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Hietzing

BesucherInnenansturm bei „Alles Frank!“ in der Villa Beer

Hietzing

Rund 2.500 Architekturinteressierte besuchten am Wochenende das Meisterwerk der Zwischenkriegsmoderne von Josef Frank.

Das Interesse an dem vom Architekturzentrum Wien organisierten "Alles Frank!" Wochenende in der Villa Beer, einem Meisterwerk der Zwischenkriegsmoderne von Josef Frank, übertraf alle Erwartungen. Rund 2.500 BesucherInnen stürmten am Wochenende das Architekturjuwel und stellten die Organisatoren vor eine logistische Herausforderung.

Das 1929-1931 von Josef Frank und Oskar Wlach erbaute Haus Beer in der Wenzgasse in Hietzing ist ein architekturhistorisches Monument, das den Geist der Moderne nicht nur atmet, sondern geradezu aufleben lässt. Es gilt als gebautes Manifest der Auffassung Josef Franks vom „Haus als Weg und Platz“, einer Weiterentwicklung des Loos’schen Raumplans. Die elegante Leichtigkeit der Architektur und der Ausstattung des rund 800m2 großen Einfamilienhauses repräsentieren die im internationalen Vergleich um 1930 entwicklungsfähigste Position einer eigenständigen Wiener Moderne.

Rund 2.500 architekturinteressierte BesucherInnen nutzten am 2. und 3. April die einmalige Gelegenheit, dieses architekturhistorische Juwel in Wien kennen zu lernen. Neben Hausführungen und Grätzelrundgängen wurden an zwei Abenden Salongespräche in der Villa Beer angeboten, die sich den Themen „Josef Frank zufällig“ und „Josef Frank heute“ widmeten. Ein Design PopUp-Store von Svenskt Tenn sowie gutes, saisonales Catering von „Herzlichst, Anna´s“ luden vor Ort zum Verweilen und Genießen ein.

Das riesige Interesse an der Villa Beer ist als eindeutiges Plädoyer zu verstehen, das derzeit leerstehende Bauwerk dauerhaft der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Denn obwohl sich die Villa Beer in privatem Besitz befindet, wäre es heute wieder denkbar und wünschenswert, das derzeit leerstehende Bauwerk dauerhaft der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, etwa im Netzwerk der „Iconic Houses“ (conichouses.org).

Internationale ArchitekturexpertInnen bezeichnen das Haus Beer als schönste und bedeutendste Villa der Moderne. Architekturinteressierte aus der ganzen Welt würden die einmalige Chance schätzen, wenn dieses einzigartige Anschauungsobjekt einer Philosophie der offenen Moderne besichtigt und inhaltlich entsprechend genutzt werden könnte. Politik und öffentliche Hand sind nun gefordert, die dafür nötigen Entscheidungen zu treffen.






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