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Jägerhaus

Ein Jägerhaus und ein Schloss erhalten Fördermittel

Jägerhaus

Da kommt doppelte Freude auf. Dr. Gerold Jaeger, Ortskurator Neckar-Alb der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), überbringt am Montag, den 28. März 2011 im Beisein von Geschäftsführer Dr. Friedhelm Repnik und Bezirksdirektor Frank Eisele von der Staatlichen Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg gleich zwei Förderverträge für anstehende Sanierungsmaßnahmen im Bodenseekreis. Um 10.30 Uhr erhält Claudia Wieland vor Ort den Vertrag über 25.000 Euro für die Sanierung des einstigen Jägerhauses von Kloster Salem und um 12.30 Uhr nimmt Bürgermeister Rolf Müller in Langenargen den zweiten Vertrag entgegen, womit 50.000 Euro für die Natursteinarbeiten an den Turmfassaden von Schloss Montfort bereitstehen.

Nach der Gründung der Zisterzienserabtei Salem 1137 formte sich dank umfänglicher Schenkungen und beständiger Zuwachspolitik in kurzer Zeit ein geschlossenes Klostergebiet. Seine führende Stellung im oberdeutschen Ordensgebiet und den Höhepunkt seiner weltlichen Macht erreichte das Kloster im 18. Jahrhundert. Nach der Säkularisation 1803 nutzten die Großherzöge bzw. seit 1918 die Markgrafen von Baden die Anlage als Schloss. Das 1802 erbaute Jägerhaus des Klosters ist ein zweigeschossiger Massivbau mit Vollwalmdach auf einem rechteckigen Grundriss, der in einen Wohn- und einen Wirtschaftsteil aufgeteilt ist. Hier musste 2010 die Dachkonstruktion notgesichert werden, weil der Dachstuhl massiv vom Holzbock befallen ist.

Die Ursprünge von Schloss Montfort gehen ins 14. Jahrhundert zurück. Zuvor stand an der Stelle eine Burg, die um 1330 auf einer nahe dem Ufer gelegenen Insel im Bodensee errichtet worden war. 1662 führte die Vergrößerung der Anlage zur Überbauung der gesamten Inselfläche. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts war die Burganlage bereits weitgehend verfallen, ab 1811 begann der teilweise Abbruch. König Wilhelm I. von Württemberg, der die Ruine 1858 erworben hatte, ließ sie nach Plänen von Ludwig Pfeilsticker als königlichen Sommersitz von 1863 bis 1866 wiederaufbauen. Das heutige Schadensbild an den Fassaden geht einerseits auf witterungsbedingte Ursachen, andererseits auf nicht fachgerecht durchgeführte Sanierungsmaßnahmen in den 1970er Jahren zurück. Bereits 2003, 2005 und 2006 beteiligte sich die DSD an verschiedenen Sanierungsmaßnahmen. Mit dem diesjährigen Vertrag sollen die Turmfassaden instandgesetzt werden.

Die beiden Baudenkmale gehören zu den über 160 Projekten, die die private Denkmalschutz-Stiftung in Bonn bisher allein in Baden-Württemberg dank privater Spenden und Mitteln der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, fördern konnte.

Bonn, den 25. März 2011/Schi








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