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Fördervertrag

Villa Erhard in Balingen-Frommern

Fördervertrag

Infolge jahrzehntelang nur ungenügend vorgenommener Bauunterhaltung weist die Villa Erhard in Balingen-Frommern im Zollernalbkreis zahlreiche Schäden auf. Das Dach mit seinen zahlreichen Erkern und Gauben ist undicht, an der Fassade ist großflächig der Putz abgeplatzt, die Fenster sind desolat. Im Untergeschoss steigt Feuchtigkeit auf, und die Gebäudetechnik ist weitgehend defekt. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) unterstützt die neuen Eigentümer bei der Dachinstandsetzung des Hauses mit einem Fördervertrag in Höhe von 80.000 Euro, den Dr. Anita Auer, DSD-Ortskuratorin Villingen-Schwenningen, im Beisein von Pressesprecher Klaus Sattler und Bezirksdirektor Hermann Ohlicher von der Staatlichen Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg am Donnerstag, den 25. August 2011 um 11.00 Uhr den Eigentümern Saskia und Andreas Evertz übergibt.

Mitten in Frommern auf einem Hügel oberhalb der Eyach ließ sich der Möbelfabrikant Erhard in den Jahren 1910 bis 1912 auf einem fast 7.000 Quadratmeter großen Grundstück eine zweigeschossige Villa als repräsentativen Wohnsitz für seine Familie errichten. Das Jugendstilwohnhaus mit spätbarocken und klassizistischen Elementen deckt ein Vollwalmdach, das geschweifte Zwerchgiebel akzentuieren. Die Fassaden gliedern weitgehend symmetrisch angeordnete Nischen, runde Erker, Balkone und die Terrasse.

Den größten Eindruck hinterlässt die über zwei Geschosse reichende Halle, die von den Arkaden im Obergeschoss sowie dem lang gestreckten Treppenaufgang dominiert wird. Beleuchtet wird sie von einem großen farbigen Oberlicht in der Decke. Hier wurde dem Repräsentationswillen des Besitzers des einstmaligen Einfamilienhauses vollauf Genüge getan. Alle Räume des Hauses sind um diese zentrale Halle gruppiert, von der aus sie begehbar werden. "Die künstlerische Beschaffenheit des Herrensitzes," so das Tübinger Denkmalamt, "drückt in jedem Winkel den Anspruch eines gehobenen Wohnhauses aus." Die elegante wandfeste Innenausstattung mit eingelegten hölzernen Wandverkleidungen, großen Spiegeln und farbigen Verglasungen haben sich bis in die Details erhalten. Dabei dürften sich die ungewöhnlich feinen und eleganten Holzarbeiten als Visitenkarte des Holzfabrikanten verstehen. Die bauzeitliche Dekorationsmalerei wurde von den Werken namhafter Jugendstilkünstler beeinflusst.

Die Villa Erhard ist nunmehr eines von über 160 Projekten, die die private Bonner Denkmalschutz-Stiftung dank individueller Spenden und Mitteln der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Baden-Württemberg fördern konnte. Dazu gehören der ehemalige Gasthof zum Hirschen in Frickingen-Altheim, Haus Kleeblatt in Biberach und das Schloss in Haigerloch.

Bonn, den 22. August 2011/Schi






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