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Fördervertrag

Bayerns "besterforschte Burg"

Fördervertrag

Feuchtigkeit setzt Schloss Murnau am Staffelsee im Landkreis Garmisch-Partenkirchen von oben und von unten zu. Nun überbringt Christian von Taysen vom Ortskuratorium München der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) am Donnerstag, den 28. Juli 2011 um 10.00 Uhr einen Fördervertrag in Höhe von 50.000 Euro für die Fassaden- und Dachinstandsetzung an den Ersten Bürgermeister Dr. Michael Rapp.

Ausgehend von einem mittelalterlichen Wohnturm, dessen Entstehung in die erste Hälfte des 13. Jahrhunderts datiert werden konnte, entstand im 16. Jahrhundert das Hauptgebäude von Schloss Murnau am Staffelsee in seiner heutigen Struktur. Den einst viergeschossigen Turm integrierte man in den Westflügel der neuen Anlage. Seine einzigartigen Fensteröffnungen, die originalen Schiebefenster bzw. Schiebeläden, sind eine Besonderheit, die sich nirgendwo sonst in diesem Umfang in Deutschland erhalten hat. Die in 1990er Jahren bei archäologischen Untersuchungen gemachten Funde geben anschaulich Auskunft über die Geschichte des Schlosses vom 13. bis zum 19. Jahrhundert. Seit damals gilt Schloss Murnau als "besterforschte Burg Bayerns".

Über 400 Jahre diente das Schloss den regionalen Richtern der Abtei Ettal als Amtssitz. Nach der Säkularisierung 1803 nutzte man das Gebäude bis 1980 als Schule und Wohnraum für die Lehrer. Zu diesem Zweck wurde in den 1860er Jahren der Westflügel des Schlosses umgebaut. Ende der 1980er Jahre entschloss sich die Gemeinde zur Umwandlung des Gebäudes in ein Museum, dessen Schwerpunkt die Bilder von Gabriele Münter und Gemälde der Künstlergruppe Blauer Reiter sowie die internationale Hinterglasbildersammlung von Udo Dammert sind.

Das Hauptgebäude des Schlosses, ein Frackdachbau mit Zinnengiebeln, ist zwei- bzw. dreigeschossig. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts kam der Südflügel als viergeschossiger Satteldachbau mit Aufzugserker und einem östlichen zweigeschossigen Satteldachanbau hinzu. Umfassende Baumaßnahmen begannen 1539, wie eine Steinplatte im Südflügel des Schlosses verrät. Die barocken Erweiterungsbauten des 16. Jahrhunderts prägen noch heute die Schlossanlage. Die beiden sogenannten Schlosshöfe 2 und 3 stehen zurzeit leer und sollen künftig ebenfalls für das Museum genutzt werden.

Schloss Murnau ist nunmehr eines von über 160 Projekten, die die Bonner Denkmalschutz-Stiftung dank privater Spenden und Mitteln der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Bayern fördern konnte. Dazu gehören auch das Wieselhaus in Augsburg, die evangelische Stadtkirche in Bayreuth und das Rathaus in Kulmbach.

Bonn, den 28. Juli 2011/Schi








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