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Bundespreis

Preisverleihung an die Denkmaleigentümer und Handwerker in der Kunsthalle zu Kiel

Bundespreis

Mit dem „Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege“ werden am Dienstag, den 12. November 2013 sechs Denkmaleigentümer und 22 Handwerker unterschiedlicher Gewerke aus Schleswig-Holstein ausgezeichnet. Die Festrede bei der Preisverleihung um 18.00 Uhr im Vortragssaal der Kunsthalle zu Kiel, Christian-Albrechts-Universität, im Düsternbrooker Weg 1 in 24105 Kiel hält Innenminister Andreas Breitner. Die Preisverleihung erfolgt zusammen mit dem Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), Holger Schwannecke, und Dr. Rosemarie Wilcken, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Der von der Stiftung gemeinsam mit dem Zentralverband gestiftete Preis wird jährlich in zwei Bundesländern an private Eigentümer verliehen, die bei der Bewahrung ihres Denkmals in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Handwerk Herausragendes geleistet haben. Die an den Restaurierungsmaßnahmen beteiligten Handwerksbetriebe werden mit Ehrenurkunden ausgezeichnet, für die privaten Denkmaleigentümer ist der Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege pro Bundesland mit jeweils 15.000 Euro dotiert. Im Jahr 2013 wurde der Preis in den Bundesländern Sachsen und Schleswig-Holstein ausgeschrieben, 2014 stehen Hessen und Mecklenburg-Vorpommern an.

Die aus Vertretern des Ministeriums für Justiz, Kultur und Europa, des Landesamtes für Denkmalpflege, der Handwerkskammern in Flensburg und Lübeck, des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz bestehende Jury betonte die allgemeine Qualität der eingereichten Projekte sowie der beteiligten Handwerker und Architekten.

Die Preisträger:

 

Dielenhaus
Fleischhauerstr. 79
23552 Lübeck

Mit großem persönlichem Mut haben die Eigentümer des historischen Dielenhauses Fleischhauerstraße 79 in Lübeck die Rettung eines bedeutenden, aber vom Verfall bedrohten Denkmals gewagt. Mit hochqualifizierten und engagierten Handwerkern haben sie nicht nur eines der bemerkenswerten Denkmale der Straße gerettet, sondern für die Stadt einen besonderen kulturellen Veranstaltungsort geschaffen. Daher werden die Eigentümer Ulrich Büning, Jörg Haufe und Nicola Petereit mit einem ersten Preis ausgezeichnet. Mit kreativen Ideen, die in großer handwerklicher Präzision ausgeführt wurden, ist es ihnen mit Liebe zum Detail und unter Zurückstellung vordergründiger Nutzungswerte gelungen, dem hochkarätigen Denkmal eine adäquate Zukunft zu geben.

 

Mit einem ersten Preis (Dotierung 5.000 Euro) ausgezeichnet:

Wasserturm der Marine-Schule 1908
Kelmstr. 29
24944 Flensburg

Kurz vor dem endgültigen Verfall des 1908 als wichtige Landmarke der Marineschule in Flensburg errichteten Wasserturms fand das Denkmal im Ehepaar Sabine und Wolfgang Groß seine Retter. Sie wagten es, die desolate Hülle des bereits seines Wassertanks beraubten Turms einer neuen Nutzung als Familienwohnung mit besonderer Aussicht zuzuführen. Dafür werden sie mit einem ersten Preis ausgezeichnet. Mit modernen Techniken und Ideen, um- und eingesetzt von fähigen Handwerksbetrieben, gelang es nicht nur, die anspruchsvolle Landmarke zu erhalten, sondern auch eine der wohl ungewöhnlichsten Wohnungen in Flensburg zu schaffen. Kluge und handwerklich versierte Lösungen für Details und eine dem Objekt angemessene Zurückhaltung haben zu einer überzeugenden Lösung für dieses besondere Bauwerk geführt.

 

Mit einem dritten Preis (Dotierung 2.500 Euro) ausgezeichnet:

Mausoleum Noer
Zum Hegenwohld 1
24214 Noer

Das Mausoleum von Graf Friedrich Christian Carl August von Noer und seiner Frau, Gräfin Carmelita, geb. Eisenblat, entstand 1882/83 durch den Architekten Heinrich Moldenschardt. Es steht auf dem Gelände der heutigen Jugendbildungs- und Begegnungsstätte Schloss Noer der Schleswig-Holsteinischen Gesellschaft für Jugendeinrichtungen e.V. und wurde über die Jahre hinweg durch die engagierte Heimat Gemeinschaft Eckernförde betreut. Doch nachdem durch die undichte Dachdeckung bereits längere Zeit Wasser eingedrungen war, musste das völlig desolate Mausoleum grundlegend saniert werden. Dank der guten Zusammenarbeit von Verein, Eigentümer, Denkmalpflege und Handwerkern konnte das Werk von 2007 bis 2012 gelingen. Bei der handwerklichen Instandsetzung dieses ungewöhnlichen Kleinods in privatem Besitz wurden die Restaurierungen im Inneren von einem Restaurator durchgeführt, dem die Wiedergewinnung des für Schleswig-Holstein bedeutenden Innenraums aus der Zeit des 19. Jahrhunderts in großen Teilen zu danken ist. Für sein unermüdliches Engagement wird die Schleswig-Holsteinische Gesellschaft für Jugendeinrichtungen e.V. mit einem dritten Preis ausgezeichnet.

 

Mit einem dritten Preis (Dotierung 2.500 Euro) ausgezeichnet:

Hotel Anno 1216
Alfstraße 38
23552 Lübeck 

Die Umnutzung eines bereits in den 1990er Jahren grundlegend instand gesetzten Bürgerhauses in der Alfstraße in Lübeck zu einem kleinen, dem historischen Bau angemessenen Hotel ist dank der Eigentümerin Dagmar Simon behutsam und denkmalgerecht gelungen. Dafür wird sie mit einem dritten Preis ausgezeichnet. Durch die sensibel durchgeführten Maßnahmen und gelungenen Detaillösungen, die in enger Abstimmung zwischen Eigentümern, Denkmalpflegern, Architekt und qualifizierten Handwerkern entwickelt wurden, hat das auf eine lange Geschichte zurückblickende Gebäudeensemble nach längerem Leerstand eine neue Zukunft bekommen.

 

Bohlenspeicher
Op´n Dörp 14
24217 Barsbek








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