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Wedelfeldmühle

Bronzeplakette in Sande erinnert an Förderung

Wedelfeldmühle

Der Förderverein Neustadtgödenser Mühlen erhielt bei den Instandsetzungsarbeiten an den archimedischen Schrauben der Wedelfeldmühle in Sande Unterstützung in Höhe von 7.000 Euro durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD). Daran erinnert nun eine Bronzeplakette, die am 5. April 2016 um 15.30 Uhr Dörte Lossin, Ortskuratorin Oldenburg der DSD an Klaus Oltmann vom Verein überbringt. Mit dem Hinweis "Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale" bleibt das Engagement der privaten Förderer der Stiftung und der Rentenlotterie von Lotto auch nach den Maßnahmen an vorbildlichen Projekten sichtbar und kann zu weiterer Unterstützung motivieren.

Durch die Eindeichung des "Schwarzen Brack", einer ehemaligen Meeresbucht auf der Westseite des Jadebusens, entstand seit dem 16. Jahrhundert neues Land. Da das Land tief lag, musste es ständig entwässert werden. 1844 wurde der Bau einer Windmühle durch den Grafen zu Wedel genehmigt und die Wasserschöpfmühle noch im selben Jahr betriebsfertig errichtet. Nach dem Schöpfwerksbau in Petershörn und in Dangast stellte die Mühle 1962 ihren Betrieb ein. Im Jahre 1980 pachtete der Heimatverein Gödens-Sande e.V. die Mühle, um sie zu erhalten. 1981 konnte die Wasserschöpfmühle erstmals wieder zu Demonstrationszwecken in Betrieb genommen werden.

Der 'Erdholländer mit Steert' in Neustadtgödens/Wedelfeld ist die einzige, noch erhaltene, voll funktionsfähige Wasserschöpfmühle im Landkreis Friesland. Die Segelflügel mit einer Fläche von 40 qm treiben über Achsrad, Bunker, Königsspill mit Spillrad und Schraubenräder zwei archimedische Schrauben an. Durch Ein- und Ausrücken der Gänge können diese auch einzeln angetrieben werden. Die Förderleistung je Schraube beträgt ca. 20 qbm/min, die Förderhöhe 0,7 Meter. Die von der Mühle abgedeckte Entwässerungsfläche umfasst 400 ha. Der engagierte Verein betreut kontinuierlich die Pflege und Instandsetzung des technischen Denkmals als Besichtigungs- und Anschauungsobjekt der Entwässerung.

Die Wedelfeldmühle steht am Rande von Neustadtgödens - "Frieslands schönstem Dorf" - in direkter Sichtnähe zur Oberahmer Peldemühle. Über einen höher gelegenen Wiesenweg gelangt man zu der Mühle, links und rechts Wassergräben, die das ehemalige Wirkungsgebiet der Wasserschöpfmühle abbilden. Für beide Mühlen ist ein Konzept erarbeitet worden, dass sowohl Teil der "Friesischen Mühlenstraße" ist, als auch in den neuen "Klimapfad der Gemeinde Sande" eingebunden wurde. Sowohl die Wedelfeldmühle, als auch die Oberahmer Peldemühle sind zudem Lehrstätten für Müllerkurse, da sie ausschließlich als voll funktionstüchtige Technikdenkmale erhalten werden. Von den ansässigen Müllern werden jetzt auch eintägige "Müller-Schnupper-Kurse" angeboten, bei denen ein Zertifikat über die "Einführung in die Mühlentechnik" ausgestellt werden soll.

Die Wedelfeldmühle gehört zu den über 340 Projekten, die die in Bonn ansässige private Denkmalschutzstiftung dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Niedersachsen fördern konnte.








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  • Wedelfeldmühle in Sande-Neustadtgödens © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Falke
    Wedelfeldmühle in Sande-Neustadtgödens © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Falke
    Deutsche Stiftung Denkmalschutz
  • Wedelfeldmühle in Sande-Neustadtgödens © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Falke
    Wedelfeldmühle in Sande-Neustadtgödens © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Falke
    Deutsche Stiftung Denkmalschutz