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Margret Hofheinz-Döring

Galerie im MHD-Haus

Margret Hofheinz-Döring

Zum letzten Mal können wir Ihnen einen virtuellen Blick in unsere Ausstellung „Augenblicke“ ermöglichen.

Ab sofort ist die Ausstellung nämlich beendet.
Zum Abschluss präsentieren wir Ihnen das Porträt von Herbert Hofheinz (1910-1983), das seine Frau, Margret Hofheinz-Döring, gemalt hat. Wir finden, dass die ernste, nachdenklich-konzentrierte Physiognomie des studierten Altsprachlers gut in diese Passionszeit passt.

Für uns Freunde*innen der Künstlerin ist es sicherlich spannend, darüber nachzudenken, inwieweit der philosophisch-theologisch gebildete Ehepartner einen Einfluss auf ihr Werkschaffen hatte.

Interessante Hinweise darauf gibt uns eine kurze Erinnerung der Tochter Brigitte Mauch. Diese Erinnerung können Sie in einem zweiten Anhang nachlesen.

Derzeit zeigen wir im Schaufenster unserer „Galerie im MHD-Haus“ Bilder, in denen sich die Künstlerin mit Motiven der Passionszeit auseinandersetzt. Diese werden nur bis Ostern zu sehen sein. Zwei der beeindruckenden Bilder sind aus Privatbesitz und werden wohl letztmalig öffentlich gezeigt werden. Es lohnt sich also, einen Spaziergang in die Schulstraße 12 der Göppinger Innenstadt zu unternehmen und sich von den farbkräftigen und dramatischen Passionsbilder von Margret Hofheinz-Döring beeindrucken zu lassen.

Herbert Hofheinz (1910-1983) Stammt aus der Kochertürner Mühle.
Der Vater Hermann Hofheinz schickte seinen Sohn in die Internate Maulbronn und Blaubeuren, da er Pfarrer werden sollte. Beim Studium in Tübingen schwenkte er um auf Altphilologie, um Lehrer zu werden. 1938 lernte er im Gymnasium in Winnenden die Kollegin Margret Döring kennen. Es folgte ein gemeinsamer Urlaub, eine Reise an den Rhein. In Mainz stellte Margret ihn den Verwandten als einen Kollegen vor. Sie besuchten auch Kochertürn, und Margret malte natürlich die Mühle.

1939 musste die Hochzeit sehr schnell und ohne großes Fest gefeiert werden, denn er war zu einer 6wöchigen Übung einberufen worden, und sie wollten vorher heiraten und nach Baiersbronn ziehen, wohin er versetzt worden war.. Tatsächlich wurde – bis auf einige Heimaturlaube - eine lange Trennung daraus. Erst 1946 nach Kriegsteilnahme (er war Funker) und anschließender Gefangenschaft bei den Amerikanern konnte er wieder zu seiner Familie. Brigitte war 1944 geboren worden.

1948 konnte er dann wieder in den Schuldienst.
Den größten Teil seines Berufslebens verbrachte er am Keplergymnasium in Freudenstadt und unterrichtete vor allem Latein und Französisch. Ein gemeinsames Hobby der ganzen Familie war Bridge, und er konnte stundenlang an Bridge-Aufgaben tüfteln. Kunst war ihm eher fremd, auch wenn er sie bei seiner Frau bewunderte. Er unterstützte sie aber nach Kräften, half Bilder zu tragen und Texte zu korrigieren. Und natürlich hatte Margret durch seinen finanziellen Rückhalt die Möglichkeit, ihr Werk zu entwickeln.

Auch manche seiner Kontakte, die er durch die Verbindung Normannia hatte, waren für Margret hilfreich und anregend. Vor allem Ferdinand Zenetti schrieb zahlreiche Veröffentlichungen und führte mit großer Begeisterung in das Werk ein. 1974, nach der Pensionierung, zogen meine Eltern nach Zell unterm Aichelberg. An vielen Abenden las Herbert seiner Frau aus Werken der Weltliteratur von Platon bis Böll vor. Porträtieren ließ er sich nicht sehr gerne. Das Bild entstand, während er korrigierte, was ihn automatisch dazu brachte, sich kaum zu bewegen.

Aber auch in anderen Bildern taucht er auf. Als Margret plante, eine Reihe zu Goethes Faust zu gestalten, verwendete sie Porträt-Skizzen von Herberts Kopf für Faust.






  • 15.03.2021 - 05.04.2021
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    Galerie Brigitte Mauch »

    Galerie Brigitte Mauch
    Hofheinz-Döring-Haus
    73033 Göppingen Schulstraße 12

    Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr
    von 11:00 bis 18:00 Uhr

    Samstags von 11 bis 13 Uhr geöffnet.
    Tel. 07161-79286
    brigitte-mauch@hofheinz-doering.de



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