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Denkmalschutz

Ortskurator übergibt Bronzeplakette für das Wilhelm-Ernst-Gymnasium in Weimar

Denkmalschutz

Für das restaurierte Wilhelm-Ernst-Gymnasium in Weimar, an dem Gottfried Herder Direktor war, überbringt Frau Dr. Barbara Schönfelder, Ortskuratorium Weimar/Weimarer Land der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), im Rahmen des Tags des offenen Denkmals am Sonntag, den 11. September 2011 um 10.00 Uhr eine Bronzetafel an Oberbürgermeister Stefan Wolf. Mit dem Hinweis "Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale" wird so auch nach den Baumaßnahmen an vorbildlichen Projekten das Engagement der privaten Förderer der Stiftung und der GlücksSpirale sichtbar bleiben und zu weiterer Unterstützung motivieren.

Auf Geheiß von Herzog Wilhelm Ernst von Sachsen-Weimar wurde 1712 eine neue herzogliche Schulanstalt für Begabte gegründet. Das Schulgebäude weihte Landbaumeister Christian II. Richter 1716 ein. Die lange Fassade des dreigeschossigen Bauwerks betont ein dreiachsiger Mittelrisalit, den ein zweigeschossiges, im Segmentbogen abschließendes Zwerchhaus krönt. Vor dem Mittelrisalit erstreckt sich die ausladende, zweiläufige Freitreppe, die den gesamten Vorplatz beherrscht. An der Nordseite ist risalitartig ein Treppenhaus angebaut, durch das die Geschosse erschlossen werden. Gedeckt wird das Gebäude von einem hohen, ausgebauten Mansarddach mit Dachhäuschen.

Das Gebäude verfügt im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss über sechs große Klassenräume und einen Saal, dessen Stuckdecke noch weitgehend erhalten ist. Im zweiten Ober- und im Dachgeschoss waren einst die Lehrerwohnungen untergebracht. Von den originalen Türen und Fenstern sind noch einige wenige zweiflügelige Türen und Fenster erhalten.

An der Schule wirkten unter anderen Johann Heinrich Voß, Friedrich Wilhelm Riemer und Karl Eugen Musäus als Lehrer. 1776 übernahm der nach Weimar berufene Generalsuperintendent Johann Gottfried Herder neben seiner Tätigkeit an der benachbarten Stadtkirche als Oberhofprediger die Oberaufsicht über alle Schulen des Herzogtums und wurde Direktor am Wilhelm-Ernst-Gymnasium. 1887 konnte das Gebäude die steigenden Schülerzahlen nicht mehr fassen, und es entstand ein Schulneubau in der Amalienstraße. Das alte Gebäude wurde 1910 Großherzoglich Sächsische Baugewerkeschule und diente auch nach dem Krieg schulischen Zwecken.

An der Beseitigung der zahlreichen Schäden am Gebäude - so waren unter anderem die marode Dachdeckung und -entwässerung, Fehlstellen am Putz und Schäden an den sandsteinernen Bauteilen zu beheben - beteiligte sich von 2003 bis 2008 auch die DSD mit insgesamt 230.000 Euro.

Das ehemalige Gymnasium an der Herderkirche, dessen Schulbau 1998 zusammen mit den Herderstätten Stadtkirche und Herderhaus als "assoziatives" Denkmal unter der Gruppe "klassisches Weimar" in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurde, ist eines von inzwischen 14 Denkmalen allein in Weimar, die die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bisher aus Mitteln der Lotterie GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, und privaten Spenden fördern konnte. Mit jedem Kauf eines Loses werden so auch Projekte aus den Bereichen Denkmalschutz, Sport und Wohlfahrt unterstützt. Bonn, den 6. September 2011/Schi








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