl auf Hartfaser, Schätzpreis 4.200 €) die geometrische Abstraktion bereits stärker durchgesetzt. Erhard Hippolds "Straße in Warnemünde" von 1958 (Öl auf Hartfaser, Schätzpreis 1.800 €) bezaubert durch den ihr anhaftenden illustrativen Charakter, der die Leichtigkeit der Szenerie lebendig auf den Betrachter überträgt.

In der grafischen Kunst des späten 19. Jahrhunderts wird die nahezu plastisch gouachierte "Hängeampel mit Veilchen" von Julius Eduard Braunsdorf (1864, Gouache auf grau grundiertem Papier, Schätzpreis 1.200 €) ebenso das Interesse der Sammler wecken wie das eindrucksvolle "Bildnis eines bärtigen Herren" aus der Hand des Dresdner Malers und Akademieprofessors Robert Sterl (1884, Kohlestiftzeichnung und Wasserfarben, Schätzpreis 850 €). Künstlerisch hochwertig und technisch brillant zeigt sich auch die Zeichenkunst der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts - Richard Müllers "Italienerhahn" (Kreidezeichnung, Schätzpreis 1.500 €) präsentiert sich ebenso altmeisterlich feinsinnig und detailliert wie das "Waldbodenstück mit Klee und Mistkäfer" von Willy Kriegel (Mischtechnik auf Malpappe, Schätzpreis 2.200 €). Die liegende "Dogge" des Loschwitzers Joseph Hegenbarth (um 1935, Pinsel und Feder in farbigen Tuschen und Tempera, Schätzpreis 1.500 €) zeigt eine etwas freie Interpretation des Sujets, ohne jedoch auf die für den Künstler charakteristische naturnahe Umsetzung im illustrativen, auch leicht ironisierenden Tenor zu verzichten.

Liebhaber konstruktivistischer Kunst werden ihr Interesse auf das "Rote Zeichen auf Blau" des Autodidakten und späteren Glöckner-Schülers Wilhelm Müller richten. Diese nahezu kalligrafische Arbeit aus leuchtend roter Lackfarbe auf tiefblauem Vliesgrund wird mit einem Schätzpreis von 1.500 € ausgewiesen. Auf zwei Werke seines Lehrers Hermann Glöckner sei verwiesen, die besondere Aufmerksamkeit fordern: die "Sich verlierenden Pinselzüge" von 1950, die sich in vielfach überlagernder Weise formen (Schätzpreis 1.500 €). Als besondere Rarität kann die kleine Putztafel "Ein aufrecht stehendes Dreieck von Kreisen und Kurven umgeben" aus dem Jahr 1956 gelten, in der die von Glöckner zum Broterwerb gegen Auftrag im öffentlichen Raum ausgeführte Technik des (farbigen) Putzschnitts in freier künstlerischer Form angewandt wurde (Schätzpreis 2.000 €).

Deutlich gegenständlicher, jedoch in poetisch aufgelöster Form präsentiert sich das aquarellierte "Stilleben mit roten und blauen Blumen" von Helmut Schmidt-Kirstein aus dem Jahr 1980. Diese sehr feinsinnige und zarte Darstellung einer ephemeren Natürlichkeit steht im starken Kontrast zu den erdigen, tönern leuchtenden Farben der Aquarelle Curt Querners, aus dessen Hand diesmal zwei Werke zum Erwerb stehen. Der "Sitzende weibliche Akt" von 1964 steht in der Reihe der begehrten körperfreudigen Aktdarstellungen bäuerlicher Modelle (Schätzpreis 2.200 €), in der "Rübenfrau" von 1967 wird die weibliche Körperlichkeit bei der ländlichen Arbeit thematisiert und nicht ohne Charme interpretiert (Schätzpreis 7.200 €).








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  • Johannes Beutner "Die Elbe bei Wehlen". 1921. 8000 €
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    Schmidt Kunstauktionen Dresden
  • Joachim Heuer, Sitzende Figur im Raum. Späte 1950er/ frühe 1960er Jahre. 4200 €
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    Schmidt Kunstauktionen Dresden
  • Hanns Oehme, Das Echo. 1940. 3000 €
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    Schmidt Kunstauktionen Dresden
  • Hans Unger, Portrait einer Dame mit Perlenkette. Um 1915. 3500 €
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    Schmidt Kunstauktionen Dresden
  • Elisabeth Ahnert "Rosa Häuser". 1960er Jahre. 750 €
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    Schmidt Kunstauktionen Dresden
  • Josef Hegenbarth "Dogge". Um 1935. 1500 €
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    Schmidt Kunstauktionen Dresden
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    Schmidt Kunstauktionen Dresden
  • Willy Kriegel, Waldbodenstück mit Klee und Mistkäfer. Wohl 1930er Jahre.  	2200 €
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