• Menü
    Stay
Schnellsuche

Herkules Farnese

Rendezvous Das Frauenbild im männlichen Kulturkontext Gespräch mit Ulrike Rosenbach

Herkules Farnese

Auf einer Fotoreproduktion der berühmten antiken Skulptur Herkules Farnese ist an der Stelle, wo sich der Held auf seine Keule stützt, ein Bildschirm mit einem Video der Künstlerin Ulrike Rosenbach angebracht. Herkules’ Blick ist nachdenklich nach unten gerichtet, so dass es scheint, als würde er den Worten der Künstlerin lauschen. In einer Endlosschleife ein- und ausatmend haucht die Künstlerin immer wieder das Wort „Frau“ und setzt damit dem als unbezwingbar geltenden Halbgott Herkules (lateinisch) bzw. Herakles (griechisch), also dem Inbegriff von Stärke und Männlichkeit, das weibliche Prinzip entgegen, gewissermaßen als eine heilende, verwandelnde und schöpferische Kraft.

Rosenbachs Skulpturen entstehen nicht durch die bekannten handwerklichen Arbeiten des Modellierens oder Wegnehmens, sondern durch einen performativen Akt, dem eine formende, das vorgefundene ‚Material‘ verändernde Kraft innewohnt. Ulrike Rosenbach (* 1943) hat sich immer als politische Künstlerin verstanden, sie setzte sich besonders für die Gleichberechtigung von Künstlerinnen im internationalen Kunstbetrieb ein. Sie studierte Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf bei Karl Bobeck, Norbert Kricke und Joseph Beuys. Von 1989 bis 2007 war sie Professorin für Medienkunst an der Hochschule der Bildenden Künste Saar und lehrte an namhaften europäischen und amerikanischen Kunstinstituten, u. a. an dem berühmten California Institute of Arts, Los Angeles.

Durch ihr Studium bei Joseph Beuys entstanden erste Kontakte zur Happening- und Fluxusszene der siebziger Jahre. Mehrere ihrer Aktionen in u. a. London, Venedig und Wien ließen sie in kürzester Zeit zu einer der bekanntesten Künstlerinnen dieses Genres werden. Die "documenta“ –Teilnehmerin (1977 und 1987) wurde mit namhaften Förderpreisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Gabriele-Münter-Preis (2004). Seit November 2012 ist Ulrike Rosenbach Präsidentin und 1. Vorsitzende der Bundes GEDOK und seit 2016 Mitglied der Akademie der Künste Berlin, Sektion Bildende Kunst.

Dr. Kornelia Röder, Kuratorin für zeitgenössische Kunst, stellt Ulrike Rosenbach und ihr Werk im Gespräch vor.






  • 25.10.2016
    Presse »
    Staatliches Museum Schwerin »

    Galerie Alte & Neue Meister Schwerin Alter Garten 3 / 19055 Schwerin

    Tel. 0385 – 5958-0 und -100 / www.museum-schwerin.de / info@museum-schwerin.de / Führungsanmeldung Tel. 0385 – 5958-121 oder -237
    Di – So 10 – 17 Uhr + Do Rendezvous 18 – 20 Uhr

    Schloss Güstrow Franz-Parr-Platz 1 • 18273 Güstrow
    Tel. 03843-752-0 / www.schloss-guestrow.de / info@schloss-guestrow.de Führungsanmeldung Tel. 03843 – 751-0 / Ausstellung
    Di – So 11 – 17 Uhr / Schloss Di – So 10 – 17

     

     

    Der Eintritt kostet 3 Euro.



Neue Kunst Nachrichten
Beeindruckender Bildband Leon
Augenschmaus für Kunstliebhaber: Ab sofort ist die erste...
Etel Adnan-Werke an Hamburger
Erwerbungen ergänzen den wichtigen Sammlungsstrang der...
A first visitor’s repot -
It is a unique experience visiting an art fair, not in a...
Meistgelesen in Nachrichten
Beeindruckender  

Augenschmaus für Kunstliebhaber: Ab sofort ist die

viennacontemporary  

viennacontemporary thematisiert und präsentiert als erste

Ein Bauwerk für  

Im Rahmen eines Besuchs der monumente-Reisegruppe in

  • BU: Ulrike Rosenbach, Herakles, Herkules, King Kong … die Vorbilder der Mannsbilder, 1976, Objektinstallation © VG Bild-Kunst, Bonn 2016
    BU: Ulrike Rosenbach, Herakles, Herkules, King Kong … die Vorbilder der Mannsbilder, 1976, Objektinstallation © VG Bild-Kunst, Bonn 2016
    Staatliches Museum Schwerin