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Bürgerengagement für Schloss Merode

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Für die Wiederherstellung des Marquisenturms von Schloss Merode in Langerwehe im Landkreis Düren stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) zum zweiten Mal nach 2009 Fördermittel zur Verfügung. Den diesjährigen Vertrag in Höhe 50.000 Euro überbringt Roland Tauber, Ortskurator Jülich der DSD im Beisein von Willi Raths von WestLotto am Freitag, den 10. Dezember 2010 um 15.30 Uhr an Albert-Henri Prinz von Merode für die Eigentümer.

Unter Einbeziehung der Grundmauern einer wasserumwehrten Burg des 12. Jahrhunderts entstand im 15. und 16. Jahrhundert eine viereckige Kastellanlage, die ursprünglich an drei Seiten mit vier starken Ecktürmen im flämisch-niederländischen Stil bebaut war. Ziegelmauerwerk und Fenstergewände, Eckquaderungen sowie Gesimse aus Blaustein und Schichtmauerwerk gliedern die Fassaden, wobei bei den Türmen abwechselnd Backstein und Blaustein verwandt wurde. Ecktürme aus dem 17. Jahrhundert mit ihren unter flämischem Einfluss entstandenen Barockhauben bestimmen die Ansicht des Schlosses maßgeblich. Im Sommer 2000 zerstörte ein Brand die Dachstühle und die Turmaufsätze des Schlosses völlig. Die Bevölkerung nahm großen Anteil am Geschick der Prinzenfamilie und half nicht zuletzt durch die spontane Gründung eines Fördervereins, der unverzüglich Spenden sammelte und Beräumungs- und Instandsetzungsarbeiten am Schloss durchführte. Mit der Entschädigung aus der Brandversicherung konnten am Ende nur die zerstörten Dächer wieder hergestellt werden. Das stark in Mitleidenschaft gezogene Obergeschoss, die durch Löschwasser geschädigten Decken, Stuckornamente, Wände, Treppen und Böden blieben eine die Eigentümerfamilie überfordernde Aufgabe. Noch dazu stellte man bei der Schadensermittlung fest, dass das Bauwerk über die Brandschäden hinausgehend besonders im Bereich der Fassadenbauzier aus Blaustein und Sandstein gravierende Risse, Abplatzungen und Sprengungen aufwies. Die Fragmente von Renaissanceputzen waren zu festigen und zu sichern. Die Natursteingewände der Fenster wurden repariert, die Backsteinfassaden gereinigt, die Fugen komplett erneuert. Seither wird am statisch labilen Marquisenturm weitergearbeitet.

Schloss Merode, das die DSD bereits 2002 und 2005 mit über 200.000 Euro und im letzten Jahr mit 150.000 Euro gefördert hat, ist eines von über 260 Förderprojekten, die die private Denkmalschutz-Stiftung in Bonn seit ihrer Gründung 1985 allein in Nordrhein-Westfalen dank privater Spenden und Mitteln der Fernseh-Lotterie GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, fördern konnte. Dazu gehören auch das Schloss in Barntrup, die Windmühle in Ennigerloh und die Dorfkirche St. Johannes der Täufer in Bad Sassendorf.

Bonn, den 7. Dezember 2010/Schi



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