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Shirley Jaffe Form als Experiment

Sie kam 1923 als Shirley Sternstein in New Jersey zur Welt und ging als Mrs Jaffe 1949 nach Paris. Die Ehe mit dem Journalisten Irving Jaffe hielt zwar nicht lange, trotzdem blieb die Malerin in Frankreich. Sie fand schnell Anschluss und traf sich regelmässig mit den damals in Paris ansässigen amerikanischen «Kunst-Expats» Norman Bluhm, Sam Francis und Joan Mitchell, die etwas später nach Paris kam. In jener Zeit ist ihr Schaffen dem Abstrakten Expressionismus zuzuordnen, der Kunst, die nur aus sich selbst schöpfen wollte und vornehmlich aus wild aufgetragenen Farbfeldern und Gesten bestand. Damals ein Erfolgsrezept, um im Kunstmarkt zu bestehen. Doch Jaffe verliess diesen Pfad.

Ein Stipendium der Ford Foundation führte die Künstlerin 1963 für ein Jahr nach Westberlin. Der Umstand, in einer geteilten Stadt – einer geteilten Welt zu leben –, der Tod John F. Kennedys im selben Jahr sowie neue Einflüsse, etwa die Musik von Karlheinz Stockhausen, verändern ihren Stil. Auch die europäische Abstraktion von Wassily Kandinsky oder Sophie Taeuber-Arp inspiriert sie. Während ihres Jahres in Berlin werden ihre Farbfelder monochromer und geometrischer, hier und da tanzen und wirbeln sie wie Legosteine oder bunte Papierschnipsel durch die abstrakt-expressiven Passagen ihrer Leinwände.

Links standen die fertigen Werke, rechts die unfertigen. Dazwischen fünf Meter Platz. So lebte und arbeitete die Künstlerin ab 1969 in der Rue Saint-Victor, in der ihre Pariser Atelier-Wohnung lag, aus der sie bis zu ihrem Tod 2016 nicht mehr auszog. Diese fünf Meter könnte man auch metaphorisch lesen, als Raum der Reflexion von Gegensätzen; von Amerika und Europa, von abstrakt und geometrisch, von rätselhafter und dennoch ungemein zugänglicher Kunst. Die Sammlung des Kunstmuseums Basel beherbergt seit Kurzem eine bedeutende Gruppe von Werken aus Jaffes Schaffen. Ein Grund mehr, die bewegende Malerei von Shirley Jaffe neu zu entdecken und diese mit dieser grossen und breitgefächerten Sonderausstellung, die in enger Kollaboration mit dem Centre Pompidou in Paris sowie dem Musée Matisse in Nizza entstanden ist, zu feiern.

Die Ausstellung wird vom Centre Pompidou, Paris in Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Basel und dem Musée Matisse, Nizza organisiert. Die Ausstellung Shirley Jaffe. Eine amerikanische Frau in Paris wurde vom 20. April bis 29. August 2022 im Centre Pompidou gezeigt. Die Ausstellung wird im Musée Matisse vom 11. Oktober 2023 bis zum 8. Januar 2024 zu sehen sein.






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  • 25.03.2023 - 30.07.2023
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