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Denkmal

Otto von Lilienthal-Denkmal in Berlin-Steglitz

Denkmal

Ikarus strahlt wieder. Mit einem kleinen Festakt am 8. Dezember 2012 um 14.00 Uhr wird das zuvor durch Graffiti stark geschädigte und entstellte Denkmal in Berlin-Steglitz, das mit der mythologischen Gestalt an den Flugpionier Otto von Lilienthal erinnert, nach der erfolgreich abgeschlossenen Restaurierung wiedereingeweiht. Anwesend sind Bezirksstadträtin Christa Markl-Vieto, Dr. Wolfgang Illert, Geschäftsführer der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) mit Sitz in Bonn, und Dr. Clemens Beck. Die DSD konnte die Bezirksregierung bei der Restaurierung nicht zuletzt durch eine zweckgebundene Spende der Beck’schen Stiftung in Höhe von 23.000 Euro mit insgesamt 38.000 Euro unterstützen. So konnten die starken Absandungen und Abschalungen des Sandsteins am Natursteinsockel, die schadhaften eisernen Befestigungsteile auf dem Sockel, die ausgebrochenen Fugen zwischen den Sandstein- und Granitblöcken und die weit fortgeschrittene Korrosion der Bronzeoberfläche der Ikarusfigur beseitigt werden.

Otto von Lilienthal gehörte zu den deutschen Bahnbrecher des Fin de siècle, der kraftvoll und mit Mut zum Risiko die Grenzen neuer Techniken vorantrieb. Er starb bei seinem Bestreben, dem Menschen Flügel zu verleihen. Bei einer seiner Erprobungen stürzte der Flugpionier in den Tod. Die tragische Figur des mythologischen Ikarus, dessen kunstvolle Wachsflügel auf der Flucht aus Kreta der Sonne zu nahe kamen, steht seit nunmehr 99 Jahren Pate für Lilienthals Ringen um den Fortschritt. Das Monument wurde 1914 nach einem Wettbewerbsentwurf des Bildhauers Peter Christian Breuer im Bäkepark am Teltowkanal errichtet.

Die lebensgroße bronzene Ikarusfigur steht auf einem vier Meter hohen Sandsteinsockel. Der unbekleidete Sohn des Daidalos breitet gerade die Arme aus, an deren Rücken ein Flügelpaar befestigt ist. Formal spielt seine Haltung mit den ausgebreiteten Armen und dem zur Sonne erhobenen Kopf auf die späthellenistische Bronzefigur des "betenden Knaben" an. Gegossen hat die Figur die Firma Lauchhammer, die auch verkleinerte Bronzenachbildungen herstellte. Die Symbolkraft der Ikarusfigur war so stark, dass auch der Flugzeughersteller Junkers sie in ihr Firmensignet aufnahm.

Der Sockel des Denkmals besteht aus einer Granitbodenplatte, über der sich Sandsteinblöcke und Sandsteinschichten pyramidal verjüngen. In einer stelenartigen Vorlage auf der Vorderseite weist ein Porträt auf den Geehrten hin. Es dürfte wohl das früheste, für einen Techniker errichtete Personendenkmal in Deutschland sein. Während das Motiv des Obelisken ganz der Sepulkralkunst entlehnt ist, akzentuiert die Anspielung auf den Ikarus-Mythos den mit dem Tod bezahlten Forscherdrang. Das kommt auch auf Lilienthals Grabinschrift "Opfer müssen gebracht werden" zum Ausdruck.

Das Lilienthal-Denkmal ist eines von über 140 Projekten, die die in Bonn ansässige Deutsche Stiftung Denkmalschutz dank privater Spenden, der von ihr verwalteten Treuhandstiftungen und der Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Berlin unterstützen konnte. Bundesweit förderte die Stiftung seit ihrer Gründung 1985 über 4.100 Denkmale.

Eine Ansicht des Ikarus-Denkmals unter: http://www.lichterfelde-ost.de/Otto-Lilienthal.php.

Bonn, den 4. Dezember 2012/Schi








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