• Menü
    Stay
Schnellsuche

Nachkriegskunst

Haus der Kunst – Die Nachkriegsinstitution, 1945-1965: Archiv Galerie 2016/17

Nachkriegskunst

Die neue Präsentation der Archiv Galerie begleitet die Ausstellung "Postwar: Kunst zwischen Pazifik und Atlantik, 1945-1965", indem sie die institutionellen Erinnerungen dieser Zeit erforscht.

Nach 1945 war es die Intention der amerikanischen Besatzungsmacht, München als Kulturhauptstadt von Süddeutschland zu re-etablieren. Anders als die namhaften Museen hatte das Haus der Kunst den Krieg beinahe ohne Schaden überdauert. Bereits seit 1946 organisierte man im Westflügel des Gebäudes wieder Kunstausstellungen. In jenem Jahr änderte sich die ursprüngliche Benennung "Haus der Deutschen Kunst" in "Haus der Kunst". Gleichzeitig beherbergte das Gebäude noch ein Offizierskasino der amerikanischen Armee.

Wenngleich nie explizit zum Thema erhoben, spielten Strategien zur Entnazifizierung für das Ausstellungsprogramm eine Rolle. Ausdrücklich angestrebt und kommuniziert war die Rehabilitation der Moderne. Die Rückkehr der Künstler an den Ort, von dem ihre Verunglimpfung ausgegangen war, fand weitreichende Wahrnehmung. Mit Ausstellungen wie "Der Blaue Reiter" (1949) und "Die Maler am Bauhaus" (1950) prägte der Kunsthistoriker Ludwig Grote in den ersten Nachkriegsjahren das Profil des Haus der Kunst als Ort der Moderne.

Über die Landesgrenzen hinaus suchten die Kuratoren als Teil einer umfassenderen Neuausrichtung von Anfang an auch die internationale künstlerische Solidarität. Mit der Picasso-Retrospektive (1955), für die so berühmte Gemälde wie "Guernica" und "Massaker in Korea" nach München reisten, und der Ausstellung brasilianischer Künstler (1959) setzten sie die entsprechenden Schwerpunkte. Die internationalen Beziehungen wurden seit den 1950er-Jahren maßgeblich vom damaligen Direktor Peter A. Ade gestaltet. So kann das Haus der Kunst als Fallstudie dienen für weitblickenden Umgang mit Kunst und die Wiederherstellung eines internationalen Renommees.

Die Archiv Galerie versteht sich als dynamischer Speicher, dessen Erscheinungsbild sich jährlich wandelt. In Kooperation mit Martin Schmidl und Studenten der Akademie der Bildenden Künste München wurde ein Ausstellungsdisplay entwickelt, in dem Dokumente, Ausstellungskataloge, Plakate, Fotografien, Berichte und "Filmmaterial" aus den Jahren von 1945 bis 1965 eine Plattform für individuelle und kollektive Recherche bieten.

Mit Unterstützung des Archivs des Künstlerverbundes im Haus der Kunst e. V. und des Archivs der Süddeutschen Zeitung.






  • 14.10.2016 - 26.03.2017
    Ausstellung »
    Haus der Kunst »

    Montag —  Sonntag 10  —  20 Uhr
    Donnerstag 10  —  22 Uhr

    Sammlung Goetz im Haus der Kunst
    Freitag —  Sonntag 10  —  20 Uhr
    Donnerstag 10  —  22 Uhr



Neue Kunst Ausstellungen
Museum Karlsplatz Open
Karlsplatz Open Air, der Bauzaun, der den Umbau des Wien...
Fotoausstellung mit „
Eröffnung der Fotoausstellung mit „Sustainability...
MAPPING SPACE –
Wohin steuern wir als Gesellschaft? Sind unsere...
Meistgelesen in Ausstellungen
MAPPING SPACE – Vermessung des
Wohin steuern wir als Gesellschaft? Sind unsere...
MAPPING SPACE – Vermessung des
Wohin steuern wir als Gesellschaft? Sind unsere...
Aenne Biermann: Up Close and
Das Tel Aviv Museum of Art zeigt in Zusammenarbeit und mit...
  • Paul Gauguin Ausstellung, Installationsansicht, 1960, Stadtarchiv München, RD0833C26
    Paul Gauguin Ausstellung, Installationsansicht, 1960, Stadtarchiv München, RD0833C26
    Haus der Kunst
  • Der Blaue Reiter, Installationsansicht, 1949, Stadtarchiv München, FS-ERG-H-0665
    Der Blaue Reiter, Installationsansicht, 1949, Stadtarchiv München, FS-ERG-H-0665
    Haus der Kunst
  • Ausstellung brasilianischer Künstler, Installationsansicht, 1959, Archiv des Künstlerverbundes im Haus der Kunst München e. V.
    Ausstellung brasilianischer Künstler, Installationsansicht, 1959, Archiv des Künstlerverbundes im Haus der Kunst München e. V.
    Haus der Kunst